Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39801

Wahlkampf

Die Linke.queer fordert "Champagner für alle"

Die queeren Linken starten beim Kampf um Wählerstimmen durch. Die LGBTI-feindlichen Scharmützel von Abgeordneten wie Sahra Wagenknecht oder Alexander Neu werden dabei ausgeblendet.


Mit diesen Plakaten soll das queere Wahlvolk dazu animiniert werden, sein Kreuzchen bei den Linken zu machen (Bild: Die Linke.queer)

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Die Linke.queer hat eine Werbekampagne gestartet, mit der die Parteiorganisation die aus ihrer Sicht "entscheidenden Fragen aus queerer Perspektive zuspitzen" will. Dazu wurden am Dienstag sieben Plakate für die Bundestagswahl am 26. September vorgestellt. Auf ihnen gibt es mehrere ironische Sprüche, aber auch konkrete Forderungen: So wird verlangt, die Schaumweinsteuer abzuschaffen und eine Vermögensabgabe einzuführen. Außerdem setze man sich für eine Mindestsicherung von 1.200 Euro netto und die Enteignung von Immobilienkonzernen ein.

Laut den queeren Linken stelle die nächste Bundestagswahl eine Zäsur dar. Deshalb sei einer "grundlegender Politikwechsel" wichtig. Die Linke stelle sich dabei mit ihrem queerpolitschen Wahlprogramm (PDF) auf die Seite von LGBTI. Damit habe die Partei deutlich gemacht, "wo sie inhaltlich steht: an der Seite queerer Menschen".

Allerdings haben hochrangige Vertreter*innen der Linken zuletzt auch vermehrt Stimmung gegen die Gleichbehandlung queerer Menschen gemacht: Der Abgeordnete Alexander Neu verharmloste etwa Homophobie in Russland (queer.de berichtete). Sahra Wagenknecht, die NRW-Spitzenkandidatin der Linken, warnte in ihrem im April veröffentlichten Buch vor "immer skurrileren Minderheiten […], die ihre Identität jeweils in irgendeiner Marotte finden, durch die sie sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden und aus der sie den Anspruch ableiten, ein Opfer zu sein." Als Beispiel für solche "Marotten" nannte sie sexuelle Orientierung, Hautfarbe und Ethnie (queer.de berichtete).

Der Regenbogen hat im Wahlkampf Hochkonjunktur

Im Bundestagswahlkampf machen derzeit auch andere Parteien Werbung mit queeren Themen. Erst am Wochenende veröffentlichte die CDU einen Personality-Spot mit Kanzlerkandidat Armin Laschet, in dem auch die Regenbogenfahne zu sehen ist. Von den Grünen wurde der Neunzigsekünder als "Pinkwashing" bezeichnet (queer.de berichtete). Die SPD warb damit, dass sie mit dem "queersten Wahlprogramm, das wir je hatten", zur Wahl antrete (queer.de berichtete). Gleichwohl wird auch der SPD in München vorgeworfen, die Regenbogenfahne mit einer Kampagne gegen "Cancel Culture" zu missbrauchen (queer.de berichtete).

Auch die Satiretruppe "Die Partei" hat das Symbol der queeren Community im Wahlkampf entdeckt. Sie wirbt mit einer Regenbogenfahne und dem Slogan: "Wir finden: Fickt euch doch alle!" (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Welche Koalition wäre dir nach der Bundestagswahl am liebsten?
    Ergebnis der Umfrage vom 23.08.2021 bis 30.08.2021


