Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39796

Nach Machtübernahme der Taliban

Flüchtlingszentren fordern Aufnahme queerer Menschen aus Afghanistan

Die psychosozialen Flüchtlingszentren in Deutschland setzen sich für die Aufnahme verfolgter queerer Afghan*innen ein. Die bekannteste deutsch Feministin fordert dagegen einen generellen Aufnahmestopp für Männer.


Viele queere Menschen in Afghanistan fürchten derzeit um ihr Leben (Bild: flickr / brx0 / by 2.0)

Der Dachverband "Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer" (BafF) fordert anlässlich der aktuellen Entwicklungen in Afghanistan die "Evakuierung von Personen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen und/oder sexuellen Identität mit Gewalt und dem Tod rechnen müssen, etwa in Form von Kontingentlösungen". Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der BafF, des queeren Beratungszentrums Rosa Strippe und der Schwulenberatung Berlin hervor. Außerdem müssten trotz der Machtübernahme der Taliban Wege gefunden werden, Akteur*innen vor Ort zu unterstützen.

Die Organisationen beklagen, dass queere Menschen bei internationalen Hilfs- und Kooperationsmaßnahmen in den letzten beiden Jahrzehnten "ausgeblendet" worden seien. Dies habe in der Krisensituation schlimme Folgen: "Jene Menschen, die sich in Afghanistan für LSBTIQ*-Rechte einsetzen, sind bei den aktuellen Evakuierungsversuchen und damit für die politischen Entscheidungsträger*innen unsichtbar."

Seit der Machtübernahme der Taliban sind LSBITQ*-Personen besonders gefährdet. Diese Menschen müssen JETZT geschützt...

Posted by BAfF e.V. on Friday, August 20, 2021
Facebook / BAfF e.V.
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

"Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in Afghanistan sind massiver LSBTI-feindlicher und geschlechtsspezifischer Verfolgung ausgesetzt. Sie erleben sexualisierte Gewalt, Folter, Zwangsheirat, Konversionsversuche, aber auch die Verweigerung von Schutz und medizinischer Versorgung", erklärte Alva Träbert von der Rosa Strippe. Stephan Jäkel von der Schwulenberatung Berlin forderte, dass queere Menschen aus Afghanistan "jetzt Schutz und Asyl in Städten finden, in denen es staatliche Verfahren und Community-Angebote gibt, die die Ressourcen und Kompetenz haben, Unterstützung mit adäquaten und sensiblen Angeboten zu leisten".

Alice Schwarzer fordert Aufnahmestopp für Männer

Allerdings gibt es anlässlich der Frauenfeindlichkeit der Taliban unter Feminist*innen auch Forderungen, sich bei der Asylpolitik auf Frauen zu konzentrieren – und queere Männer damit ihrem Schicksal zu überlassen. Bereits vor einer Woche forderte etwa Deutschlands führende Feministin Alice Schwarzer: "Denn da Deutschland eh nicht alle Menschen aus der nächsten Flüchtlingswelle Schutz geben kann, sollte es sich auf die Afghaninnen beschränken. Denn die sind in der höchsten Not." Die 78-Jährige warnte pauschal vor der Aufnahme von Männern, da sich unter ihnen Terroristen befinden könnten. (dk)



