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Irland

Bisexueller Olympia-Teilnehmer in Dublin attackiert

Jack Woolley ist in seinem Heimatland brutal zusammengeschlagen worden. Ein LGBTI-feindlicher Hintergrund liegt offenbar nicht vor.


Jack Woolley veröffentlichte dieses Bild nach der Attacke (Bild: Instagram / jack_woolley_tkd)

Der bisexuelle Taekwondo-Sportler Jack Woolley, der dieses Jahr als erster Ire in dieser Sportart an den Olympischen Spielen teilnahm, ist am Freitagabend brutal von einer Gruppe Personen in Dublin zusammengeschlagen worden. Der aus Tallaght, einer Vorstadt Dublins, stammende Sportler veröffentlichte am Samstag Bilder seiner Verletzungen, die ihn blutüberströmt mit Gesichtsverletzungen zeigten.

Wooley erklärte, er sei mit Freunden in Dublin unterwegs gewesen. Als er danach am Fluss Liffey entlang gelaufen sei, habe eine Gruppe von acht bis zwölf Frauen und Männern ohne Vorwarnung auf der Straße beliebige Menschen attackiert. Die Täter*innen seien zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen. "Leider war ich einer der Opfer dieser Attacken. Als ich vorbeigelaufen bin, hat mich eine Person aus dieser Gruppe ins Gesicht geschlagen", so Wooley. "Nach dem Schlag folgte die Aussage: 'Mein Fehler, falsche Person.' Dann sind sie weiter die Straße hinuntergelaufen und haben mehr unbeteiligte Leute attackiert." Wooley erklärte weiter, er habe sein Bewusstsein nicht verloren und einen Krankenwagen rufen können.


Dieses Bild entstand nur Minuten vor der Attacke (Bild: Instagram)

Wegen seiner Gesichtsverletzungen habe er sich laut "Irish Times" am Sonntag einer Operation unterziehen müssen. Die Polizei ermittle, wer hinter den Attacke stecke. Man habe aber bislang noch niemanden festgenommen.

Woolley hatte sich bereits 2016 im Alter von 17 Jahren in der Dokumentation "Road to Rio" des irischen Senders RTÉ als bisexuell geoutet. 2020 sagte er aber der irischen Sportseite "Extra", dass er das Coming-out bereue, weil er nicht als "schwuler Athlet", sondern als "Junge aus Tallaght" bekannt sein wolle. Außerdem habe das Coming-out Auswirkungen auf seinen Sport gehabt – so hätten ihn einige seiner Gegner wegen seiner sexuellen Orientierung den Handschlag verweigert. (cw)



#1 swimniAnonym
  • 16.08.2021, 17:06h
  • wünsche schnelle gute besserung - hätte auch schlimmer ausgehen können - was treibt solche gewalttäterInnen nur an?
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#2 SabanAnonym
  • 16.08.2021, 18:47h
  • It was not a homofobic attack. Many people on that boardwalk were attacked for no reason.
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#3 HugogeraldAnonym
  • 17.08.2021, 08:51h
  • Antwort auf #2 von Saban
  • Genau das was Sie hier schreiben ist der Grund warum viele Opfer nicht zur Polizei gehen. Mein Fall wurde auch in einer österreichischen Tageszeitung heruntergespielt.
    Leute (wie Sie, und der Journalist, der nie mit mir gesprochen hat) die nicht dabei waren, nichts darüber wissen glauben sich dazu äußern zu müssen. Warum tun Sie das eigentlich??
    (Einen Monat danach habe ich noch immer Lungenprobleme und Schmerzen in der Hand)
    Lassen Sie es doch lieber einmal mehr eine schwulenfeindliche Attacke sein als einmal zu wenig.
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#4 canadianSarahAnonym