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"Promi Big Brother"

Rafi Rachek beklagt fehlende schwule Solidarität

Am Samstag musste Reality-Sternchen Rafi Rachek die Sat.1-Show "Promi Big Brother" verlassen. Nun macht der 31-Jährige seinem schwulen Ex-Mitbewohner Papis Loveday schwere Vorwürfe.


Szene aus "Promi Big Brother": Ehe er in die ungemütliche "Raumstation" umziehen musste, ließ es sich Rafi Rachek auf dem "Big Planet" gut gehen (Bild: Sat.1)

Für Rafi Rachek war es ein Schock, dass er am späten Samstagabend die Sat.1-Show "Promi Big Brother" verlassen musste. "Ich habe auch in der Nacht kaum schlafen können, weil ich das Ganze nicht wirklich verstanden habe", sagte der 31-Jährige am Sonntag in einem RTL-Interview. "Ich muss es noch realisieren, sacken lassen. Es war für mich tatsächlich extrem hart, rauszufliegen."

Der Ex-"Bachelorette"-Teilnehmer war am Samstag von drei Mitbewohner*innen auf die Nominierungsliste gesetzt worden. Im anschließenden Vote der Zuschauer*innen bekam er die wenigsten Anrufe. Unter Tränen verabschiedete er sich aus der sogenannten Raumstation. Nach Ex-Lottofee Heike Maurer war Rachek erst die zweite Person, die rausgewählt wurde. Zuvor hatten Daniel Kreibich und Mimi Gwozdz das Format freiwillig verlassen (queer.de berichtete).


Beim Einzug in die Container-Show war Rachek noch fröhlich (Bild: Sat.1)

Melanie Müller will er "nicht unbedingt wiedersehen"

Seine Konkurrentin Melanie Müller, mit der er in der Show mehrfach aneinandergeraten war, möchte er "nicht unbedingt wiedersehen", erklärte Rafi Rachek am Sonntag gegenüber dem Kölner "Express". "Sie ist sehr speziell, ich bin speziell. Es passt nicht, wir kommen nicht miteinander klar."

"Sehr enttäuscht" zeigte er sich aber auch von seinem schwulen Mitbewohner Papis Loveday. "Ich habe ihn getröstet, weil er sehr emotional wurde und geweint hat", äußerte er sich gegenüber RTL. "Er hat erzählt, dass er als Kind gemobbt wurde und oft Anfeindungen bekommen hat, weil er schwul ist. Es gab viele Parallelen zu meinem Leben und darum habe ich ihn sehr gut verstanden", so Rachek (queer.de berichtete). "Als ich im Nachhinein erfahren habe, dass er sich gefreut hat, als er von meinem Exit erfahren hat, war ich natürlich sehr geschockt."


Rafi Rachek tröstet Papis Loveday (Bild: Sat.1)

Nach seinem Auszug aus der Show sei er zuerst zu "McDonald's" gefahren, berichtete der Reality-Darsteller. "Ich habe mir alles Mögliche reingehauen, weil ich seit so vielen Tagen Hunger hatte und wir kaum etwas zu essen hatten". Er habe mindestens fünf Kilo abgenommen. "Wir haben wirklich so wenig zu essen gehabt und wir haben so oft gefroren, weil es so kalt war."

Dennoch bereue er seine Teilnahme bei "Promi Big Brother" nicht, so Rachek: "Ich bin sehr froh, einmal hinter die Kulissen blicken zu können und ein richtiges Reality-Format mitgemacht zu haben – und für mich etwas mitzunehmen, daraus auch zu lernen und mich selbst zu reflektieren beziehungsweise alles zu realisieren."

Bis vor zwei Jahren gab sich Rachek noch als Hetero aus

Rafi Rachek hatte seine Reality-Karriere 2018 als angeblich heterosexueller Single in der RTL-Kuppelshow "Die Bachelorette" gestartet, outete sich aber im Oktober 2019 in der Show "Bachelor in Paradise" als schwul (queer.de berichtete). Danach machte er seine Beziehung mit "Prince Charming"-Teilnehmer Sam Dylan publik. Die beiden lebten diese öffentlich auf ihren Social-Media-Kanälen aus, inklusive einer medienwirksamen Trennung im Mai (queer.de berichtete). Kurz vor Beginn von "Promi Big Brother" verkündete das Paar mit professionell inszenierten Bildern, dass es wieder vereint sei (queer.de berichtete).

"Promi Big Brother" läuft täglich bis zum Finale am 27. August bei Sat.1 (Sendestart variiert zwischen 20.15 Uhr und 23.15 Uhr). Um das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro kämpfen noch Uwe Abel, Ina Aogo, Daniela Büchner, Jörg Draeger, Pascal Kappés, Babs Kijewski, Marie Lang, Danny Liedtke, Papis Loveday, Melanie Müller, Payton Ramolla, Gitta Saxx, Eric Sindermann und Paco Steinbeck. (cw)



#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 16.08.2021, 06:32h
  • Diese "Show" basiert auf dem Konkurrenzgedanken. Da will JEDER gewinnen, weil es um viel Geld geht. Da Solidarität zu erwarten, ob schwul oder nicht, ist so deplatziert, wie Herr Gauland auf der Gay Pride.
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#2 ElfolfProfil
  • 16.08.2021, 07:38hHamburg
  • Wirklich echte Emotionen konnte man bei Rafi beobachten, als ihm nach seinem Rauswurf die Bilder aus dem Projekt eingespielt wurden und er realisiert hat, dass er seinen Rauswurf mit seinem Auftritt selbst verursacht hat. Ein Realitystar oder Trash Promi muss trotzdem eine gewisse Sensibilität und Professionalität mitbringen.
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#3 Grete WurmAnonym
#4 LegatProfil
#5 EisenprinzAnonym
  • 16.08.2021, 15:48h
  • Irgendwie klingt es für mich widersprüchlich, wenn er einerseits behauptet, er könne die Anfeindungen und das Mobbing, was Papis Loveday als Kind ertragen musste, gut nachvollziehen kann, weil es viele Parallelen zu meinem Leben gäbe. Er aber andererseits bis vor 2 Jahren noch als (Macho-)Hetero durchs Leben schritt, dem (angeblich) bis dato noch gar nicht bewusst war, dass er schwul ist.

    Der Typ wirkt ingesamt recht unsicher und unreif (menschlich), ich denke es wäre besser für ihn, wenn er sich dem ganzen Medienzirkus entzieht und sich die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die er anscheinend so dringend braucht und sucht, lieber aus realen Menschen, sprich echten Freunden, Partnerschaft usw. zieht, anstatt durch irgendwelche "Fans" und Follower.
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