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Kommentare zu:
In Kiel regierende CDU setzt auf Gender-Volksentscheid


#1 KopfschüttelAnonym
  • 08.09.2021, 11:47h
  • Volksentscheid?!? Auf einmal doch möglich?!?
    Ausgerechnet von der CDU, die sich jahrelang gegen die Gleichstellung positioniert hatte und mehrheitlich gegen die Ehe für alle gestimmt hat, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung längst weiter war?
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#2 AtreusProfil
  • 08.09.2021, 13:02hSÜW
  • Das verdeutlicht, wie groß die Bremsstreifen in den Buchsen verängstigter Unionsmitglieder mittlerweile sind, wenn man in Orban-Erdogan-Pis-Manier Hass und Ressentiments gegen Minderheiten billigend in Kauf nimmt, um Wählerstimmen zu generieren und dafür Lebenswirklichkeit und drängende, politische Fragen vollkommen ausblendet. Noch drei Wochen... Ich kann es kaum noch abwarten.
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#3 michael hnkAnonym
  • 08.09.2021, 13:08h
  • Es ist nicht okay und eine Verharmlosung des Rechtspopulismus obendrein, alles rechtspopulistisch zu nennen, was von einer demokratischen Partei kommt, die einem selbst nicht nahe steht und die lediglich einen Vorschlag macht, den man selbst ablehnt. Der Vorschlag, einen Volksentscheid durchzuführen, ob Landesbehörden in der Kommunikation künftig gendern sollen oder nicht, ist vollkommen in Ordnung und ganz bestimmt keine "rechtspopulistische Mobilisierung", sondern ein basisdemokratisches Instrument, von dem leider viel zu selten Gebrauch gemacht wird.

    Die Vehemenz, mit der aus rein ideologischer Motivation heraus immer wieder Stimmung entweder für oder gegen das Gendern gemacht wird, NERVT!
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#4 userer
  • 08.09.2021, 13:47h
  • Antwort auf #3 von michael hnk
  • Willkommen in der Realität. Selbstverständlich ist es rechtspopulisitisch (gelinde ausgedrückt), dass "das Volk" über den Sprachgebrauch abstimmen soll. So etwas ist in Deutchland nämlich nicht verbindlich möglich.

    Dass es dem politischen Arm der Christen ausschließlich um rückschirttlichen Populismus geht, zeigt ja auch der folgende Teilsatz aus dem Artikel: "... das Bevölkerungsvotum zur Rücknahme der 1996 eingeführten Rechtschreibreform ..." - Also noch so ein populistischer Quatsch. Die besagte Reform ist nach Jahrzehnten internationaler Verhandlungen deutschsprachiger Länder beschlossen worden und wurde übrigens in anderen deutschsprachigen Ländern ohne die in Deutschland gepflegten Befindlichkeiten weitenteils problemlos angenommen und umgesetzt. Darüber abstimmen zu lassen, und dann auch noch in einem kleinen Bundesländchen, ist lediglich ein Versuch, den Ewiggestrigen aufm platten Acker den Bauch zu pinseln.

    Und wer zahlt für diesen Blödsinn der christlichen "Demokraten"? Alle, die dort Steuern zahlen.
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#5 mind_the_gapEhemaliges Profil
#6 KratzbürsteAnonym
  • 08.09.2021, 13:54h
  • Antwort auf #3 von michael hnk
  • Man kann inzwischen die Uhr stellen danach, wer bei dem Thema hervorgekrochen kommt.

    Sehen wir uns doch die Argumente für und gegen das Gendern an:
    Dagegen: Frauen (sic!) sind mitgemeint
    Dafür: alles, was nicht männlich ist, ist eben nicht mitgemeint, wissenschaftlich erwiesen
    Dagegen: Aber... Aber... es ist hässlich/ungewohnt/ich muss es neu lernen
    Dafür: es ist ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung der Geschlechter

    Ich habe da so eine Ahnung, wer da mehr von Ideologie getrieben ist, aber darauf läuft die Diskussion ja jedes Mal hinaus, also mach damit, was du meinst

    Im Übrigen ist es nicht basisdemokratisch, wenn man einen Volksentscheid nur dann macht, wenn Umfragen suggerieren, dass die Entscheidung im eigenen Sinne ausfällt. Wenn man so die Bundestagswahl abhalten würde, fände sie sicher nicht dieses Jahr statt.
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#7 michael hnkAnonym
#8 SpockAnonym
  • 08.09.2021, 14:20h
  • Antwort auf #5 von mind_the_gap
  • So sehe ich das auch.

