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Rumänien

CSD Bukarest muss Bußgeld zahlen

Zu viele Menschen haben in der rumänischen Hauptstadt für LGBTI-Rechte demonstriert: Wegen Verletzung der Corona-Auflagen muss der Bucharest Pride umgerechnet 1.425 Euro zahlen. Mit dem "Marsch der Normalität" gab es zuvor einen rechten Gegenprotest.


Der Bucharest Pride (l.) ließ sich von rechten Gegenprotesten (r.) nicht beeindrucken (Bild: Ana Iulia Galbenu / twitter)

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest haben am Samstag Tausende Menschen für LGBTI-Rechte demonstriert – separat davon gab es queerfeindliche Gegendemonstrationen.

Twitter / libertatea | Medien schätzten 4.000 CSD-Teilnehmer*innen
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Wie das Nachrichtenportal g4media.ro berichtete, zogen etwa mittags Hunderte Anhänger der rechtsradikalen Partei Noua Dreapta auf einem von ihnen so genannten "Marsch der Normalität" durch das Stadtzentrum. Viele trugen Ikonen bei sich und Schlder mit der Aufschrift "Kein LGBTI" oder durchgestrichenen schwul-lesbischen Paaren. Am späteren Nachmittag folgte dann die deutlich größere und buntere Pride-Demo.

Nur 500 Teilnehmer*innen warem erlaubt

Die Polizei verhängte gegen die CSD-Veranstalter*innen ein Bußgeld von 7.000 Lei (1.425 Euro), da die erlaubte Zahl von 500 Teilnehmer*innen deutlich überschritten und somit eine Corona-Auflage verletzt wurde. Nach Schätzung von Medien liefen mehr als 4.000 Menschen bei der Pride-Parade mit.

Direktlink | Szenen vom Bucharest Pride 2021
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In Rumänien war Homosexualität bis zum Jahr 2001 verboten. Heirat gleichgeschlechtlicher Personen ist weiterhin nicht erlaubt. Auch die Möglichkeit, homosexuelle Beziehungen über eine zivile Partnerschaft zu legalisieren gibt es nicht, obwohl die EU dies fordert. Der Widerstand dagegen ist parteiübergreifend sehr groß. (cw/dpa)



#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 15.08.2021, 05:54h
  • Mich würde mal interessieren, ob die rechte Demo auch ein Bußgeld zahlen musste, weil sie Corona-Auflagen nicht eingehalten haben, oder ob das Verhalten von den Cops geduldet oder gar unterstützt wurde?
    Rumänien ist, wie viele Länder des Ostblocks, sehr religiös-konservativ. Für sie zählt mehr, was der Priester oder Pope sagt, als das, was Brüssel sagt.
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#2 LegatProfil
  • 15.08.2021, 06:42hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • "Ostblocks"

    Mit dem Fall der Sowjetunion und des Warschauer Pakts gibt es keinen "Ostblock" mehr, auch wenn manche sich die Zeiten des Kalten Krieges sehnlichst zurückwünschen, um endlich wieder ein klares, simplistisches Feindbild haben zu können.
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#3 BobAachenProfil
#4 LegatProfil
  • 15.08.2021, 09:23hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #3 von BobAachen
  • Gibt es einen bestimmten Grund für deinen schnippischen Kommentar? Der Ostblock existiert nicht mehr. Die queeren Menschen in Rumänien und alle anderen, die in Freiheit leben wollen brauchen unsere Unterstützung und keine lächerlichen Abgrenzungen wie "Ostblock".
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#5 FinnAnonym
  • 15.08.2021, 09:42h
  • Antwort auf #4 von Legat
  • "und alle anderen, die in Freiheit leben wollen"

    Dann müssen die aber auch akzeptieren, dass Freiheit eben nicht nur die eigene Freiheit meint, sondern auch die Freiheit der LGBTI.
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#6 LegatProfil
  • 15.08.2021, 09:56hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #5 von Finn
  • "Dann müssen die aber auch akzeptieren, dass Freiheit eben nicht nur die eigene Freiheit meint, sondern auch die Freiheit der LGBTI."

    "in Freiheit leben" meint einen Grundsatz, der für alle gilt. Eine Gesellschaft, in der nur mache frei sind, aber andere unterdrückt, ist keine freie Gesellschaft.
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#7 KaiJAnonym
#8 KaiJAnonym
  • 15.08.2021, 10:26h
  • Da fehlt's wohl an rechtsstaatlichem Verhalten der Behörden. An 'ne Demo muss bei für gravierend gehaltenen Verstössen gegenüber Auflagen wohl die Aufforderung an deren Leitung ergehen, die Veranstaltung als solche aufzulösen. Diese Aufforderung ist wohl nicht ergangen, weil sie nicht für nötig oder für hinter anderen Gründen zurückstehend gehalten wurde und die Demo somit geduldet und staatlicherseits weiter erlaubt wurde. Somit lassen sich rechtsstaatlich in einem EU-Land auch keine Bußgelder bei der Demo-Leitung eintreiben.
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#9 LegatProfil
#10 KaiJAnonym