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Neue Autobiografie

Billie Jean King hat heimlich geheiratet

Die wohl beste Tennisspielerin aller Zeiten verrät in ihrer Autobiografie, dass sie bereits vor Jahren ihrer langjährigen Freundin das Ja-Wort gegeben hat.


Billie Jean King (re.) und Ilana Kloss als Zuschauerinnen beim Tennisturnier in Wimbledon – dort hatte King sechs Mal im Einzel gewonnen, zehn Mal im Doppel und vier Mal im Mixed-Wettbewerb (Bild: Instagram / Billie Jean King)

  • 18. August 2021, 16:43h, noch kein Kommentar

Die 77-jährige Tennislegende Billie Jean King hat in ihrer neuen Autobiografie verraten, dass sie 2018 heimlich ihre langjährige Freundin Ilana Kloss geheiratet hat. Im Buch "All In", das am Dienstag auf Englisch veröffentlicht wurde, spricht die 20-fache Wimbledon-Siegerin offen über ihre mehr als 40 Jahre andauernde Liebesbeziehung mit der Südafrikanerin Kloss, die ebenfalls jahrelang Tennis-Profi war.

Freund*innen hätten das Paar seit Jahren gedrängt, den Bund fürs Leben zu schließen, darunter auch Elton John. Der Sänger habe sogar angeboten, bei der Hochzeit zu performen. Das Paar zog jedoch eine private Feier vor.

Twitter / BillieJeanKing | Ihr Buch stellte King in vielen Talkshows vor

Die Zeremonie habe am 18. Oktober 2018 in der Upper East Side von Manhattan stattgefunden – in der Wohnung des Kommunalpolitikers David Dinkins, der von 1990 bis 1993 Bürgermeister von New York City war. Neben den beiden Bräuten sei nur Dinkins, dessen Ehefrau und ein Berater anwesend gewesen.

Dinkins, der im November 2020 verstorben ist, war der erste afroamerikanische Bürgermeister der Metropole und ein großer Unterstützer der LGBTI-Community – so boykottierte er etwa die traditionelle St. Patrick's Day Parade, weil queere Menschen nicht offen teilnehmen durften. Erst Bill de Blasio setzte 2014 den Boykott fort, woraufhin die Veranstalter*innen die Diskriminierung beendeten (queer.de berichtete).

Mit Jeans und Jogginghose geheiratet

In ihrem Buch gibt King mehr Details zu ihrer Hochzeit: "Niemand hat Reis geworfen oder Hochzeitstorten in das Gesicht der anderen gestopft. Eine der Bräute trug Jeans und einen liebenswerten roten Schal, die andere hatte ein schwarzes Hemd an, einen bequemen Jogginganzug und Perlen – ha! – ein persönlicher Hauch von Glamour, über den mich Ilana immer noch aufzieht." Nicht einmal enge Freund*innen hätten von der Hochzeit gewusst – bis zur Veröffentlichung der Autobiografie. Auf diese Weise, so King, hätten sie und ihre Frau etwas gehabt, "das nur uns beiden gehörte". King weiter: "So viel in unserem Leben war schließlich öffentlich."

Die 1943 in Kalifornien geborene Billie Jean King wird von vielen Expert*innen als beste Tennisspielerin aller Zeiten bezeichnet. Sie hatte sich außerdem Anfang der Achtzigerjahre als erster Profi in ihrem Sport als lesbisch geoutet. King engagierte sich nicht nur für LGBTI-Rechte, sondern insbesondere auch dafür, dass Tennisspielerinnen gleich bezahlt werden wie ihre männlichen Kollegen. Ihr spektakulärer Schaukampf gegen Tennisspieler Bobby Riggs wurde vor wenigen Jahren in "Battle of the Sexes" verfilmt. (dk)