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"Ein nicht unerhebliches Infektionsrisiko"

Karl Lauterbach: Umgeimpfte sollten dem Kölner CSD fernbleiben

Der Sozialdemokrat warnt vor einem Anstieg der Coronazahlen infolge des ColognePride.


Karl Lauterbach hat die Befürchtung, dass der CSD zum Superspreader-Event werden könnte (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach empfiehlt Menschen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind, dem ColognePride an diesem Wochenende freiwillig fernzubleiben. "Diese Veranstaltung bringt gerade auch wegen der Delta-Variante ein nicht unerhebliches Infektionsrisiko mit sich", erklärte der Bundestagsabgeordnete gegenüber t-online. Der Christopher Street Day in der Domstadt sei nur dann verantwortbar, wenn alle Teilnehmenden geimpft, getestet oder genesen seien.

Zwar beeindrucke ihn der CSD, er fände es aber besser, wenn die Demonstration dieses Jahr kleiner ausfalle. Sollte die Infektionszahlen infolge des ColognePride ansteigen, könne dies "die ganze Szene" diskreditieren. Die Veranstalter*innen vom Kölner Schwulen- und Lesbentag rief Lauterbach dazu auf, die Abstandsregeln streng zu kontrollieren.

Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Köln bei 140 – und damit mehr als doppelt so hoch als im Bundesdurchschnitt. Die NRW-Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte zuletzt trotz steigender Zahlen die Corona-Regeln gelockert.

Twitter / Karl_Lauterbach
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Für die CSD-Demo haben sich dieses Jahr 100 Gruppen angemeldet, die Veranstalter*innen erwarten 10.000 Besucher*innen (queer.de berichtete). Die Parade-Route wurde dieses Jahr wegen der Corona-Krise verändert – sie führt nicht wie früher durch enge Gassen der Innenstadt, sondern über breitere Straßen. Die Demo beginnt am Sonntag um 12 Uhr an der Ecke Bayernstraße/Ubierring. Teilnehmende müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Auf Paradewagen, auf denen gewöhnlich eng getanzt wird, gelten außerdem die Abstandsregeln. Zuschauer*innen am Straßenrand müssen aber keine 3G-Regeln einhalten.

Außerdem wird von Freitag bis Sonntag das CSD-Veedel (Kölsch für Stadtviertel) rund um die Lanxess-Arena eröffnet. Dort erwartet die Besucher*innen ein Programm auf mehrere Bühnen (mehr Infos im PDF-Programmheft). Besucher*innen werden am Einlass kontrolliert – ins Veedel dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Am Sonntag gibt es beim Veedel auch eine Impfaktion (queer.de berichtete).

Karl Lauterbach hat seinen Wahlkreis im rechtsrheinischen Kölner Stadtbezirk Mülheim und in Leverkusen. Seit 2005 konnte er den Wahlkreis stets gewinnen, bei der letzten Wahl 2017 mit rund acht Prozentpunkten Vorsprung vor CDU-Kandidat Helmut Nowak. Dieses Jahr tritt auch die trans Grünenpolitikerin Nyke Slawik gegen Lauterbach an (queer.de berichtete). Die Grünen waren allerdings vor vier Jahren bei den Erststimmen in Mülheim/Leverkusen nur auf dem sechsten Platz gelandet. (dk)



#1 recht hat erAnonym
  • 26.08.2021, 11:06h
  • meines erachtens hat lauterbach recht. aber im landes des christdemokratischen kanzlerkandidaten luschet regieren natürlich glaube, wunschdenken und populismus, nicht jedoch wissenschaftliche klarheit.
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#2 BobbyCGNAnonym
  • 26.08.2021, 11:39h
  • Gibt es eine Alternative?
    Bietet Herr Lauterbach auch eine Möglichkeit an, wie sonst die Teilhabe von Schwulen und Lesben am Öffentlichen Leben stattfinden kann? Etwas zu verbieten ist einfach, da kennt sich Herr Lauternach aus, aber besser sollte er sich Gedanken machen, was alternativ angeboten werden kann. Dass queere Menschen einfach ignoriert werden, nehme ich nicht hin!
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#3 andreAnonym
  • 26.08.2021, 11:52h
  • Nun, es gibt ein Foto, wo Karl Lauterbach, gestern in der Menge, so ziemlich als Einziger, ohne Maske herumgelaufen ist. Gestern, zur Abstimmung über den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr. Benedikt Brechtken hat auf Twitter, den Screenshot, veröffentlicht. Großes Kino, wenn man von Anderen die Einhaltung der Regeln fordert.
    Ich persönlich hätte nichts gegen die Impfpflicht. Ich kannte es nicht anders und es war gut.
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#4 Girlygirl
#5 altruistAnonym
  • 26.08.2021, 12:05h
  • Antwort auf #2 von BobbyCGN
  • lautrbach muss keine anderen möglichkeiten anbieten, weil in dieser pandemie gleichermaßen alle von demonstrationseinschränkungen betroffen sind. insofern haben lgbt+ in diesem fall nicht weniger teilhabe als andere.
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#6 SakanaAnonym
  • 26.08.2021, 12:38h
  • "Zwar beeindrucke ihn der CSD, er fände es aber besser, wenn die Demonstration dieses Jahr kleiner ausfalle. Sollte die Infektionszahlen infolge des ColognePride ansteigen, könne dies "die ganze Szene" diskreditieren. Die Veranstalter*innen vom Kölner Schwulen- und Lesbentag rief Lauterbach dazu auf, die Abstandsregeln streng zu kontrollieren. "

