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Toleranzkampagne

GZSZ hat #NichtsGegenHeteros

Die älteste und beliebteste Daily Soap Deutschlands mit mit einer Social-Media-Kampagne gegen Homosexuellenfeindlichkeit vorgehen.


Die GZSZ-Schauspieler*innen Jan Kittmann, Lennart Borchert, Olivia Marei, Ulrike Frank (v.l.n.r.) und andere wirken an der Kampagne mit (Bild: RTL)

Die Seifenoper "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" hat eine Kampagne gegen Homophobie gestartet. Dabei wollen die Macher*innen Klischees, Vorurteile und Beleidigungen, mit denen sich Schwule und Lesben tagtäglich konfrontiert sehen, ins Gegenteil umdrehen, "um sie so mit einem Augenzwinkern ad absurdum zu führen", teilte RTL mit. Sprüche wie "Ich hab ja nichts gegen Heteros, aber müssen die jetzt auch Kinder adoptieren" werden dabei von Schauspieler*innen der Serie eingesprochen und in sozialen Netzwerken als Videos veröffentlicht.

"Die Idee kam mit der aktuellen Geschichte bei GZSZ, um auf Homophobie aufmerksam zu machen", erklärte Alexander Möllmann, der die Kampagne mit dem Team der GZSZ-Online-Redaktion konzipiert und geschaffen hat. "Beleidigungen wie 'Ich hab nichts gegen Schwule, so lange sie mich in Ruhe lassen' kann man ja beinahe täglich lesen. Durch die Umkehr wollen wir zeigen, wie verletzend, absurd und übergriffig solche Formulierungen sind."

Im letzten Monat hatte GZSZ das Thema Homophobie behandelt: In einer Folge wurde Moritz (Lennart Borchert), der schwule Sohn von Yvonne und Michael, von zwei Männern brutal zusammengeschlagen (queer.de berichtete).

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" startete 1992 als erste Daily Soap Deutschlands im RTL-Vorabendprogramm. Die Reihe, von der bereits mehr als 7.300 Episoden ausgestrahlt worden sind, ist für den Kölner Sender wegen niedriger Produktionskosten und hoher Einschaltquoten ein Goldesel.

Bereits mehrfach gab es bei GZSZ queere Handlungsstränge: 2019 sorgte etwa ein gleichgeschlechtlicher Kuss von Stefan (Marcus Staiger) für Aufregung (queer.de berichtete). Im gleichen Jahr provozierte Tuner (Thomas Drechsel) einen homophoben Ausbruch des rechtsextremen Beikochs Lars (Timon Ballenberger), damit John (Felix von Jascheroff) diesen endlich legal feuern kann (queer.de berichtete). Moritz hatte sich im vergangenen Sommer in der Serie geoutet (queer.de berichtete).

GZSZ wird wochentäglich um 19.40 Uhr bei RTL gezeigt. TVNOW-Abonnent*innen können die Folgen bereits vor der Ausstrahlung streamen. (dk)



#1 LegatProfil
  • 23.08.2021, 13:58hFrankfurt am Main
  • Ironie funktioniert im Internet nicht und daher kann das leicht daneben gehen. #nichtsgegenheteros kann auch als "Anti-Woke" Statement gelesen werden, so wie z.B. #straightpride oder auch #alllivesmatter. Letztere beiden sind zur Denunzierung berechtigter Minderheiteninteressen von Anfang an gedacht gewesen. Doch auch wenn #nichtsgegenheteros als Kampagne gegen Homophobie gedacht ist, wird es von vielen genau umgekehrt gelesen werden und entsprechende Leute im Internet, werden diese falsche Lesart auch noch befeuern.
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#2 Ith_Anonym
  • 23.08.2021, 22:23h
  • Wird jetzt niemanden überraschen, dass ich Spaß an solchen Aktionen habe :D

    Gibt auf Youtube ja auch einiges in der Richtung, ist meistens recht lustig.
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