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Fußball

Liverpool verurteilt homophobe Gesänge der eigenen Fans

Beim Heimspiel gegen den FC Chelsea sangen FC-Liverpool-Fans erneut schwulenfeindliche Lieder. Der Verein ruft nun Stadiongäste dazu auf, entsprechende Vorfälle der Polizei zu melden.


Fahne des FC Liverpool (Bild: jorono / pixabay)

Der FC Liverpool hat homophobe Gesänge der eigenen Anhängerschaft während seines Heimspiels gegen den FC Chelsea (1:1) verurteilt. "Der FC Liverpool ist enttäuscht über Berichte, wonach ein kleiner Teil unserer Fans während der Partie gegen Chelsea in Anfield am Samstag beleidigende Lieder gesungen hat", hieß es in einer Mitteilung auf der Clubwebsite vom späten Abend.

Liverpool rief dazu auf, Vorfälle von Diskriminierung dem Verein oder der Polizei zu melden. "Der Club verurteilt dieses Verhalten scharf und wird alle gemeldeten Vorwürfe über missbräuchliches und/oder diskriminierendes Verhalten mit den zuständigen Behörden prüfen, um die Täter zu identifizieren."

"Rent boy"-Rufe beim Spiel gegen Norwich City

Bereits vor zwei Wochen war beim Ligaspiel zwischen Liverpool und Norwich City ein Spieler des gegnerischen Teams als "Rent boy" (Strichjunge) beschimpft worden (queer.de berichtete). Der im Nordwesten Englands gelegene Verein hatte die Fangesänge bereits damals als "beleidigend und unangemessen" kritisiert. Jürgen Klopp, der deutsche Trainer des Kultvereins, bezeichnete Fans, die bei homophoben Fangesängen mitmachen, sogar als "Idioten" (queer.de berichtete).

Die Beschimpfung von gegnerischen Fußballern als "Rent boys" hat in England bereits eine lange Tradition. Sie richtet sich besonders gegen Liverpools Liga-Konkurrenten FC Chelsea aus London. Demnach soll die Beschimpfung darauf zurückgehen, dass in den Achtzigerjahren ein Chelsea-Ultra beim Sex mit einem Strichjungen erwischt worden sein soll. Hintergrund für die Schmähgesänge vor zwei Wochen war, dass der beschimpfte Norwich-City-Spieler in dieser Saison vom FC Chelsea ausgeliehen wurde. (cw/dpa)



#1 KatsukiAnonym
#2 dellbronx51069Anonym
  • 29.08.2021, 22:33h
  • Es ist und bleibt ein Prollsport.
    Meine Hoffnung daß sich je was ändert hält sich gelinde gesagt in engen Grenzen.
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#3 Gemeiner_HaiProfil
  • 30.08.2021, 12:53h
  • Antwort auf #2 von dellbronx51069
  • Das halte ich offen gesagt für stark vereinfacht. Ich bin selbst Fußballfan, ebenso ein Großteil meines persönlichen und beruflichen Umfelds - und doch kenne ich niemanden, der derartiges gutheißen, geschweige denn sich daran beteiligen würde. Richtiger scheint mir die Feststellung, dass der Fußball ein Massensport ist, der Milliarden Menschen weltweit elektrisiert. Und wie das nun mal so ist bei Menschenmassen, die nichts weiter gemeinsam haben als ihr Interesse an einem Sport oder die Unterstützung desselben Teams: Es gibt eben immer solche und solche. Diese Typen sind eine absolute Minderheit unter den Fans, allerdings eben leider eine sehr laute und sehr hässliche ...
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#4 dellbronx51069Anonym
  • 30.08.2021, 17:42h
  • Antwort auf #3 von Gemeiner_Hai
  • Wie du ja richtig anmerkst: laut und hässlich !
    Es gibt durchaus Sportarten die ohne diese Begleiterscheinungen auskommen.
    Das ist eben der Grund warum ich Fußball nicht mag. Ist meine Meinung! Selbstverständlich darfst Du das gerne anders sehen.
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#5 Gemeiner_HaiProfil
  • 30.08.2021, 17:59h
  • Antwort auf #4 von dellbronx51069
  • Es gibt diese Sportarten - beim Handball oder Basketball erlebt man so etwas tatsächlich nicht. Aber ich denke, das hat weniger mit diesen Sportarten oder dem Fußball als solchem zu tun, sondern schlicht mit der Popularität. Es ist schon ein Unterschied, ob nur eine kleine "Elite" sachlich Interessierter zu einer Veranstaltung geht oder ob sich unter die Massen in den Stadien eben auch jene mischen, die einfach nur auf Rabatz aus sind und dorthin gehen, wo am meisten los ist. (Das ist übrigens auch der Grund, warum viele Fans es den Trainern ihrer Mannschaft so schwer machen - sie haben zwar viel Emotion, aber schlicht keine Ahnung.)

    Ich möchte einfach mal behaupten: Wenn sich die Massen in den nächsten Jahren vom Fußball ab- und dem Handball zuwandten, dann gingen diese Krawallbrüder allesamt mit. Dann hätte man Hooliganismus, wütende Mobs und homophobe Gesänge (sowie Korruption, Kommerzialisierung und explodierende Summen) plötzlich beim Handball, während dem Fußball nur noch ein kleiner Kreis fachlich Interessierter bliebe. Sehr gut zu sehen ist das ja beim Eishockey: In den USA ist das ein Massenphänomen, inklusive Gewalt, Finanzblase und prolliger Fans. In Deutschland ist das nicht so, weshalb Eishockey hier vergleichsweise zivilisiert abläuft.

    Natürlich steht es jedem frei, Fußball zu mögen oder auch nicht. Ich will mit diesen Ausführungen auch nur sagen: Das sind Dinge, die nicht dem Fußball immanent sind - blöd gesagt: Der Ball auf dem Rasen kann ja auch nichts dafür, was um ihn herum geschieht. Und sie sind auch nicht dem Fußballfan immanent - sonst wären diese Leute ja keine Minderheit. Das Einzige, dem dieses Phänomen immanent sein dürfte, ist Massensport im Allgemeinen - den Massen heißt irgendwo immer auch Bodensatz ...
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