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Jetzt im Kino
Deutschlands erster queerer Heimatfilm
Wo möchte ich leben – und wie? Mit diesen existenziellen Fragen beschäftigen sich Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit in ihrem Debütfilm "Neubau" aus der Sicht eines jungen schwulen trans Manns in der Uckermark.

"Neubau" erzählt von einem queeren Sommer in der Brandenburger Provinz (Bild: Salzgeber)
- 12. August 2021, 04:05h 2 Min.
Sommer in der Brandenburger Provinz. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint dem jungen schwulen trans Mann immer häufiger eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus' Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.

Poster zum Film: "Neubau" startet am 12. August regulär im Kino
Wo möchte ich leben – und wie? Mit diesen existentiellen Fragen beschäftigen sich Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit in ihrem Debütfilm aus der Sicht eines jungen queeren Mannes in der Uckermark. Und beantworten sie mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf, in dem die Befreiung aus konservativen Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterzugehörigkeit ebenso eine Rolle spielen wie Commitment und gegenseitige Fürsorge.
Ihr queerer Heimatfilm entstand fernab der großen Metropolen als unabhängige Produktion in einem Künstler*innen-Kollektiv, dem es um ambivalente (Gegen-)Erzählungen und eine "Neue Selbstverständlichkeit" geht. Im Januar 2020 feierte "Neubau" seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine "Kraft Empathie zu erzeugen" gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film (queer.de berichtete).
Im April war "Neubau" bereits in der queerfilmnacht zu sehen – am 12. August startet der erste queere Heimatfilm aus Deutschland regulär im Kino. (cw/pm)
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Neubau. Drama. Deutschland 2020. Regie: Johannes M. Schmit. Buch: Tucké Royale. Darsteller*innen: Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling, Minh Duc Pham. Laufzeit: 81 Minuten. Sprache: deutsche Originalfassung. FSK 16. Verleih: Salzgeber. Kinostart: 12. August 2021
Links zum Thema:
» Alle Kinotermine auf der Salzgeber-Homepage
Mehr zum Thema:
» Ausführliche Filmkritik von Fabian Schäfer: Die Sehnsucht nach der queeren Hauptstadt (05.04.2021)
» Interview von Dieter Oßwald: Warum hast du einen queeren Heimatfilm gedreht, Tucké Royale? (11.04.2021)
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Inhaltlich ansonsten bei mir aber leider ein mindestens 3-faches "nie im Leben". Und dass man trotzdem drüber nachdenken MUSS, weil's der erste Film ist, ever, von dem man jemals gehört hat, in dem man repräsentiert wird (im Sinne von trans-männlich, schwul, Teil einer Szene nur in den eigenen Halluzinationen), find ich echt ganz schön traurig.