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Stevie

Eminems Adoptivkind outet sich als nichtbinär

Das jüngste Kind des Rappers spricht in sozialen Medien erstmals über seine Geschlechtsidentität.


Eminem hatte seinen kommerziellen Durchbruch Ende der Neunzigerjahre (Bild: Instagram / Eminem)

Eines von Eminems drei Kindern hat sich als nichtbinär geoutet. Das 19-jährige Adoptivkind hat das auf TikTok mitgeteilt und erklärt, dass sein neuer Name Stevie sei. Als Personalpronomen seien neben "she" (sie) und "he" (er) auch "they" möglich, als das geschlechtsneutrale englische Pronomen. Dazu stellte Stevie die Hashtags "genderfluid" und "bi".

Das Video beginnt mit den Worten: "Schaut mir zu, wie ich mich in meiner Haut immer wohler fühle." Dazu veröffentlichte das Kind des Rapstars eine Reihe älterer Bilder, die es mit weiblicheren Attributen zeigt.

Eminen hatte Stevie 2005 adoptiert, nachdem er sich vorübergehend mit seiner Exfrau Kim Scott wieder vertragen hatte. Scott ist Stevies leibliche Mutter. Stevies leiblicher Vater starb 2019 an einer Überdosis.

Der 48-jährige US-Rapper hat zwei weitere Kinder: Die ebenfalls adoptierte 28-jährige Alaina ist die Tochter von Scotts Zwillingsschwester, die 2016 an einer Überdosis starb. Die 25-jährige Hailie ist seine leibliche Tochter. Hailie hat das Coming-out-Video von Stevie bereits mit einem "Gefällt mir" versehen.

Nach Angaben der britischen Boulevardzeitung "The Sun" wurde Stevies neuer Name bereits letzte Woche bei einem Nachruf auf die Ex-Schwiegermutter von Eminem verwendet. Demnach hieß es dort: "Kathleen war eine großartige Mutter für ihre zwei Töchter Kim und Dawn. Sie empfand es als großes Glück, Großmutter zu werden. Ihre Enkelkinder heißen Alaina, Adam, Hailie, Stevie, P.J. und Parker."

Eminem hatte während seiner Karriere immer wieder LGBTI-Aktivist*innen mit homophoben Texten gegen sich aufgebracht. So verwendete er immer wieder Worte wie "faggot" (Schwuchtel) oder "queer" in seinen Texten, um andere Personen abzuwerten. Außerdem benutzte er das Wort "gay" als Synonym für "schlecht" oder "schwach". Er verteidigte dies über Jahre damit, dass er nun mal mit diesen Worten aufgewachsen sei und sie in seinen Songs nicht gegen Schwule gerichtet seien. 2018 äußerte er erstmals Bedauern über diese Praxis (queer.de berichtete).

Gleichzeitig ist Eminem seit Jahren mit dem offen schwulen Kultsänger Elton John befreundet. Der Brite half dem Rapper 2009 sogar beim Entzug (queer.de berichtete). (cw)



#1 NickAnonym
  • 13.08.2021, 13:43h
  • Eminem ist und bleibt für mich ein Vollpfosten. Er hat mit seinen Texten und Aussagen schon genug Schaden angerichtet. Klar gibt es noch Schlimmere wie Bushido o.ä.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 14.08.2021, 15:45h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • Die habe ich als altes 2000er-Kind auch nicht vergessen. Man braucht jetzt aber kein Fan von ihm zu werden, um zumindest seine echt große Mühe zur Besserung einzugestehen.
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#3 LotiAnonym
  • 14.08.2021, 16:29h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • Aber erst Millionen verdienen mit solch unverschämten Songs und Aussagen. Mehr muß zu ihm wahrlich nicht beigesteuert werden. Ach ja, da ist ja auch noch Buschido. Ist aber ein vollends anderes Thema hier.
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#4 mind_the_gap
  • 14.08.2021, 17:18h
  • Interessant: es geht hier um eine nichtbinäre Person. Die bisherigen Kommentare beziehen sich jedoch alle nicht auf diese Person, sondern auf deren Vater.
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#5 LotiAnonym
#6 rechnenAnonym
#7 Alexander_FAnonym
  • 15.08.2021, 00:25h
  • Antwort auf #4 von mind_the_gap
  • Du hast Recht damit, dass sich hier zu viele Kommentare auf den Vater beziehen.

    Deswegen jetzt mal ein Wort zum Kinde: ich finde es klasse, in einer Zeit zu leben, in der sich immer mehr sowohl bekannte als auch unbekannte Menschen trauen, sich dazu zu bekennen, wie sie sind.

    Dieses neue Jahrzehnt ist eben wirklich besser als der Anfang dieses Jahrhunderts.
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