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Einladung nach Thüringen

Linkenchefin Hennig-Wellsow umgarnt Wagenknecht

Sahra Wagenknecht hatte mit der Abwertung sexueller Minderheiten in ihrem neuesten Buch für Aufregung unter den Linken gesorgt. Trotzdem umgarnt die Parteispitze im Wahlkampf die prominente Politikerin, die sich über "immer skurrilere Minderheiten" empört.


Sahra Wagenknecht ist von "immer skurrileren Minderheiten" genervt (Bild: Deutscher Bundestag / photothek / Thomas Köhler)

  • 13. August 2021, 12:16h 13 2 Min.

Susanne Hennig-Wellsow, die Bundesparteichefin der Linken, hat Sahra Wagenknecht zu einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt in Thüringen eingeladen. Das berichtet der "Spiegel" am Freitag. Demnach wolle Hennig-Wellsow am 25. August gemeinsam mit Wagenknecht und deren Ehemann Oskar Lafontaine bei einem Wahlkampfauftritt in Weimar um Stimmen für ihre Partei werben. Hennig-Wellsow habe dies bestätigt.

Gegen Wagenknecht wird derzeit bei den Linken ein Parteiausschlussverfahren durchgeführt (queer.de berichtete). Anlass sind Äußerungen Wagenknechts in ihrem im Frühjahr erschienen Buch "Die Selbstgerechten" (queer.de berichtete). Dort kritisiert sie nicht nur "Lifestyle-Linke" die sich etwa für Bürgerrechte oder Umweltschutz engagieren, sondern beklagt unter anderem auch "immer skurrilere Minderheiten", die von der sozialen Frage ablenkten – dabei nennt sie als Beispiele "[s]exuelle Orientierung, Hautfarbe oder Ethnie" (queer.de berichtete). Trotz der verächtlichen Äußerungen wurde die 52-Jährige von der Linken NRW zur Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl gewählt (queer.de berichtete).

Wagenknecht weist Kritik zurück

Wagenknecht weist bislang Homo- und Transphobie-Vorwürfe zurück und verwahrt sich gegen Lob aus der AfD (queer.de berichtete). Immer wieder äußert sie sich aber abschätzig über geschlechtliche Minderheiten ("Ich weiß zum Beispiel gar nicht, wie viele Geschlechter es jetzt angeblich geben soll, und mir ist das auch egal"). Im Mai stimmte sie gemeinsam mit den Regierungsfraktionen und der AfD gegen ein Selbstbestimmungsgesetz für trans Menschen (queer.de berichtete).

/ phoenix_de | Hennig-Wellsow kritisiert zwar gerne abwertende Kommentare von Politiker*innen – aber mit Sahra Wagenknechts Populismus hat sie aber offenbar kein Problem
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Hennig-Wellsow baut offenbar darauf, mit Wagenknechts Hilfe ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II zu erobern. Dies hatte die CDU vor vier Jahren noch mit knapp neun Prozentpunkten Vorsprung vor der Linken gewinnen können. Dem "Spiegel" sagte Hennig-Wellsow, sie wolle vor allem auf Ostthemen setzen: In Thüringen sei die Linkspartei durch "demokratischen Eigensinn und eine handfeste Politik statt leerer Versprechungen" zur Volkspartei geworden.

/ schlueter_paul | Bei den Linken wird darüber diskutiert, ob man mit jemand wie Sahra Wagenknecht Wahlkampf machen soll
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Bereits im Juni hatte Hennig-Wellsow gemeinsam mit Co-Parteichefin Janine Wissler Wagenknecht gegen Kritiker*innen aus der eigenen Partei verteidigt (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 VerteidigerAnonym
  • 13.08.2021, 15:33h
  • Auch Frau Wagenknecht hat 2017 die Ehe für alle im Bundestag befürwortet.
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#2 klarsichtAnonym
  • 13.08.2021, 15:45h
  • Antwort auf #1 von Verteidiger
  • aber nur, weil sie ihre ja-stimme nicht auf stramme deutsche cis-arbeiter*innen beschränken konnte. alle anderen sind ihr nach eigerner aussage ja zu "skurril".
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#3 SakanaAnonym
  • 13.08.2021, 15:56h
  • Da empfehle ich doch glatt die neuste Folge der Politsatire "Die Anstalt" vom 23.07., in der Frau Wagenknecht im "Bares-für-Rares"-Rahmen mit ihren Positionen ordentlich auf die Schippe genommen wird ab Minute 24:38

    www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-23-juli-2021-1
    00.html


    Sie ist mittlerweile zu einer sehr schwierigen, aber jedoch nach wie vor sehr populären Figur auf der politischen Bühne geworden.
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