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Polizeibericht

Berlin: Mann homophob beleidigt und beraubt

Nach dem Angriff vor einer Bar in Prenzlauer Berg konnte die Polizei die beiden mutmaßlichen Täter festnehmen.


Symbolbild: Die Polizei im Einsatz (Bild: René Mentschke / flickr)

Polizeieinsatzkräfte nahmen am Sonntagmorgen in Prenzlauer Berg zwei Männer nach einem Raub fest. Wie die Hauptstadtpolizei am Sonntag meldete, habe ersten Erkenntnissen zufolge ein 28-Jähriger gegen 4.45 Uhr eine Bar in der Eberswalder Straße verlassen, wo ihn zwei 18-jährige Männer zuvor bedrängt und homophob beleidigt haben sollen.

Im weiteren Verlauf sollen die beiden Gleichaltrigen auf den jungen Mann eingeschlagen und ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Anschließend soll das Duo zudem versucht haben, dem Mann die Handtasche zu entreißen. Als dies misslang, soll einer der mutmaßlichen Täter das Handy aus der Tasche des Angegriffenen gestohlen und ihn bedroht haben.

Eine aufmerksame Passantin, die den Vorfall beobachtete, sei dann zum nahegelegenen Polizeiabschnitt geeilt und habe den Vorfall gemedeldet. Die alarmierten Beamtinnen und Beamten nahmen die Tatverdächtigen schließlich noch vor Ort fest. Das bei der Durchsuchung der Festgenommenen gefundene Mobiltelefon wurde zur Klärung der Eigentumsverhältnisse sichergestellt, das gefundene Pfefferspray beschlagnahmt.

Angegriffener erlitt Gesichtsverletzung

Der attackierte junge Mann erlitt leichte Gesichtsverletzungen, die im Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten, so die Polizei. Die mutmaßlichen Räuber seien für eine Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht worden und dann nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung bei einem der Männer wieder freigelassen worden.

Weitere Angaben zu den Beteiligten machte der Polizeibericht wie bei Erstmeldungen üblich nicht. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen wegen schweren Raubes führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt, der unter anderem bei vermuteter Hasskriminalität zuständig ist.

Die Berliner Polizei macht mögliche Gewalttaten aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 swimniAnonym
  • 22.08.2021, 22:51h
  • interessant.
    ein kippaträger wird im gescht verletzt --zurecht überall in den medien.

    schwule im gesicht verletzt, homophober akt

    nur bei queer lesbar..

    beide gehören der kategoerie ex-holocaustopfer an.

    alltag in der brd
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#2 userer
  • 23.08.2021, 10:52h
  • Antwort auf #1 von swimni
  • Danke. Meine Beobachtung seit Jahren - ohne jede Opferhierarchie. Alle Angriffe auf LGBT*IQ oder aus ethnischen, religiösen, misogynen usw. Gründen sind anzuprangern. Aber LGBT*IQ-Opfer strukturell totzuschweigen, wie es passiert, hat Methode.
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#3 VerteidigerAnonym
  • 23.08.2021, 16:44h
  • Antwort auf #2 von userer
  • So ist es wiedermal, wie seit Jahren schon...

    LSBTI feindliche Straftaten werden entweder in den meisten Bundesländern von der Polizei nicht einmal in den öffentlich einsehbaren Polizeiberichten kenntlich gemacht (Ausnahme: Berlin) oder wenn Sie dann doch bekannt werden, allenfalls auf paar LSBTI Portalen berichtet. Ansonsten nur im Ausnahmefall, da muss man als homosexuelles Opfer schon fast gestorben sein, um mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. So ist das in Deutschland seit Jahren und politisch nach meiner Meinung auch so leider gewollt...kein Wunder, daß sich viele Opfer in Deutschland im Stich gelassen fühlen.
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#4 dellbronx51069Anonym
#5 HugogeraldAnonym