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Bewährungsstrafe

Dachau: Katholischer Pfarrer wegen seiner Homosexualität erpresst

Mehr als 10.000 Euro zahlte ein Geistlicher einem Erpresser, der ihm mit einem Outing gedroht hatte. Der Täter erhielt jetzt eine Bewährungsstrafe.


Das Gericht ersparte dem Täter einen Gefängnisaufenthalt (Bild: pixel2013 / pixabay)

Das Schöffengericht im oberbayerischen Dachau hat am Donnerstag einen 30-jährigen Mann wegen gewerbsmäßiger Erpressung zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er vom einem schwulen katholischen Pfarrer Geld gefordert und gedroht hatte, seine sexuelle Orientierung öffentlich zu machen. Wie der Münchner "Merkur" berichtete, hatte der serbische Staatsbürger insgesamt 11.705 Euro von dem Geistlichen aus dem Landkreis Dachau erpresst.

Demnach drohte der Täter dem Pfarrer seit Dezember 2020, Videos zu veröffentlichen, die dessen sexuelle Orientierung beweisen würden – sogar an Heilig Abend verlangte er eine Zahlung. Dabei schrieb er seinem Opfer in Chats Sätze wie "Sie wollen doch nicht Job und Wohnung und alles, was damit zusammenhängt, verlieren". Erst als der Pfarrer in finanzielle Schwierigkeiten geriet und sich Dritten offenbarte, wurde die Justiz eingeschaltet.

Täter hatte hohe Schulden

Als Grund für die Tat hatte der 30-Jährige – ein arbeitsloser, alleinerziehender Vater von zwei Kindern – hohe Schulden angegeben. Er habe etwa 20.000 Euro bei Sportwetten und privaten Pokerspielen verloren. Seine Gläubiger hätten dabei das Geld "mit Nachdruck" eingefordert.

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Haftstrafe von zweieinhalb Jahren ohne Bewährung gefordert. Das Gericht hielt dem Täter aber zugute, dass er geständig war und dem Opfer damit eine Aussage ersparte. So musste in der Verhandlung nicht thematisiert werden, in welchem Verhältnis die beiden standen. Außerdem nimmt der 30-Jährige am Täter-Opfer-Ausgleich teil. Die vom Pfarrer erpresste Summe werde er in Raten zurückzahlen. (cw)



#1 mmmmAnonym
#2 queergayProfil
  • 04.09.2021, 02:23hNürnberg
  • Zumindest sorgt das Urteil auch dafür, dass die zwei Kinder des Angeklagten nicht längere Zeit ohne ihren alleinerziehenden Vater und mit Betreuung durch fremde Personen und das Jugendamt leben müssen.
    Selbstverständlich war das Erpressungsverhalten des wohl spielsüchtigen Täters schlimm genug und sehr schäbig.
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#3 joshAnonym
  • 04.09.2021, 13:45h
  • Antwort auf #2 von queergay
  • Was sollen die Kinder von dem Vater denn lernen ? Wie man spielsüchtig wird und andere erpresst ?
    Soll er sich vor Strafe schützen können, indem er sich hinter seinen Kindern versteckt ?

    Also ich find´ deinen Kommentar ausserorderntlich seltsam konstruiert.
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#4 queergayProfil
  • 04.09.2021, 15:10hNürnberg
  • Antwort auf #3 von josh
  • Es gibt hier einen Täter-Opfer-Ausgleich. Der arme Pfarrer bekommt sein Geld zurück. Das Gericht hat mit Sicherheit die familiäre Situation überprüft und genau abgewogen, welches Urteil es zu geben hat. Und die Kinder müssen nicht vom Vater weggerissen werden. Was soll daran seltsam sein? Vielleicht deine Einschätzung insgesamt?
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