    Das BVerfG hat anerkannt, dass nicht-binäre Menschen ein Recht auf staatliche Anerkennung haben. Die Organe des Staates müssen dem jetzt auch in ihren sprachlichen Äußerungen Rechnung tragen. Es steht keiner Mehrheit zu, eine Minderheit auszugrenzen, auch nicht per Abstimmung.

    Es ist schlimm, in diesen Kommentarbereich Zustimmung zu Minderheitenunterdrückung per Abstimmung zu lesen.
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#9 Ana NymAnonym
  • 08.09.2021, 17:28h
  • Interessant,
    fordert CDU immer Volksentscheide, wenn es um eine Rechtschreibreform geht?

    Wieder etwas um nur zu polarisieren.

    Es gibt so viel wichtige Dinge, die auch hier in Deutschland angepackt werden müssten.
    So viele und das ist nicht nur die Corona-Krise und ihre Auswirkungen oder der Klimawandel.
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#10 ergaenzungAnonym
#11 KaiJAnonym
  • 09.09.2021, 09:15h
  • In einer Telefonkonferenz der Jamaika-Koalition zu den genderungerechten Sprachvorstössen der CDU soll es laut einer Meldung von NDR-SH am Diestagabend hoch her gegangen sein und sich die "Gemüter" nicht beruhigt haben können.
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#12 KopfschüttelnAnonym
#13 zundermxeAnonym
  • 09.09.2021, 10:09h
  • Antwort auf #7 von michael hnk
  • Tja, so musst du wohl reagieren, wenn andere deine Meinung nicht teilen und es wagen ihre mit Argumenten zu äußern.
    Was hast du an Demokratie und Kontroverse nicht verstanden?

    Wenn wer zu Wahlkampf-Zeiten etwas macht, dass er kurz vorher noch selbst ausgeschlossen hatte, wie anders als Populismus und Themenmissbrauch ist das zu nennen?!
    Vom Thema nach PIS-Putin-Orban-Erdogan-Manier ganz abgesehen.

    Doch für dich ist dies natürlich völlig ok. Wenn dir die Mehrheitsgesellschaft sagt, dass du atmen darfst, macht es erst Sinn für dich.
    Und überhaupt- was scheren dich Frauen und andere Queers solange du dich als Schwuler wohl fühlst?!
    Ohje, du hast den Farbfilm vergessen mein Michael.
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#15 KMBonnProfil
  • 09.09.2021, 14:07hBonn
  • Antwort auf #3 von michael hnk
  • Das sehe ich auch so. Abgesehen davon ist das Projekt Gendersprache so gut wie tot, die Mehrheit der Bevölkerung lehnt das Gendern mit *:_ eben vehement ab.

    In unserem Buchladen mit u.a. mit queerer Literatur habe ich erst zwei Besucher gehabt, die sich dafür aussprachen und das waren zwei Frauen, die sämtliche Klischees dieser Szene wie eine Monstranz vor sich hertrugen.

    Schwule Kunden erzählen mir hinter vorgehaltener Hand, dass ihnen die Genderfans nur noch auf den Geist gehen und man um des lieben Friedens willen gelegentlich ein höfliches "Jaja! Alles ganz furchtbar!" beisteuert, aber innerlich längst auf Distanz gegangen ist.

    "Männer sind alles Schweine, wir Frauen werden nur unterdrückt und das kapitalistische Patriarchat versklavt ..."

    Die übliche linksidentitäre Bubble eben, die mit ihrem Fanatismus eher abstößt als anspricht.

    Selbst die taz hat unlängst auf die Erfolglosigkeit des Versuches hingewiesen, Gendersprache zu etablieren.
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#16 mind_the_gapEhemaliges Profil
  • 09.09.2021, 14:47h
  • Antwort auf #13 von zundermxe
  • "Wenn dir die Mehrheitsgesellschaft sagt, dass du atmen darfst, macht es erst Sinn für dich. Und überhaupt- was scheren dich Frauen und andere Queers solange du dich als Schwuler wohl fühlst?! Ohje, du hast den Farbfilm vergessen..."

    Dem möchte ich mich aus vollstem Herzen anschließen. Und zwar nicht nur bzgl. des einen Kommentators, sondern ganz generell.

