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Berlin

LSU distanziert sich von homophober CDU-Kampagne

Bis heute macht die CDU Berlin in sozialen Medien Stimmung gegen LGBTI-Aufklärung an Schulen. Die LSU behauptet aber, die Mutterpartei setze sich in Wirklichkeit "seit Jahren für Akzeptanz und Toleranz von queeren Menschen ein".


Die LSU behauptet, die CDU bedaure eine homophobe Kampagne, die bis heute online ist (Bild: LSU Berlin)

Der Berliner Landesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) hat am Montag nach Gesprächen mit dem CDU-Landesverband Stellung zu einer homophoben Kampagne der Christdemokrat*innen im Landes-Wahlkampf genommen. Demnach sei eine in Social-Media-Einträgen getroffene Aussage zur LGBTI-Politik "missverständlich und wir möchten uns davon distanzieren".

Anlass ist, dass die CDU in einer Online-Kampagne zur Schulpolitik die Förderung "sexueller Vielfalt" an Berliner Schulen ablehnt. In einer Grafik, die nach wie vor auf Twitter, Facebook und Instagram online ist, kritisieren die Christdemokrat*innen eine entsprechende Position der Grünen und fordern stattdessen im AfD-Jargon: "Keine ideologischen Experimente mit Kindern" (queer.de berichtete).


Die CDU kritisiert die Grünen, weil sie sich für LGBTI-Akzeptanz an Berliner Schulen aussprechen

Der LSU-Landesvorstand behauptet, die Hauptstadt-CDU trete jedoch genau für das Gegenteil dessen ein, was sie in ihrer Kampagne sagt: "Selbstverständlich sind uns sexuelle Vielfalt und Aufklärung in Schulen und Kitas wichtig und werden durch die LSU Berlin und aber auch die CDU Berlin seit Jahren im Rahmen der Initiative sexuelle Vielfalt (ISV) unterstützt." Die ISV geht auf den von Rot-Rot 2009 beschlossenen Aktionsplan gegen LGBTI-Feindlichkeit zurück. Sie wurde 2018 – offenbar ohne Wissen der LSU – weiterentwickelt und heißt seither Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) – die Namensänderung sollte klarstellen, dass auch geschlechtliche Vielfalt ein Thema sei (queer.de berichtete).

Außerdem verteidigt die LSU ihren Spitzenkandidaten Kai Wegner: "Gerade Kai Wegner setzt sich seit Jahren für Akzeptanz und Toleranz von queeren Menschen ein." Die LSU Berlin und die CDU Berlin bedauerten "diesen missverständlichen Post". Allerdings verrät die LSU nicht, warum der Post bis heute auf mehreren Plattformen online ist.

Die LSU verweist in ihrem Kommentar zudem auf den "Berlin-Plan", also das Wahlprogramm der CDU. Dort sei ein Bekenntnis zu "Akzeptanz und Toleranz für queere Lebensweisen" enthalten. Tatsächlich heißt es darin: "In unserer Stadt ist kein Platz für Homophobie, Intoleranz und Hass. Die Maßnahmen des Landes im Kampf gegen Diskriminierung werden wir fortführen und weiterentwickeln".

Aus aktuellem Anlass einer missverständlichen Aussage der CDU Berlin in einem Social Media Posting letzte Woche möchte...

Posted by LSU Berlin on Monday, August 16, 2021
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Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 26. September, parallel zur Bundestagwahl, statt. Laut einer kürzlich veröffentlichten repräsentativen Forsa-Umfrage kämen SPD und Grüne derzeit auf 21 Prozent der Stimmen, die CDU auf 17 Prozent, die Linke auf 14 Prozent, die AfD auf zehn Prozent und die FDP auf sieben Prozent.



