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Es geht weiter...

DaBaby bezeichnet Kritiker*innen als "Heulsusen"

Er scheint nichts dazugelernt zu haben: Bei seinem ersten Auftritt nach seiner homophoben Schimpf-Tirade stichelt DaBaby weiter.


Für DaBaby gehört Homophobie offenbar zur eigenen Identität (Bild: Promo)

US-Rapper DaBaby hat am Montag bei einem Auftritt im Hard-Rock-Stadion in der Stadt Miami Gardens Personen, die ihn wegen seiner homophoben Äußerungen kritisiert hatten, als "Heulsusen" bezeichnet. Die Beleidigung erfolgte, als der 29-Jährige erstmals seit seinem Homophobie-Skandal wieder im Rahmen des vom Radiosender Hot 97 veranstalteten Festivals Summer Jam öffentlich aufgetreten ist.

Hintergrund ist, dass der Rapper Ende Juli bei einem Auftritt in Miami mit homosexuellenfeindlichen Tiraden aufgefallen war. So bezeichnete er Aids als "schwule Krankheit" und erklärte: "Männer, wenn ihr keine Schwänze auf Parkplätzen lutscht, streckt eure Smartphones in die Höhe." Im Anschluss wurde er vom Kultfestival Lollapalooza und anderen Events ausgeladen (queer.de berichtete). Nach der Gegenreaktion entschuldigte er sich auf Instagram für seine "fehlinformierten Kommentare über HIV/Aids" (queer.de berichtete). Die Entschuldigung ist wegen Tage später von seinem Account gelöscht worden.

Instagram / madonna | Sogar Megastars kritisierten DaBabys Ausbrüche – neben Elton John auch Kultsängerin Madonna
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Beim Konzertauftritt in Miami Gardens wurde zunächst ein Video eingespielt, in dem sich DaBaby bei Hot 97 bedankte, auftreten zu dürfen. Der Radiosender habe seine Entschuldigung akzeptiert – ferner habe er nie jemanden verletzen wollen. Nur wenige Minuten später hörte er sich schon ganz anders an: Der 29-Jährige sang sein Lied "Cry Baby" (auf Deutsch bedeutet das Weichling oder Heulsuse) an und erklärte: "Mal abgesehen von den Leuten, die – ihr wisst schon – wirklich verletzt worden sind, denke ich, dass ihr ganzen anderen Motherfucker einfach Heulsusen seid."

Twitter / E_Diep
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Twitter / J_Schneider
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In sozialen Netzwerken gab es unterschiedliche Reaktionen auf die Äußerungen von DaBaby. Während einige einen Schlussstrich forderten und DaBaby-Kritiker*innen Cancel Culture vorwarfen, kritisierten andere, dass der Rapper seine Hasstiraden auf sexuelle Minderheiten fortsetze.

Twitter / billboard
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Die letzten beiden Alben von DaBaby – "Kirk (2019) und "Blame It on Baby" (2020) – erreichten jeweils Platz eins der amerikanischen Charts und schafften auch den Einzug in die deutschen Top 100. (dk)