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Berlin

Ufa-Chef Nico Hofmann mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Der offen schwule Produzent und Regisseur darf auch die höchste zivile Auszeichnung Deutschlands in seinen prall gefüllten Trophäenschrank legen.


Berlins Regierungschef Michael Müller (li.) übergab die Auszeichnung an Nico Hofmann (Bild: Ufa GmbH)
  • 18. August 2021, 13:36h, noch kein Kommentar

Nico Hofmann hat am Montag im Roten Rathaus Berlin vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Verdienstkreuz am Bande erhalten. Müller lobte den Chef des in Potsdam-Babelsberg ansässigen Filmunternehmens Ufa als "einen der wichtigen deutschen Filmproduzenten, der sich beruflich mit seiner cineastischen Arbeit und persönlich als Bürger für unsere Gesellschaft engagiert". Gerade in der Bundeshauptstadt spiele sein Schaffen immer wieder eine zentrale Rolle. "Viele von Hofmanns erfolgreichen TV- und Filmproduktionen spielen in Berlin. Denken wir an 'Bornholmer Straße' an 'Ku'damm 56' oder an die großartige Serie über die Charité. Hofmann setzt sich für Berlin als Filmmetropole ein, vor allem durch seinen Einsatz für die Nachwuchsförderung."

Hofmann bedankte sich dafür, dass er diese Auszeichnung "in meiner geliebten Stadt Berlin" entgegennehmen dürfe. "Das Bundesverdienstkreuz sehe ich als Ansporn, so wie ich die Metropole Berlin in ihrer ganzen Dynamik erlebe: eine Stadt, die sich immer wieder neu erfindet", so der 61-Jährige weiter.

Bereits zuvor ist Hofmann mit unzähligen Preisen ausgezeichnet worden – etwa mit dem Adolf-Grimme-Preis (für "Der Sandmann"), dem Deutschen Filmpreis (für "Der Junge muss an die frische Luft") und zwei Mal mit dem internationalen Emmy (für "Unsere Väter – unsere Mütter" und "Deutschland '83"). Zu Hofmanns aktuellen Produktionen zählen "Der große Fake – Die Wirecard Story" und "Angela Merkel – Frau Bundeskanzlerin" (beide bei TVNOW erhältlich).

Seit 2017 ist Hofmann alleiniger Vorstandsvorsitzender (CEO) der Ufa-Gruppe. In dieser Position engagiert sich der offen schwule Produzent auch für mehr queere Rollen in TV und Film (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr riet er schwulen Schauspielern und lesbischen Schauspielerinnen zum Coming-out: "Man kann nur glücklich sein, wenn man zu seiner Sexualität steht und nicht ein falsches Leben aufrecht erhält", so Hofmann in einem Interview (queer.de berichtete). (dk)