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Theaterpreis

Schauspielverband ehrt Therese Giehse

Der Theaterpreis des Bundesverbands Schauspiel wird in Therese-Giehse-Preis umbenannt, um ihr "mutiges Wirken und Leben als lesbische Schauspielerin in einem Jahrhundert voller Verwerfungen" zu würdigen.


Porträt von Therese Giehse (1898-1975) aus dem Jahr 1933 (Bild: Annemarie Schwarzenbach / Schweizerische Nationalbibliothek)

Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) benennt seinen jährlichen Theaterpreis um. Künftig wird die Auszeichnung nach der Schauspielerin Therese Giehse (1898-1975) heißen. Sie sei eine der prägenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters gewesen, teilte der Verband am Dienstag in Berlin mit. Gewürdigt werde damit auch ihr "mutiges Wirken und Leben als lesbische Schauspielerin in einem Jahrhundert voller Verwerfungen".

Die Künstlerin wurde in München als Tochter eines jüdischen Kaufmanns geboren. 1933 habe sie mit ihrer Lebensgefährtin Erika Mann und deren Bruder Klaus das Kabarett "Pfeffermühle" gegründet. Noch im gleichen Jahr habe sie auswandern müssen, schreibt der Verband. Sie spielte danach an verschiedenen Bühnen und arbeitete unter anderem mit Theatermacher Bertolt Brecht zusammen.

Mit dem Preis wird in diesem Jahr der Schauspieler und Autor Klaus Pohl geehrt. Ausgezeichnet werde er für sein Hörbuch "Sein oder Nichtsein" – ein "mit viel Liebe und künstlerischer Freiheit geführtes Protokoll der Probenzeit für die legendäre "Hamlet"-Inszenierung von Peter Zadek am Bochumer Schauspielhaus", wie der Verband mitteilte. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Deutschen Schauspielpreises am 3. September verliehen. (cw/dpa)