    Lauterbach artikuliert ja die berechtigte Sorge, dass sich ansonsten wieder Querdenken-Schwurbler:innen auf den CSD kaprizieren könnten und die Rechten die LSBTTIQ*-Community als "Seuchentreiber:innen" stigmatisieren wollen, um politisches Terrain gutzumachen.
    Ich persönlich finde, dass er mit seinen Warnungen recht hat und dass die 3G-Regeln eingehalten werden müssen, gerade, wenn so viele Menschen noch ungeimpft sind und sich die Inzidenzen vornehmlich bei ihnen abspielen (und sie leider auch in vermehrter Zahl auf den Intensivstationen landen). Deshalb bin ich immer noch der Meinung, dass jede:r Erkrankte und jede:r Tote:r eine:r zuviel ist und wenn man sich impfen lassen kann (ausgenommen nachweisbare und nachvollziehbare gesundheitliche Gründe), dies auch tun lassen sollte, um sich und die Allgemeinheit zu schützen.
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#7 daVinci6667
  • 26.08.2021, 13:25h
  • Wir sollten langsam von 3G zu 2G zu 1G kommen. Es gibt einfach keine andere Lösung. Lasst euch impfen, Leute!

    Und falls es Impfskeptiker unter euch habt, lest mal hier nach, was für Befürchtungen die Menschen früher bei den ersten Impfungen hatten. Liesst sich ähnlich wie heute. Nur schimpfen wir uns heute modern, aufgeklärt und Wissenschaftsfreundlich.

    Ich hab da manchmal so meine Zweifel.

    www.oeaw.ac.at/detail/news/impfgegner-fuehrten-damals-religi
    oese-motive-an
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#8 KopfschüttelAnonym
  • 26.08.2021, 15:06h
  • Antwort auf #2 von BobbyCGN
  • Geht es auch weniger dramatisch?
    Welche Alternative haben anderen Gruppen, die auch keine Veranstaltungen abhalten können?
    Alle sind davon betroffen und das hat (dieses mal) nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun.
    Es ist doch sogar genau andersrum:
    Die Veranstaltung findet doch statt und in der breiten Bevölkerung kommt es so rüber: "die da dürfen das, während die anderes sich einschränken".
    Viele andere Veranstaltungen finden trotz 3-2-1G NICHT statt. Was sollen die denn bitteschön sagen?

    Die ganze Diskussion könnte man sich sparen, wenn
    a) der CSD erst gar nicht stattfindet
    und/oder
    b) die Impfunwilligen, die selbstverständlich Recht haben auf die Impfung zu verzichten, in Kauf nehmen, dass andere ihre Rechte zurückerlangen und dann auch mehr dürfen, als sie selbst.

    Dass man das nach der Massenveranstaltung in Berlin noch immer nicht verstanden hat, ist unglaublich. Dabei ist die Entwicklung doch sowas von vorhersehbar gewesen. Aber man will ja nicht hören.
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#9 OutAndProud
  • 26.08.2021, 15:11h
  • Antwort auf #6 von Sakana
  • "" gerade, wenn so viele Menschen noch ungeimpft sind""

    Wie lange wollen wir denn noch warten ?

    NRW hat heute knapp 850 TSD Impfdosen an den Bund zurückgegeben.

    Es kann doch nicht sein das ein ganzes Land durch Impfverweigerer in Geiselhaft genommen wird.

    Wenn es keine Impfpflicht geben soll ist jede*r für sich verantwortlich.

    Somit wählen Impfverweiger*innen den Weg der "Durchseuchung". Soll mir recht sein, aber Solidarität kann dann von mir in dem Punkt nicht mehr erwartet werden.
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#10 userer