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Alternative Realität

Alice Weidel: "Die AfD ist keine homophobe Partei"

Die AfD will das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben wieder einführen, teilweise wird sogar ein generelles CSD-Verbot gefordert. Dennoch erklärt die Parteichefin Homophobie-Vorwürfe zu Fake News.


Eine patriotische Politikerin: Alice Weidel lebt laut Medienberichten mit ihrer Regenbogenfamilie in der Schweiz, während sie in Deutschland die Rechte von Regenbogenfamilien einschränken will (Bild: Deutscher Bundestag / Simone M. Neumann)

Die offen lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel weist Vorwürfe zurück, dass ihre Partei homosexuellenfeindlich sei. "Die AfD ist keine homophobe Partei. Die sexuelle Orientierung eines Menschen spielt in unserer Partei und für unsere Politik keine Rolle", behauptete die 42-jährige Politikerin gegenüber web.de. Schuld an dem Image seien die anderen Parteien: "Aber unsere politischen Gegner versuchen immer wieder, der AfD negative Etiketten wie 'homophob' aufzukleben, um uns zu diskreditieren. Mit der Realität und mit unserer Politik hat das allerdings überhaupt nichts zu tun."

In Wirklichkeit wird die AfD aber schon seit ihrer Gründung für ihre LGBTI-Feindlichkeit kritisiert. So brachte die Rechtsaußen-Bundestagsfraktion 2019 einen Antrag ein, der zum Ziel hatte, Schwulen und Lesben das Recht auf Eheschließung wieder zu entziehen. Alle anderen Fraktion stimmten dagegen (queer.de berichtete). Der AfD-Abgeordnete Thomas Ehrhorn behauptete in einer Bundestagsdebatte zum Thema sogar, dass schwul-lesbische Hochzeiten zum "Volkstod" führten (queer.de berichtete).

Zuletzt zeigten sich die Rechtspopulist*innen immer schriller: So attackieren AfD-Politiker*innen Personen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Unlängst veröffentlichte etwa die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst ein offensichtlich erfundenes Zitat der trans WDR-Journalistin Georgine Kellermann, um sie in Verruf zu bringen (queer.de berichtete). Andere beklagen offen "Homo-Propaganda" oder schimpfen über die großen Gefahren, die von Queerdenkern (mit zwei e) ausgingen. Immer wieder wird zudem behauptet, dass Heterosexuelle gegenüber sexuellen Minderheiten diskriminiert werden würden (queer.de berichtete). Einzig vor Wahlen oder wenn es um die Ablehnung von Musliminnen und Muslimen geht, gibt die AfD vor, Schwule und Lesben zu unterstützen (queer.de berichtete).

Widersprüchliche Aussagen

In ihrer Argumentation verwickelt sich die AfD oft in Widersprüche: So wird von Teilen der Partei etwa ein generelles CSD-Verbot gefordert (queer.de berichtete). Auf der anderen Seite veröffentlichte die AfD Köln am Wochenende auf Facebook ein Wahlwerbung anlässlich des ColognePride, die das Konterfei Weidels und den Spruch "Damit ihr auch in 10 Jahren noch CSD feiern könnt" zeigt.


AfD-Werbung im Juni: "Ich fordere ein Verbot des Christopher Street Day."


AfD-Werbung im August: "Damit ihr auch in 10 Jahren noch CSD feiern dürft."

Obwohl ihre Partei erklärt, Kinder pauschal vor Schwulen und Lesben schützen zu wollen, hat sich Weidel eine eigene kleine Regenbogenfamilie (laut AfD-Definition im aktuellen Wahlprogramm eine "Pseudofamilie") aufgebaut: Sie lebt seit Jahren mit Frau und angeblich zwei Söhnen allerdings nicht in Deutschland, sondern laut schweizerischen Medien zunächst in Biel im Kanton Bern und seit 2019 in Einsedeln, der zweitgrößten Gemeinde des Kantons Schwyz. Bislang hat sich die 42-Jährige nicht dazu geäußert, warum sie im Ausland ein Leben lebt, das von ihrer eigenen Partei im Inland bekämpft wird.



#1 SakanaAnonym
  • 30.08.2021, 15:31h
  • Ich wage mal zu behaupten, dass bei Frau Dr. Weidel noch nicht mal mehr der Begriff "lesbisches Feigenblatt" für die zutiefst homophobe und trans*phobe AfD angebracht wäre, weil sie ja wohl kaum ihre vorgebliche Macht als stellv. Bundesvorsitzende und zweimalige Spitzenkandidatin eingebracht hätte, um auch nur ein Jota an den zutiefst homo- und trans*phoben Grundpositionen ihrer Partei zu ändern....

    Etwas sagen, ist das eine, es dann aber nicht zu tun, etwas anders. Wahl auf eigene Gefahr, kann man da den Afd-affinen LSBTTIQ* nur zurufen.
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#2 antosProfil
#3 stephan
  • 30.08.2021, 15:49h
  • "Die AfD ist keine homophobe Partei.... "

    Okay, wenn Weidel es nicht sieht und erkennt, dann erübrigt sich jegliches Gespräch. Ich bin ein recht erfahrener Lehrer, aber es gibt Grenzen, wo ich einfach ablehne, etwas noch zu erklären ...
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#4 swimniAnonym
  • 30.08.2021, 15:52h
  • aber bitte, in der größten oppositionspartei afd gibt es eben viele verschiedene meinungen und die partei ist so tolerant und diskutierfreudig, dass sich dort all diese konträren strömungen gut aufgehoben fühlen. das ist das mantra der afd.
    man fühlt sich im widerspruch wohl, weil man dann alle register rhetorisch stets ziehen kann, um sich zu verteidigen. und der deutsche michel fällt drauf rein. das ist das kalkül. anders ausgedrückt. der deutsche michel glaubt an das absurde, weil er selbst absurd ist - also normal.
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#5 LotiAnonym
#6 Also bitteAnonym
#7 dellbronx51069Anonym
  • 30.08.2021, 17:59h
  • Antwort auf #4 von swimni
  • Der deutsche Michel ist selber absurd. Ja wenn ich mir viele Zeitgenossen so anschaue muss ich Dir zustimmen.
    Zu Weidels Aussagen bleibt nur anzumerken, das ist an Absurdität nicht zu überbieten.
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#8 BaerchenProfil
  • 30.08.2021, 18:06hzuhause
  • Nein, natürlich nicht Alice, das sind dochdieallerliebstenMenschenfreunde... also wenn diese Frau das behauptet lügt sie ohne rot zu werden. Was stimmt nicht mit dieser Person??? Mir scheint das diese sogenannte Partei inzwischen völlig den Bezug zur Realität verloren hat...
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#9 PiakAnonym
  • 30.08.2021, 19:33h
  • Da Frau Weidel so homophob wie der Großteil dieser Partei ist, kann sie naturgemäß auch keine Homophobie erkennen.
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#10 maenneAnonym
  • 30.08.2021, 20:45h
  • Die AfD ist nicht homophob, die Erde ist eine Scheibe und die Babys bringt der Klapperstorch. So passt das.
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