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Corona-Pandemie

USA: Queere Menschen lassen sich eher impfen

In der queeren Community sind die Vorbehalte gegen Corona-Impfungen kleiner als in der Gesamtbevölkerung. Das geht aus einer Umfrage aus den USA hervor.


Immer mehr Menschen schützen sich vor Covid-19 (Bild: Metropolitan Transportation Authority of the State of New York)

  • 31. August 2021, 12:15h, noch kein Kommentar

82 Prozent der erwachsenen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und trans Personen in den Vereinigten Staaten haben bereits mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. In der Nicht-LGBTI-Bevölkerung liegt dieser Anteil dagegen bei nur 66 Prozent. Das geht aus einer Umfrage der Kaiser Family Foundation (KFF) hervor, für die vom 15. bis 27. Juli mehr als 1.500 in den USA lebende Menschen ab 18 Jahren befragt worden sind.


Das Meinungsforschungsinstitut erklärte die Unterschiede damit, dass LGBT besonders häufig Anhänger*innen der Demokratischen Partei seien, die der Impfung weit offener gegenüberstehen als Republikaner. Unter Fans der Trump-Partei sind besonders häufig Verschwörungstheorien über die Covid-Vakzine verbreitet. Laut KFF outeten sich zwei Drittel der LGBT als Fans der Demokraten, aber nur 43 Prozent der Nicht-LGBT-Bevölkerung.

Die starke Parteibindung wiege auf, dass LGBT in großer Zahl auch mehreren Gruppen angehörten, die impfkritischer sind als die Gesamtbevölkerung. Dazu zählen etwa Menschen mit einem geringerem jährlichen Einkommen von unter 40.000 Dollar (34.000 Euro). Die Hälfte der queeren Menschen gehört nach Angaben von KFF dieser Gruppe an, aber nur ein Drittel der Nicht-LGBT.

Außerdem gehören besonders viele LGBT der Gruppe der unter 30-Jährigen an – auch in dieser Gruppe ist die Impfmoral geringer. Mehrere Studien hatten bereits in den letzten Jahren ergeben, dass der Anteil der Menschen, die sich als LGBT ansehen, unter Jüngeren viel höher ist als unter Älteren (queer.de berichtete).

LGBT nehmen Pandemie ernster als andere

Zudem nehmen laut der Umfrage queere Menschen die Pandemie ernster als Nicht-LGBT. So erklären 31 Prozent der queeren Befragten, dass die Pandemie von den Medien unterschätzt werde, bei Hetero- und Cissexuellen sind es nur 18 Prozent. Zudem sprechen sich Zwei Drittel der queeren Menschen zudem dafür aus, dass Arbeitgeber*innen das Recht erhalten sollten, ihren Angestellten Impfungen vorschreiben zu dürfen – bei Nicht-LGBT sind es nur die Hälfte. (cw)

Twitter / vonderleyen | Europa hat Amerika beim Impfen inzwischen überholt

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