#1 SöderAnonym
#2 KaiJAnonym
#3 zundermxeAnonym
  • 17.08.2021, 12:06h
  • Antwort auf #1 von Söder
  • Falls du dieses Plakat und die Stellungnahme der LSU meinst, da zerreißt sich aber auch rein gar nichts innerhalb der cdu.
    Dafür sind wir für die viel zu sehr Randthema. Ganz zu schweigen von ihrer desastroesen Realpolitik bezüglich queerer Rechte und Gleichstellung.
    Die LSU versucht lediglich mal wieder Kosmetik zu betreiben und aus eins plus eins eins zu machen ohne irgendwelche realen Konsequenzen auch nur zu fordern oder Erklärung und Entschuldigung als minimalst angemessene Reaktion für nötig zu befinden.

    Überdies hat dieses Plakat eine sehr verwunderliche inhaltlich wie äußerliche Deckungsgleichheit zu den Plakaten, die wir bereits im Straßenbild sehen dürfen und die gezielt Hetze und Lügen über sogenannte grüne Politik verbreiten.
    Das von der Partei, die die belegbar wahren Aussagen des zurück gezogenen spd-Spots als schmutzigen Wahlkampf diffamieren.
    Wer diese zumindest punktuellen Parallelen zur afd nicht erkennen will, braucht schon eine ganz große christlich-konservative Brille.
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#4 Ith_Anonym
  • 17.08.2021, 12:27h
  • Antwort auf #3 von zundermxe
  • Oh, wieder so ein Baustein aus der "die Grünen sind böse"-Kampagne.

    "Dafür sind wir für die viel zu sehr Randthema."

    In gewissem Sinne vielleicht, sofern "gut genug, um mit der Ablehnung dagegen Stimmen am rechten Rand zu fischen" das ist, was man unter "Randthema" versteht. Wäre bloß nett, wenn die LSU sich nicht als Vermittlerinstanz hinstellen würde, sich dann von den Rechten weg zu uns dreht und erklärt, dass das ja alles gar nicht so gemeint sei. Doch, ist es. Wer sich davon distanzieren will, der*dem steht es jederzeit frei, die Partei zu wechseln.
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#5 N8EngelProfil
  • 17.08.2021, 12:56hWenden
  • Das Problem ist, das so lange es nicht der letzte begriffen hat, das LGBTI* eine völlig normale Spielart der Natur sind, wird es verlezte und auch tote LGBTI* geben. Nun haben wir eine Partei, die Wahlkampf damit macht die Aufklärung hierüber als Ideologie verbieten zu wollen. Ergo: sie wollen nicht, das es weniger Verletzte und Tote LGBTI* gibt. Offensichtlich zählen für sie und andere Parteien LGBTI* nicht als Menschen. Und dann kommt die LSU die mit dem Einhornspray und erklären das sei gar nicht so. Tut mir leid, Leute, entweder seht ihr der Wahrheit ins Aug, das ihr das Blut jedes Opfers mit an den Händen klebt, oder räumt in eurem Verein auf, das solche Hasspostings für eine Partei, die sich demokratisch nennt, nicht gehen.
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#6 audeasAnonym
#7 so issesAnonym
#8 Svetlana LAnonym
  • 17.08.2021, 13:48h
  • Oh yes, die setzen sich sooooo viel dafür ein, dass denen glatt entgangen ist, dass die ISV jetzt schon eine ganze Weile IGSV heißt.

    Und außerdem: Was soll an dem Post eigentlich missverständlich sein?
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#9 TimonAnonym
  • 17.08.2021, 14:49h
  • Wenn die da Mitglied sein wollen okay. Aber verarschen braucht die LSU uns dann nicht auch noch.
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#10 Ith_Anonym
  • 17.08.2021, 15:46h
  • Antwort auf #5 von N8Engel
  • Ich hab gar keinen Bedarf, normal bzw. eine "normale Spielart der Natur" zu sein, aber mein trans*-Sein gehört definitiv nicht zu den Dingen, die mich zum Freak machen.
    Ist bloß dasjenige, wofür Nazis, Feminist*innen und Männerrechtler mich am meisten ausgrenzen bis hassen und in den "da ist der Feind, den wir für euch bekämpfen"-Schaukasten stellen. Was echt nervig ist, weil dieses transfeindliche Dauerfeuer von der gesamten Gesellschaft bis in diverse Subkulturen hinein mich davon abhält, mich auf mein Freaksein zu konzentrieren.
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