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Fußball

Hitzlsperger: Viel Zuspruch bei Coming-out in Bundesliga

Der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger sieht eine Weiterentwicklung in der Gesellschaft. Ein offen schwuler Fußballprofi hätte heute wenig zu befürchten, so der VfB-Chef.


Thomas Hitzlsperger hatte sich Anfang 2014 nach seinem Karriereende als erster prominenter deutscher Fußballprofi als schwul geoutet (Bild: Carsten Kobow / DFB-Stiftung Sepp Herberger)

Der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger rechnet mit viel Zuspruch, sollte sich ein aktiver Fußballprofi als homosexuell outen. "Ich würde mich arg täuschen, wenn es viel Kritik gäbe", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten VfB Stuttgart im Podcast "Die Schulstunde" des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Er habe ähnliche Erfahrungen bei seinem eigenen Coming-out nach dem Karriereende gemacht. Er habe den Schritt damals auch gemacht, um zu zeigen, dass Homosexualität und Fußball kein Widerspruch seien. "Das war hilfreich für mich persönlich und es hat anderen geholfen", sagte der 39-Jährige.

Hitzlsperger sieht eine Weiterentwicklung in der Gesellschaft. "Die Diskussion bei der abgelaufenen Europameisterschaft – wo wir ganz, ganz viele Regenbogenflaggen gesehen haben und das Einwerben von Toleranz und Akzeptanz – war schon echt bemerkenswert", so der frühere Mittelfeldspieler.

Nach Coming-out Karriere als Fußballfunktionär

Thomas Hitzlsperger lief zwischen 2004 und 2010 insgesamt 52 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf. Seine größten Erfolge waren der dritte Platz bei der WM 2006 und die Vizeeuropameisterschaft 2008. Mit dem VfB Stuttgart wurde er 2007 Deutscher Meister.

Anfang 2014 outete er sch nach dem Ende seiner sportlichen Karriere als schwul (queer.de berichtete). Seither hat der gebürtige Münchner eine Karriere als Fußballfunktionär gestartet. Seit fast zwei Jahren ist er VfB-Vorstandsvorsitzender (queer.de berichtete).

Für seinen Einsatz als Botschafter für Vielfalt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), im Verein "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland", im Projekt "Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und Sexismus" sowie für Township-Kinder in Südafrika wurde er im vergangenen Jahr von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (queer.de berichtete). (cw/dpa)



#1 Felix-baerlinAnonym
  • 23.08.2021, 10:14h
  • Da macht es sich einer einfach. Erst spät sein Coming-out haben und nichts zu befürchten, sondern fleißig an der eigenen Karriere bastelnd und jetzt so eine Äußerung. Das ist aktiven queeren Spielern gegenüber ziemlich arrogant und er setzt sie zusätzlich unter Druck. Dabei kennen wir alle die homophonen Fangesänge und einzelne Schwarze Spieler haben so oft rassistische Ausfälle zu ertragen.
    Aber hier sitzt einer, fett im Geschäft und dick von der queeren Community supported und meint wieder den Druck zu erhöhen. Nicht verstanden hat er zudem, dass es generell noch viel gegen Sexismus im Fußball zu tun gibt, der wichtigsten Ursache von Homo- und Transfeindlichkeit. Da höre ich nichts von everybodys gay darling. Schäm dich!
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#2 BlackCatProfil
  • 23.08.2021, 12:50hNürnberg
  • Ob es Hitzlsperger sich einfach macht, sei mal dahingestellt. Ob sich ein schwuler Profi davon unter Druck setzen lässt, hängt ja wohl auch davon ab, wie der einzelne damit umgeht.
    Denke nicht, dass Schwarzweißmalerei der Sache dient. Jeder Beitrag, der zur positiven Darstellung der Community dient, hat seinen Sinn.
    Wenn ich allerdings an das sexistisch-homophobe Geplaerre sogenannter Fans in den Stadien denke, habe ich durchaus Zweifel, dass ein Outing eines aktiven Profis Sinn macht.
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#3 StevenCarringzonAnonym