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Kalifornien

Wüste Schlägerei beim "Straight Pride"

Zum dritten Mal demonstrierten rechtsextreme "Proud Boys" in Kalifornien für "Hetero-Stolz". Dabei kam es zu Ausschreitungen.


Am Wochenende zeigten die "Proud Boys" mit Fäusten den Stolz auf ihre Heterosexualität (Bild: Screenshot News2Share)

Beim "Straight Pride" in der kalifornischen Großstadt Modesto ist es am Samstag zu Ausschreitungen zwischen rechtsextremen "Proud Boys" und Gegendemonstrant*innen gekommen. Laut der Lokalzeitung "Modesto Bee" hat die Polizei die Demonstration im Anschluss aufgelöst. 150 bis 200 Menschen seien vor Ort gewesen, hieß es weiter. Zwei Menschen wurden vorläufig festgenommen, einer wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, ein anderer, weil er sich in der Öffentlichkeit geprügelt hatte.

Bilder des Online-Dienstes "News2Share" zeigen, wie zwei Gruppen – angeblich Mitglieder der "Proud Boys" und der Antifa – sich mit vielen Kraftausdrücken beschimpfen und aufeinander losgehen. Dabei wird auch Pfefferspray als Waffe verwendet.

Mehrere Stunden vor der Auseinandersetzung hatte eine Gruppe queerer Aktivist*innen in einem Park friedlich gegen den "Straight Pride" protestiert. Sie erklärten, dass in den USA keine Unterdrückung von Heterosexuellen existiere.

Ex-Präsident Trump ermunterte "Proud Boys" im Wahlkampf

Die "Proud Boys" sind eine paramilitärische Organisation von Rechtsextremen, die erstmals bei der Demonstrationen "Unite the Right rally" in Charlottesville 2017 öffentliche Beachtung gefunden hatte. Bei der gewalttätigen Protestaktion wurden eine Gegendemonstrantin getötet und mindestens 33 weitere Menschen verletzt. Die Gruppe hatte bei den US-Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil es Präsident Donald Trump bei einer Debatte mit Herausforderer Joe Biden ablehnte, die "Proud Boys" zu verurteilen – vielmehr forderte er sie auf, sich vorerst zurück- und bereitzuhalten ("Proud Boys, stand back and stand by"). Daraufhin kaperten queere Nutzer*innen online den Hashtag #ProudBoys und zeigten küssende Männer (queer.de berichtete).

Öffentlich verbreiten die "Proud Boys" die Verschwörungstheorie, dass weiße heterosexuelle Männer von der Auslöschung bedroht seien – Feindbild ist neben queeren Menschen die Bürgerrechtsbewegung "Black Lives Matter". In Kanada wird die Organisation seit Februar 2021 als terroristische Vereinigung eingestuft.

Der erste "Straight Pride" in Modesto hatte 2019 stattgefunden (queer.de berichtete). Im selben Jahr kam es bei einem "Straight Pride" in Boston zu Ausschreitungen, bei denen 36 Gegendemonstrant*innen festgenommen wurden (queer.de berichtete). (dk)



#1 MurmeltierchenAnonym
  • 01.09.2021, 16:42h
  • "Öffentlich verbreiten die "Proud Boys" die Verschwörungstheorie, dass weiße heterosexuelle Männer von der Auslöschung bedroht seien"

    Don't threaten me with a good time.
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#2 BaerchenProfil
  • 02.09.2021, 00:51hzuhause
  • Meiner Meinung nach ist es einfach nur peinlich... "Straight Pride" ... geht's noch??? Bei diesen Rabauken geht es doch nur darum Randale zu machen, das hat doch nichts mehr mit Stolz oder Gleichberechtigung zu tun, es dient doch nur um zu provozieren und aufzushetzen...
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