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Fußball

DFB-Elf: Keine Regenbogenbinde beim Liechtenstein-Spiel

Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein verzichtet die Nationalmannschaft auch auf eine erneute Protestaktion gegen die Missachtung von Menschenrechten im Gastgeberland Katar.


Manuel Neuer mit Regenbogenbinde bei der EM (Bild: Die Mannschaft / twitter)

Die Fußball-Nationalmannschaft verzichtet vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein auf eine erneute öffentliche Protestaktion gegen das Gastgeberland Katar. "Das bedeutet nicht, dass die Mannschaft nicht dafür stünde, was sie dokumentiert hat", sagte DFB-Pressesprecher Jens Grittner am Mittwoch in Stuttgart.

Auch wird der namentlich noch nicht benannte Vertreter von Manuel Neuer als Kapitän diesmal im Gegensatz zu den EM-Spielen in diesem Sommer keine Binde in den Regenbogenfarben tragen. "Es gilt aber immer noch das Bekenntnis, das mit der Binde zum Ausdruck kam", sagte Grittner.

"Das sind Botschaften, die immer gelten"

Die Spieler stünden immer noch für die unverhandelbare und universelle Gültigkeit von Menschenrechten ein. Gleiches gelte für das Trainerteam, betonte der neue Bundestrainer Hansi Flick vor seiner Premiere am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in St. Gallen.

Im März hatte die DFB-Auswahl unmittelbar vor Beginn der WM-Qualifikationsspielen gegen Island, in Rumänien und gegen Nordmazedonien mit unterschiedlichen Aktionen die Einhaltung der Menschenrechte angemahnt und damit auch auf die Lage im Emirat Katar hingewiesen.

"Das sind Botschaften, die immer gelten", sagte Grittner, auch wenn nun nicht mehr vor jedem Spiel neue Aktionen folgen würden. Das tragen der Regenbogen-Binde aus Solidarität mit queeren Menschen sei eine spezielle Aktion im Pride-Monat Juni gewesen. Auch zu dieser Grundhaltung für ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen bekenne sich die Mannschaft unverändert. (cw/dpa)



#1 LegatProfil
  • 02.09.2021, 07:43hFrankfurt am Main
  • Rücksicht nehmen auf den mittelalterlichen Unterdrückerstaat bitte! Das ist überhaupt das Allerwichtigste. Überhaupt war das Eintreten für "nicht verhandelbare Menschenrechte" nur eine "zeitlich begrenzte Aktion". Die ist halt jetzt vorbei. Bis nächsten Juni dann vielleicht mal wieder!

    Keine Ahnung wie sowas gehen kann, aber geht.
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#2 NevermindAnonym
  • 02.09.2021, 09:22h
  • Wenn der Mannschaftskapitän anlässlich des Pride Month die Regenbogenbinde trägt, ist das doch eine tolle Aktion. Wenn der Pride Month vorbei ist und die Binde dann nicht mehr getragen wird, kann das doch kein Anlass für Kritik sein. Dass unsere Nationalmannschaft als unsere Repräsentanten mit Aktionen auch für die Einhaltung von Menschenrechten plädiert, finde ich gut. Es sollte aber nicht im Vordergrund stehen, es handelt sich um eine Fußballmannschaft und nicht um eine Task Force für die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte.
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#3 LotiAnonym
  • 02.09.2021, 09:59h
  • Antwort auf #1 von Legat
  • Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.
    Außer, man hätte keinen Fußbreit nachgeben sollen und gerade jetzt erst recht zeigen, das Menschrechtsverletzungen nicht hinnehmbar sind. Deutlich sichtbar für alle.
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#4 KeksAnonym
  • 02.09.2021, 17:32h
  • Antwort auf #2 von Nevermind
  • Das sehe ich auch so. Wir gehen ja auch nur im Pride Month auf die Straße (CSD) und nicht jede Woche. Dadurch rückt es jährlich sogar verstärkt in den Vordergrund, weil die Medien darüber dann jedes Mal wieder berichten.
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#5 WadimAnonym
#6 AtreusProfil
  • 02.09.2021, 20:00hSÜW
  • Da scheint erstens die Handschrift und Gesinnung des neuen Bundestrainers durch, der ja auch einen Prof./ Dr. der Epidemiologie als sogenannten Experten bezeichneit, zweitens wirkt sich die Anbiederung des DFB an Katar mit Sicherheit negativ auf den Handlungsspielraum kritikbereiter Spieler aus, der ja laut übereinstimmender Berichte, des Geldes wegen bis zum Schulterblatt im After der katarischen Schariaisten steckte.
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#7 LegatProfil
  • 02.09.2021, 22:28hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #4 von Keks
  • Also bei mir ist immer Pride, da ich mich nicht verstecke, sondern täglich als bisexueller Mann auf die Straße gehe. Das ist sowohl im tatsächlichem als auch übertragenen Sinne gemeint. Ich trete auch nicht nur in Teilzeit für Menschenrechte ein, sondern immer. Daher mache ich zum Beispiel keine Geschäfte mit Faschisten, egal ob diese nun religiös oder anderweitig ideologisch angestrichen sind oder wieviel Geld sie bieten. Ich wüsste auch gar nicht wie das mit dem man selbst sein und für Menschenrechte einstehen nur in Teilzeit gehen soll. Ich finde insbesondere bei zweiterem fehlt dann die moralische Integrität. Was meinst du?
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#8 LotiAnonym