#1 N8EngelProfil
  • 24.08.2021, 12:19hWenden
  • ein trauriger Fakt ist hier, das es bei allen im Bundestag vertretenen Parteien nur bei einer im Wahlprogramm explizit queere Themen angesprochen werden, und genau diese werde ich mit Sicherheit nicht wählen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 BlackCatProfil
  • 24.08.2021, 13:00hNürnberg
  • Ernst nehmen kann man die Wahlslogans sowieso nicht, weil die Realität nach der Wahl eh eine andere ist.
    Jeder Partei ist die eigene politische Macht das Wichtigste. Humanitäre Aussagen nehme ich Politikern nur bedingt ab.
    Also wähle ich die Partei, die mir als das geringste Übel erscheint.
    Was den Slogan der Linken betrifft, dann mal her mit dem Schampus. Ich kann mir derzeit keinen leisten.
    Die Aussage von Frau Wagenknecht ist völlig indiskutabel. Wann die Dame eine Spitzenpolitikerin der Linken sein soll, bekomme ich nicht nur Zahnschmerzen....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AlexAnonym
#4 GrundsicherungAnonym
  • 24.08.2021, 13:38h
  • Champagner? Dass ich nicht lache (oder heule). Mit einer Grundsicherung, die um 198 Euro monatlich unterhalb der Berechnungen des Paritätischen Gesamtverbandes liegt, hilft auch die Abschaffung der Schaumweinsteuer nicht. Will man mich hier komplett verkohlen?

    www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/regelbedarfe-2021-al
    ternative-berechnungen-zur-ermittlung-der-regelbedarfe-in-de
    r-grundsicherung/


    Was wir brauchen, ist die Abschaffung der politisch gewollten Armut von Millionen Menschen in einem der reichsten Länder der Welt. Dazu gehört auch die massive Erhöhung des Mindestlohns.
    Was für ein Bild hat Die Linke eigentlich von queeren Menschen? Dass sie alle in stetiger Champagnerlaune nur an F***en, Saufen, Kiffen und Darkrooms denken? Und dabei auf nichts anderes warten als die Abschaffung der Schaumweinsteuer? Der Boden der Realität ist wahrscheinlich von deren Position aus, irgendwo in den Wolken, kaum noch zu sehen.

    Ich habe jahrelang diese Partei gewählt. Für mich inzwischen unwählbar geworden, vor allem auch wegen Frau Wagenknecht. Ich lasse mich weder verhohnepiepeln noch beleidigen. Schon gar nicht von einer Partei, die behauptet, meine Ziele erreichen zu wollen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DominikAnonym
  • 24.08.2021, 13:53h
  • Vulgäre Sprache und ein "Zu cool für diese Welt"-Habitus kommen echt super an. Das schreckt wirklich niemanden ab und von der Reife und Ernsthaftigkeit der dahinterstehenden Personen und ihrer politischen Anliegen kann man ja nur so was von überzeugt sein. Herzlichen Glückwunsch an "Die Linke.queer"! So erobert man in der Tat ganze Wählerschichten im Sturm und kommt dem großen Ziel Gleichberechtigung gleich in Riesenschritten immer näher. Echt super gemacht, ihr hypercoolen Bärendienstleister, die ihr ficken, kiffen und Darkrooms auf ein Plakat schreiben könnt! Wer wenn nicht ihr seid fähig, die großen Fragen unserer Zeit lösen zu können, meine Stimme habt ihr!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 LegatProfil
  • 24.08.2021, 19:16hFrankfurt am Main
  • Immer noch besser als die Wahlkampfmethoden der FDP (Lindner-Abgott-Personenkult), CDU (Laschet hält euch für dumm und glaubt allen Ernstes ihr merkt das noch nicht mal), SPD (wir haben halt keinen besseren als Scholz), AfD (HASS). Würde sagen, aktuell haben die Grünen die Nase vorn, aber die endlosen Schmutzkampangnen der "klassischen" Medien, hinterlassen natürlich schon ihre Spuren.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 OhjeohjeAnonym
  • 24.08.2021, 19:39h
  • Bleiben mir also noch die Grünen, wo sich ein Herr Palmer über Regenbogenzebrastreifen aufregt usw. oder die Thierse SPD, die nur normale Leute wollen! Die anderen (CDU und FDP) gehen ja gar nicht, die haben in Thüringen ja schon mal einen Hauch von Weimar nachgespielt mit der AfD.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 wenigsozialAnonym
#9 TommAnonym
#10 WindheimerAnonym