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Kommando zurück
OnlyFans lässt nun doch weiterhin pornografische Inhalte zu
Erst sollten alle "sexuell expliziten" Inhalte zum 1. Oktober verbannt werden. Nach heftigen Protesten von Nutzer*innen rudert die beliebte Online-Plattform OnlyFans nun zurück.

Griffin Barrows ist einer der erfolgreichsten schwulen "Creator" auf OnlyFans
- 26. August 2021, 01:50h - 2 Min.
Die überwiegend für erotische Fotos und Videos bekannte Online-Plattform OnlyFans wird pornografische Inhalte nun doch nicht verbannen. "Wir werden weiterhin Heimat für alle Schöpfer sein", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Eine für den 1. Oktober geplante Regeländerung, die "sexuell explizite" Inhalte verbannt, werde nicht umgesetzt. OnlyFans vollzieht damit eine Kehrtwende, nachdem die Ankündigung des Verbots pornografischer Inhalte Proteste von Nutzer*innen ausgelöst hatte.
/ OnlyFansThank you to everyone for making your voices heard.
OnlyFans (@OnlyFans) August 25, 2021
We have secured assurances necessary to support our diverse creator community and have suspended the planned October 1 policy change.
OnlyFans stands for inclusion and we will continue to provide a home for all creators.
Auf OnlyFans können User*innen Fotos und -videos hochladen, die andere dann gegen Gebühr, zumeist ein monatliches Abo, anschauen können. Auf der Plattform aktiv sind unter anderem bekannte Pornodarsteller*innen, aber auch Laien, die sich etwas Geld hinzuverdienen wollen. So finden sich hier viele schwule Amateur-Videos, die teils sehr professionell gemacht sind. Im Zuge der Corona-Pandemie erhielt die aus Großbritannien stammende Plattform massiven Zulauf und hat inzwischen weltweit 150 Millionen Nutzer*innen. Auch manche Prominente nutzen die Plattform mit (meist harmlosen) Inhalten.
Druck von Investor*innen und Banken
Vergangene Woche kündigte OnlyFans dann an, pornografische Inhalte verbannen zu wollen. Grundsätzlich sollten Nacktaufnahmen aber erlaubt bleiben, solange sie den neuen Regeln entsprechen. Die Plattform begründete den Schritt mit dem Druck von Investor*innen und Banken, die um ihren Ruf fürchten.
"Wir hatten keine Wahl – die kurze Antwort lautet Banken", hatte OnlyFans-Chef Tom Stokeyl der "Financial Times" dazu gesagt. So habe eine US-Bank sich geweigert, Zahlungen von Nutzer*innen abzuwickeln. Nun erklärte die Plattform, sie habe die "notwendigen Zusicherungen" erhalten, um das Geschäft in seiner bisherigen Form fortzusetzen. (cw/AFP)














