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Bremen

Unbekannte kippen stinkende Flüssigkeit vor queeres Beratungszentrum

In Bremen ermittelt die Polizei nach einem offensichtlich LGBTI-feindlich motivierten Anschlag.


Die Polizei sucht nach Zeug*innen (Bild: TechLine / pixabay)

  • 24. August 2021, 13:48h, noch kein Kommentar

Unbekannte haben am Montagabend gegen 21.30 Uhr eine stinkende und reizende Flüssigkeit vor dem queeren Beratungszentrum Rat & Tat in Bremen verteilt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, prüft der Staatsschutz, ob es sich um eine Tat mit queerfeindlichem Hintergrund handelt.

Demnach bemerkten fünf Männer, die sich am Montagabend im Café des Beratungszentrums aufhielten, einen sehr unangenehmen Geruch. Ihnen wurde übel und sie gingen nach draußen. Im Eingangsbereich waren Reste einer Flüssigkeit, vermutlich Buttersäure, verteilt.

Die Polizei sicherte Spuren und hofft auf Hinweise von Zeug*innen (Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421/362-3888 entgegen). Die Flüssigkeit wird im Labor untersucht. Die Beamt*innen ermitteln wegen vorsätzlicher Körperverletzung, wie ein Polizeisprecher sagte. Demnach litten die fünf Männer aus dem Café auch unter Kopfschmerzen.

Aktivist*innen warnen vor Zunahme queerfeindlicher Angriffe

Auf seiner Homepage warnt Rat & Tat schon seit Tagen mit der Überschrift "Regenbogenfahnen angezündet, Scheiben zerstört" vor der Zunahme queerfeindlicher Angriffe in Bremen. "Auch wir vom Rat&Tat-Zentrum sind seit Jahren Zielscheibe von queerfeindlichen Angriffen und vor Kurzem wurde nun die Plexiglasscheibe, die wir zum Schutz vor Attacken mit faulem Fisch und ähnlichem angebracht hatten, zerstört und bei einer Veranstaltung wurden Fahnen abgerissen", so das Zentrum.

Von der Politik fordern die Aktivist*innen, "endlich Ernst zu machen mit dem Schutz von LSBTIQ". Betroffene werden gebeten, jeden Vorfall zu melden. Bereits im Herbst 2016 und zur Ehe-Öffnung 2017 war es zu Buttersäure-Angriffen auf das Zentrum gekommen. Erst vor gut einer Woche hatte es einen offenbar LGBTI-feindlich motivierten Angriff auf eine queere Bar in Bremen gegeben (queer.de berichtete). (dpa/cw)