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Tokio

Mindestens 28 queere Athlet*innen bei den Paralympischen Spielen

Bei der am Dienstag startenden Para-Olympiade mischen viele queere Sportler*innen mit. Darunter befindet sich auch eine deutsche Rollstuhlbasketballerin, die bei der Eröffnungsfeier die schwarz-rot-goldene Fahne tragen darf.


Mareike Miller ist die einzige queere deutsche Teilnehmende bei den Para-Spielen (Bild: Instagram / Mareike Miller)

  • 23. August 2021, 16:40h, noch kein Kommentar

Bei den Paralympischen Spielen in Tokio werden laut "Outsports" mindestens 28 offen queere Athlet*innen um Medaillen kämpfen. Vor fünf Jahren hatte "Outsports" nur 18 queere Sportler*innen bei den Spielen von Rio gezählt. Insgesamt treten dieses Jahr mehr als 4.500 Wettkämpfer*innen gegeneinander an.

Fast 40 Prozent der Teilnehmenden sind im Rollstuhlbasketball aktiv. Darunter befindet sich auch die einzige offen queere deutsche Teilnehmerin Mareike Miller, die bereits ein Mal paralympisches Gold (2012) und einmal Silber (2016) gewonnen hatte.

Die 31-jährige Spielerin des Hamburger Vereins BG Baskets ist Kapitänin des Rollstuhlbasketballteams der Frauen. Die Spielerinnen müssen es in der Vorrunde mit Vize-Weltmeister Großbritannien sowie Kanada, Australien und Gastgeber Japan aufnehmen.

Am Montag gab das deutsche Team zudem bekannt, dass Miller bei der Eröffnungsfeier am Dienstag an der Seite von Radsportler Michael Teuber das deutsche Team mit der Flagge in der Hand ins Olympiastadion von Tokio führen wird. Miller bezeichnete es als Ehre, Fahnenträgerin zu sein. Die Eröffnungszeremonie wird live im Ersten übertragen (ab 12.50 Uhr).

Nur ein Mann im Team LGBTI

Insgesamt befindet sich unter den 28 queeren Athlet*innen nur ein Mann – der britische Para-Dressurreiter Lee Pearson. Damit setzt sich ein Trend fort, den "Outsports" bereits bei den Olympischen Spielen vor wenigen Wochen feststellte: Dort waren nur ein Achtel der queeren Athlet*innen männlich. Vor Beginn der Olympiade hatten sich damals insgesamt 163 queere Sportler*innen geoutet (queer.de berichtete). Diese Zahl erhöhte sich im Laufe der Spiele auf 185.

Wie schon bei der Olympiade stammen bei den Para-Spielen die meisten LGBTI-Sportler*innen aus den Vereinigten Staaten – insgesamt neun. Acht queere Athlet*innen kommen aus Großbritannien, danach folgt Kanada mit drei sowie Australien und Brasilien mit je zwei. (cw)