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Polizeibericht

Berlin: Unbekannte bewerfen Gäste einer Szenebar mit Eiern

In der Berliner Kleiststraße im Regenbogenkiez wurden am Mittwochabend rund 40 vor einem Nachtlokal feiernde Menschen aus einem Auto heraus schwulenfeindlich beleidigt und mit Eiern attackiert.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Im Berliner Regenbogenkiez kam es am Mittwochabend zu einem homofeindlichen Zwischenfall. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstag.

Laut Polizeibericht wurden Einsatzkräfte des zuständigen Abschnitts vor einer Szenebar in der Kleiststraße angesprochen. Ein 38-jähriger Mann erzählte, er und eine Gruppe von etwa 40 Gästen des Nachtlokals seien kurz zuvor Opfer eines Angriffs geworden. Gegen 23.45 Uhr sollen unbekannt Gebliebene aus einem unbeleuchteten Auto heraus Eier auf die vor der Bar Feiernden geworfen und sie homophob beleidigt haben.

Eines der Eier traf den 38-Jährigen am linken Bein, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ermittlungen wegen Beleidigung und versuchter Körperverletzung übernahm – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 andreAnonym
  • 09.09.2021, 12:32h
  • In Barcelona, am Eingang vom Club "Metro" hat mich mal ein Ei getroffen. Kam vom Beifahrer eines Motorbikes geflogen. Ich war somit Zufallsopfer. Was solls. Im Club ausgewaschen und sowieso "oben ohne" gefeiert. Damals war ich noch vorzeigbar. Für mich kein Skandal. Eher Lapalie. Heute unmöglich und Fall für die Bundespolizei. Also bei uns. Unglaublich.
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#2 GoodbyeToGermanyAnonym
  • 09.09.2021, 12:33h
  • Es hat schon längst wieder angefangen in Doitschland. Wir können diesmal noch froh sein, dass es Eier waren, keine Kugeln, die aus dem vorbeifahrenden Auto geschossen wurden.
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#3 PetterAnonym
  • 09.09.2021, 12:34h
  • Angela Merkel:
    "Deutschland - ein Land in dem wir gut und gerne leben."

    Armin Laschet:
    "Wegen einzelner Ereignisse ändert man doch nicht seine Politik."
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#4 IsaakAnonym
#5 PetterAnonym
  • 09.09.2021, 13:16h
  • Antwort auf #4 von Isaak
  • Das ist keineswegs Übertreibung.

    Man sieht doch immer wieder, dass schlimme Dinge oft ganz banal und noch relativ "harmlos" beginnen.

    Zuerst fliegen "nur" Eier. Aber wenn man nichts unternimmt, radikalisieren sich die Täter immer mehr. Und irgendwann fliegen dann die Pistolenkugeln, Brandsätze und Bomben.
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#6 ColonelAnonym
  • 09.09.2021, 13:18h
  • Antwort auf #3 von Petter
  • Ich (a) lebe in Deutschland gut und gerne und (b) stimme dem Laschet-Zitat zu - es erscheint sinnvoll und angenehm unaufgeregt, zumal in einer Zeit der permanenten Skandalisierung und Fehlinforation. Was das mit dem Berliner Eierwerfer zu tun hat, das erschließt sich mir indes kein Stück; auch weil in Berlin weder Laschet noch Merkel viel zu sagen habend sondern allenfalls die rot-rot-grüne Landesregierung.
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#7 TomDarkProfil
  • 09.09.2021, 13:21hHamburg
  • Antwort auf #3 von Petter
  • Was soll wieder diese Polemik?

    Homohasser wird es immer geben. Leider auch bei vollständiger Gleichstellung und einer queerfreundlicheren Regierung.

    Die Dummheiten wechseln, aber die Dummheit bleibt.
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#8 IsaakAnonym
  • 09.09.2021, 13:45h
  • Antwort auf #5 von Petter
  • Und genau das ist es eben: eine Übertreibung. Gewalt hat es immer gegeben und wird es bis zu einem gewissen Grad auch immer geben - und das trifft auch auf homophobe Gewalt zu. Zumindest solange wir nicht in einem Überwachungsstaat oder einer Utopie leben (wobei für einige Zeitgenossen beides deckungsgleich sein dürfte).

    Jedenfalls: Aus einem Eierwurf direkt ein wie auch immer geartetes Mordpotential abzuleiten ist völlig absurd. Das eine hat vor einigen Jahren noch zur Kategorie "Lausbubenstreich" gehört, das eine setzt ein ungemein hohes Maß an Entschlossenheit und krimineller Energie voraus. Auf demselben Niveau argumentieren doch gerade konservative Politiker, wenn sie den Zug am Joint als Einstiegsportal in die schwere Drogenkriminalität sehen oder Ego-Shooter mit Amokläufen verbinden. Der einzige Effekt: Sie machen sich lächerlich und unglaubwürdig.
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#9 4fn9lAnonym
  • 09.09.2021, 14:07h
  • Antwort auf #8 von Isaak
  • ein "lausbubenstreich" war das vor einigen jahren vielleicht noch in südlichen provinzen, jedoch im aufgeklärten urbanen deutschland längst nicht mehr, wenn es, wie hier, mit schmährufen einherging.
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#10 NickAnonym
  • 09.09.2021, 14:14h
  • Antwort auf #1 von andre
  • Und als Fazit Ihres Kommentars darf ich nun herleiten, dass sich queere Menschen künftig bitteschön mit Eiern bewerfen und homophob beleidigen lassen sollen?
    Und das alles, weil Sie damals, als sie noch eine vorzeigbare Figur aufwiesen, trotz Eierattacke einen schönen Abend im spanischen Club hatten?
    Verstehe eine*r.
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