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Nach homophoben Übergriffen
Spanischer Ministerpräsident verspricht härteres Vorgehen bei Angriffen auf sexuelle Minderheiten
Am Wochenende ritzten Unbekannte einem schwulen Mann in einem Madrider Partyviertel ein homophobes Schimpfwort in die Haut. Die spanische Regierung will nun endlich gegen die zunehmende Gewalt vorgehen.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez regiert sein Land seit Juni 2018
- 8. September 2021, 12:46h 2 Min.
Nach einer Reihe von Angriffen auf Homosexuelle hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez ein härteres Vorgehen angekündigt. Seine Regierung werde alles in ihrer "Macht stehende tun, um Hassverbrechen zu verhindern", versprach Sánchez am Mittwoch vor dem Parlament in Madrid. Der sozialistische Politiker rief die Abgeordneten auf, einen Anfang des Jahres eingebrachten Gesetzentwurf zur Gleichbehandlung von Minderheiten so schnell wie möglich zu verabschieden. Zudem betonte er, dass die große Mehrheit der Spanierinnen und Spanier Homosexuellenfeindlichkeit kategorisch ablehne.
Zuletzt hatte am Wochenende ein Zwischenfall im Madrider Partyviertel Malasaña für Entsetzen gesorgt. Dort prügelte eine Gruppe von acht Vermummten am Sonntagabend einen 20 Jahre alten Schwulen krankenhausreif. Nach Medienberichten wurde dem Opfer auf eine Pobacke mit einem Messer das Wort "maricón" (Schwuchtel) eingeritzt. Die Angreifer*innen entkamen unerkannt.
/ sanchezcastejon | Sánchez hatte bereits am Montag den homophoben Übergriff kritisiert: "Hass hat keinen Platz in unserer Gesellschaft."En nuestra sociedad no tiene cabida el odio. Mi rotunda condena a este ataque homófobo. No vamos a permitirlo. Seguiremos trabajando por un país abierto y diverso, donde nadie tenga miedo a ser quien es, en el que todos/as vivamos libres y seguros.
Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) September 6, 2021
Mi cariño al joven agredido. https://t.co/YDjWENyeVa
Im Juli hatte der Tod eines Mannes im Nordosten Spaniens für Empörung gesorgt – der 24-Jährige war nach "Schwuchtel"-Beschimpfungen zu Tode geprügelt worden (queer.de berichtete). Später wurden mehrere Verdächtige festgenommen (queer.de berichtete). Die Tat brachte viele Menschen auf, was landesweit zu Demonstrationen führte. Die Situation eskalierte damals noch mehr, weil die Polizei bei den Demos auch Gewalt gegen die Protestierenden einsetzte (queer.de berichtete).
Nach Einschätzung von Menschenrechtler*innen gibt es auch in anderen Landesteilen organisierte Attacken auf Homosexuelle und auch auf Angehörige anderer Minderheiten. Die Situation wird angeheizt, weil seit 2019 mit Vox erstmals eine rechtsextreme Partei im Madrider Parlament vertreten ist.
Das Innenministerium der Region Katalonien sprach am Mittwoch von einer regelrechten "Jagd". In in den ersten sechs Monaten 2021 wurden in ganz Spanien bereits 43 Prozent mehr Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten erfasst als im gesamten vorigen Jahr. (dpa/cw)















Aber immerhin ist Spanien dennoch weiter als Deutschland...
Hierzulande betäubt Angela Merkel das Volk immer noch mit einem "Deutschland - Ein Land, in dem wir gut und gerne leben."
Und Armin Laschet betont ständig, dass man "wegen einzelner tragischer Ereignisse nicht seine Politik ändere". Was diese geschmacklose Person selbst dort sagt, wo Menschen gestorben sind.