    ***

    Zu #15 von @KMBonn:

    Au weia. Also wenn die Mehrheit der Bevölkerung etwas ablehnt, ist es auch gut und richtig so, dass dieses tot ist? Hast Du da auch nur mal eine einzige Ecke weiter gedacht? Aber ist ja gut, zu wissen, wie man in manchem Buchladen so über Marginalisierte denkt.

    Und nochmal au weia: "wie eine Monstranz vor sich hertrugen": Ich frage mich gerade, wie ich meine Nichtbinarität "wie eine Monstranz vor mir hertragen" sollte. Zur Info: 99,9% halten mich für einen Mann, weil ich halt "so aussehe". BIN ich aber halt nicht. Und nun? Habe ich deshalb kein Recht auf angemessene Berücksichtigung in dieser Gesellschaft?

    "Genderfans" gehen Dir auf den Geist? Das ist ja nun, mit Verlaub, reinstes AfD-Sprech. Und Deine schwulen Kunden sagen das auch? Hast Du nur intolerante Schwule als Kundschaft? Auch der Rest Deines Kommentars strotzt nur so vor Verachtung gegenüber Andersartigen.

    Also Schwule sind selbstverständlich OK, aber alles andere aus dem queeren Spektrum selbstverständlich nicht?

    Oh Mann, ist mir übel!
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#17 ResümeeAnonym
  • 09.09.2021, 15:15h
  • Antwort auf #15 von KMBonn
  • Ich fasse deine Argumente zusammen:

    1. Wir sind die Mehrheit (implizit: und Mehrheiten brauchen gar nicht inhaltlich zu argumentieren, um Recht zu haben).

    2. Leute, die "Gendersprache"* verwenden, sind irgendwie komisch.

    3. Andere sagen auch, dass diese Minderheiten nur nerven.

    4. Man wird ja wohl noch einfach trotzig sein dürfen, statt auf Argumente einzugehen.

    Da ist keine einzige Auseinandersetzung mit einem inhaltlichen Argument. Einfach nur "wir sind die Mehrheit und ihr nervt, also haltet die Klappe". Sehr entlarvend und unsympathisch, vor allem in diesem queeren Rahmen hier.

    * Wer behauptet, nur gendersensible Sprache sei "gegendert", folgt damit einem populistischen Framing. Auch generisches Maskulinum und Doppelnennung sind "Gendersprache".
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#18 KaiJAnonym
  • 09.09.2021, 17:30h
  • Antwort auf #11 von KaiJ
  • Der NDR-Artikel wirkt auf mich schwerpunktmässig umgeschrieben, obwohl er auf einen Stand von heut' Morgen, 5 Uhr, verweist. Als ich heute auf den Artikel hinwies, lag der Inhalt noch sehr auf der Telefonkonferenz und ich konnte daraus noch die jetzt nicht mehr vorhandene Formulierung "hoch her gegangen" übernehmen. Auch wenn ich andere Formulierungen noch wieder finde, ist der Inhalt im Artikel nunmehr wohl ziemlich verschoben worden.
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#19 CarolTAnonym
  • 10.09.2021, 07:27h
  • Antwort auf #15 von KMBonn
  • "Selbst die taz hat unlängst auf die Erfolglosigkeit des Versuches hingewiesen, Gendersprache zu etablieren."

    Worauf beziehst du dich da? In der aktuellen Ausgabe lese ich weiterhin Artikel mit Genderstern, Doppelpunkt und Binnen-I. Die redaktionellen Hinweise sind meistens mit Sternchen geschrieben. Das sieht für mich nicht danach aus, als hätte die taz die gendergerechte Sprache aufgegeben. Ganz im Gegenteil.

    Du verkaufst hier hoffentlich nicht die Meinung in einem einzelnen Artikel als "die taz"?
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#20 userer
  • 10.09.2021, 11:14h
  • Antwort auf #15 von KMBonn
  • Was du schreibst, klingt für mich nach anekdotenhafter Filterblase, um die eigene Unflexibilität zu rechtfertigen. Vielleicht zieht euer Geschäft ja solche Leute an. Würde ich mal drüber nachdenken.

    Im Übrigen wäre ich froh, wenn du es künftig unterlassen könntest, hier in gefühlt jedem anderthalbsten Kommentar Schleichwerbung für euer Geschäft zu machen. - Bei dem, was du hier so schreibst, geht das sowieso nach hinten los.
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