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LSVD-Aktion

Jede*r kann queerpolitische Forderungen an die Spitzenkandidat*innen senden

Der LSVD beklagt, dass LGBTI-Politik bislang im Bundestagswahlkampf keine Beachtung findet. Darum hat der Verband eine Internetseite eingerichtet, mit der jede Person einfach ihre queerpolitischen Forderungen an die Parteien schicken kann.


Am 26. September ist Bundestagswahl (Bild: LSVD)

  • 2. September 2021, 14:05h, noch kein Kommentar

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland will mit einer neuen Internetseite erreichen, dass sich die Parteien zur Bundestagswahl mehr für queerpolitische Bürgerrechtsthemen interessieren. Darum hat der Verband die Seite etabliert, mit der alle Wähler*innen automatisch ihre Forderungen an die Spitzenkandidat*innen der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien senden können.

"Queerpolitische Themen spielen bislang keine Rolle im Wahlkampf! Damit drohen sie auch in den Koalitionsverhandlungen und den kommenden vier Jahren unterzugehen", beklagt der LSVD. "Mit Deiner Hilfe wollen wir das ändern!" Der Hashtag der Aktion lautet #LiebePolitik.

Insgesamt bietet der Verband acht Themenfelder an – von "Diskriminierungsschutz in Artikel 3 Grundgesetz und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz ausbauen" bis "Queere Gesundheit fördern". Mit einem Klick auf ein Thema wird das E-Mail-Programm auf dem Computer oder dem Handy geöffnet und ein entsprechend vorformulierter elektronischer Brief erstellt. Als Empfänger*innen sind SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, Unionskanzlerkandidat Armin Laschet, Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner sowie die Linken-Spitzenkandidat*innen Dietmar Bartsch und Jannine Wissler als Empfänger*innen angegeben. Die Mail kann noch vor dem Abschicken individuell verändert werden.

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Laut den vergangene Woche vom LSVD veröffentlichten Wahlprüfsteinen stimmen die Positionen der Grünen am meisten mit denen der Forderungen des Verbandes überein (queer.de berichtete). Auch bei einer Umfrage unter queeren Wähler*innen lag die Ökopartei vorne (queer.de berichtete).

Unterdessen hat die Initiative "Lesben gegen Rechts" in einem Aufruf an die Wähler*innen appelliert, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen, um die AfD zu schwächen. "Was im Wahlprogramm der AfD durchaus erwähnt, ja geradezu manisch wiederholt wird, ist die Betonung von traditionellen Geschlechterrollen", beklagten die Aktivistinnen. "Wollen wir das? Als Lesben zurück in die Unsichtbarkeit, als Frauen zurück in die 'traditionellen' Rollen unter Ankurbelung unserer Gebärfähigkeit?" Darum der Appell: "Nehmen wir unser Recht wahr, wählen wir demokratische Parteien, die unsere Rechte nicht beschneiden, sondern vorantreiben!"

Wahl-O-Mat und Co.

Am Donnerstagvormittag wurde auch der Wahl-O-Mat online gestellt, der die Wahlentscheidung erleichtern soll. In dem Tool werden Positionen zu 38 Bereichen abgefragt. In zwei Fragen geht es auch um LGBTI-Themen – zum einen um die Förderung von queeren Familien, zum anderen um die sprachliche Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten. Auch mehrere weitere Wahl-Automaten sind bereits online verfügbar, die verschiedene Schwerpunkte setzen. Wahltraut beschäftigt sich etwa mit gleichstellungspolitischen Themen. (dk)