#1 userer
  • 23.08.2021, 16:55h
  • Abgesehen davon, dass Schwarzers Äußerung und Haltung zutiefst unehtisch ist, gefällt sie sich offenbar in Mythenbildung. Es ist unstrittig, dass es auch weibliche Terroristinnen gibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SonjaAnonym
  • 23.08.2021, 18:06h
  • Wie konkret soll das umgesetzt werden?
    Wie konkret sollen sie aus Afghanistan raus kommen?
    Sobald sie sich outen sind sie tot.
    Was haben die Verbände die letzten 20 Jahre in der Richtung getan?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SamsonAnonym
  • 23.08.2021, 18:47h
  • Antwort auf #2 von Sonja
  • Wie soll das gehen konkret nur Frauen Asyl zu gewähren. Die Menschenrechte sehen nicht nur Asyl für Frauen vor. Frau Schwarzer agiert hier diskriminierend und nicht menschenrechtskonform!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 KonkretAnonym
  • 23.08.2021, 18:50h
  • Antwort auf #2 von Sonja
  • Konkret: Die Verbände organisieren separate Unterkünfte für queere Flüchtlinge. Sammeln Spenden, organisieren Hilfen und stellen politische Forderungen, damit die Situation queerer Flüchtlinge nicht völlig vergessen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 dellbronx51069Anonym
  • 23.08.2021, 18:59h
  • Dazu eine Anekdote eines Bekannten der bei der freiwilligen Feuerwehr im oberbergischen Land arbeitet. Vor einigen Jahren war während eines Sturmes ein Baum auf das Haus von Frau Schwarzer gefallen. Als die Feuerwehr anrückte meinte sie , es dürfe nur ein Mann ins Haus. Darauf hin meinte der Zugführer, sie könne den Baum auch gerne alleine aus dem Dach ziehen. Es gebe woanders auch noch viel zu tun. Wie die Arbeit zu tun sei solle man doch bitte der Feuerwehr überlassen. Danach war das dann wohl kein Problem mehr. Nur soviel dazu.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Taemin
  • 23.08.2021, 21:26h
  • Frau Schwarzer kenne ich nicht, aber was sie sagt darf ich gender profiling nennen. Ein Teil der Persönlichkeit soll genügen, dass Verdacht begründet wird, jemand hat Verbrechen begangen oder wird Verbrechen begehen. Was ist das anders als racial profiling? Hat Frau Schwarzer je erlebt, wie das umgesetzt wird? racial profiling habe ich schon erlebt. Bestes Beispiel war 2018 Polizeikontrolle in einem Reisebus in süddeutscher Großstadt. Polizei kommt herein, lässt sich Buspapiere des Fahrers zeigen. Dann geht ein Polizist durch den Bus und kontrolliert drei Menschen und nimmt ihnen den Ausweis ab. Dame mit Vorfahren offensichtlich aus mitten in Afrika. Junger Mann mit Vorfahren offensichtlich aus Indien. Und ich, vielleicht verdächtig als chinesischer Spion oder als Reinkarnation von Dschingis Khan. Also drei ganz gefährliche Leute. Alle anderen Fahrgäste bleiben verschont. Warum? Weil sie aussehen wie Enkelkinder von Siegfried Drachentöter. Ausweise wurden lang, lang, lang geprüft. In dem Polizeiauto war ein Gerät, das ich nicht genau sehen konnte, und telefoniert wurde auch noch. Endlich bekamen wir unsere Ausweise zurück. Mit einem Blick, den ich nicht vergessen habe, der sagt: Dies Mal lassen wir Dich laufen, aber irgend wann kriegen wir Dich. Frau Schwarzer hätte gern, dass so etwas in Zukunft nicht nur an der Hautfarbe sich entscheiden soll und an der Form der Augenlider, sondern am Geschlecht. Da muss die Polizei aber viele Frauen wie Frau Schwarzer einstellen, wenn sie diese Arbeit erledigen will. Warum werden nicht gleich alle Männer zur Sicherheit eingesperrt? Oder soll es gehen wie mit den Schwarzen in den USA, die als Kinder den Satz lernen, mit dem sie sich bei einer Kontrolle der Polizei vorstellen? Umgeschrieben für Männer? Dass ich dann sage: Ich bin harmloser Tae Min, nicht böser Terr Orist, ich bin unbewaffnet, ich will kein Verbrechen begehen, vor allem keine Frau und schon gar nicht Frau Schwarzer vergewaltigen! Wie viel Opium raucht Frau Schwarzer, dass sie so viel dummes Zeug redet?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 N8EngelProfil
  • 23.08.2021, 22:25hWenden
  • Antwort auf #6 von Taemin
  • Was von der Aussage von Frau Schwarzer zu halten ist, merkt man spätestens, wenn man bedenkt, das sie sich bereits mehrfach als TERF geoutet hat, wie auch Queer.de bereits berichtete.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 audeasAnonym
  • 24.08.2021, 09:22h
  • Antwort auf #6 von Taemin
  • Es ist gleichzeitig auch racial profiling, da sie sich des rassistischen Narratives des "aggressiven-kriminellen-muslimischen-Mannes" bedient. Schutzsuchende Männer werden zu Tätern gemacht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KölnfischAnonym
  • 24.08.2021, 18:51h
  • Die monothematisch veranlagte Frau Alice Schwarzer hat erreicht, wonach es sie so sehr dürstet: Mediale Aufmerksamkeit!
    Ist die Emma-Auflage gesunken oder hat Frau Schwarzer ein neues Buch geschrieben?
    Oder vielleicht beides?
  • Antworten » | Direktlink »