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Staatshomophobie
Russland: Theateraufführung simuliert Ermordung von "Schwuchtel"
Bereits als Schüler werden russische Jungs auf Militarismus und Nationalismus eingeschworen: Die homophobe Theater-Vorführung eines derartigen Militärsportvereins führt nun zu Diskussionen.

Homo-Hass wird in Russland bereits in der militärischen Erziehung groß geschrieben (Bild: Facebook / yarbibika)
- 2. September 2021, 10:41h 3 Min.
In der Theater-Aufführung eines lokalen Militärsportvereins für Jugendliche in Jaroslawl, einer rund 300 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Großstadt, haben junge Männer am Sonntag die Ermordung eines schwulen Mannes simuliert. Wie 76.ru berichtet, hätten die Theater-Darsteller in militärischen Uniformen einen oberkörperfreien Darsteller in die Höhe gehoben, eine Betonblock-Requisite auf seinen Bauch gelegt und diese dann mit einem Vorschlaghammer zertrümmert. Der Block enthielt die russischsprachige Aufschrift "Tod den Schwuchteln".
Vereinschef Andrej Palatschjow erklärte, er finde nichts Negatives an dieser Darstellung: "Wo ist das Problem? Die mögen einfach keine Schwuchteln. Und ich auch nicht." Igor Derbin, der Chef des "Kulturpalastes", in dem die Aufführung stattfand, zeigte sich aber außer sich: "Das sollte eigentlich eine schöne und fröhliche Veranstaltung werden." Hätte das Veranstaltungshaus zuvor von dieser Darstellung gewusst, hätte es diese nicht erlaubt.
Auch aus der Politik kommen Reaktionen. So erklärte der russische Duma-Abgeordnete Witali Milonow, ein extrem homophober Politiker der Putin-Partei "Einiges Russland": "Ich bin dagegen, wenn Kinder in solche radikale Polemik gezogen werden." Der 47-Jährige aus Sankt Petersburg fuhr fort: "Aber was man wissen muss, ist, dass Sodomiten die Gesellschaft moralisch deformieren."
"Beste militärische Traditionen"
Olga Chitrowa, eine putintreue Abgeordnete des Regionalparlaments, veröffentlichte auf Facebook Bilder der Theatervorführung und dankte Vereinschef Palatschjow "für seine jahrelange Arbeit mit Jugendlichen" und für seine "Loyalität gegenüber den besten militärischen Traditionen sowie für die Liebe zum Mutterland".
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Posted by ????? ??????? on Sunday, August 29, 2021
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In Russland ist Homosexuellenfeindlichkeit praktisch Staatsdoktrin, obwohl das Land nach 1992 die Strafbarkeit von gleichgeschlechtlicher Liebe abschaffte. Seit 2013 gibt es aber das Gesetz gegen "Homo-Propaganda", das die Sichtbarkeit von LGBTI unter Strafe stellt. Die Auswirkungen des Gesetzes sind tagtäglich spürbar: So wurde etwa fast zeitgleich zur homophoben Aufführung in Jaroslaw ein Literaturfestival im südlich von Moskau gelegenen Verwaltungsbezirk Tula abgesagt, offenbar weil mit Oksana Wasjakina eine lesbische Poetin teilnehmen sollte. Laut Feministin Daria Serenko hätten "orthodoxe Aktivist*innen" versucht, die Ausladung Wasjakinas zu erwirken: "Als dies nicht geklappt hat, haben sie halt das gesamte Festival abgesagt".
Hass auf sexuelle und geschlechtliche Minderheiten darf dagegen frei verbreitet werden. So hatte das staatlich kontrollierte russische Fernsehen etwa Stimmung gegen queere Sportler*innen bei den Olympischen Spielen in Tokio gemacht. Sogar das sonst wenig politische IOC verurteilte die Hass-Attacken (queer.de berichtete).
In Deutschland wird die LGBTI-Feindlichkeit des russischen Regimes von radikalen Linken und Rechten immer wieder geleugnet. So behauptete der Bundestagsabgeordnete Alexander Neu (Die Linke) vergangenes Jahr, dass die "deutsche Provinz" praktisch genau so homophob sei wie Russland (queer.de berichtete). (dk)
















Wenn man in Russland eine bestimmte Gruppe nicht mag, darf man diese töten und niemand darf sich darüber beschweren.
Man stelle sich mal vor:
Die Deutschen würden die Russen hassen und umbringen und diskriminieren. Da würde doch Russland und der" ach so tolle Putin der ja Russland zur Welt und Wirtschafsmacht gemacht hat" gleich wieder Deutschland beleidigen. Russland bzw. die Politik dort sagt schon alles aus. Aber wenn die wieder Gekd von Deutschland oder der EU brauchen dann kann man eine Woche mal nett sein.
Die EU sollte endlich Russland links liegen lassen wir brauchen die nicht aber die uns.