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"Hol dir deinen Kiezpieks!"

Impfaktion in Hamburgs "schwulem Wohnzimmer"

Die "WunderBar" in St. Pauli will die Impfquote erhöhen: Alle Impfwilligen, die sich den "Kiekspieks" abholen, erhalten zudem eine kostenlose Pizza.


Die "WunderBar" ist seit Jahrzehnten eine Institution in Hamburg (Bild: Facebook / Wunderbar)

Am Montag (13. September) kann sich jeder ohne Voranmeldung in der Kneipe "WunderBar" in Hamburg-St. Pauli impfen lassen. Die Aktion wird zwischen 19 und 23 Uhr vom mobilen Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes durchgeführt. Online wirbt die Bar mit dem Slogan: "Hol dir deinen Kiezpieks!"

Zur Wahl steht neben dem beliebtesten Impfstoff von Biontec auch Johnson & Johnson. Letzterer hat den Vorteil, dass nur eine Impfung erforderlich ist. Als besonderen Anreiz erhält jeder Impfling im Anschluss eine frischgebackene "Pauli Pizza" auf der Terrasse der Bar. "Die Pizza geht natürlich aufs Haus", so die "WunderBar". Auch die Impfung wird – wie überall – kostenlos durchgeführt.

"Wir sind in großer Sorge, dass wir nicht ohne weiteren Lockdown durch den Winter kommen", so begründete Axel Strehlitz, der die Bar seit fast 30 Jahren gemeinsam mit Corny Littmann betreibt, die Aktion. Die "WunderBar" (Spitzname: "Hamburgs schwules Wohnzimmer") hatte sehr unter der Corona-Pandemie gelitten – vor April 2020 drängten sich gerade an den Wochenenden mehrere hundert Gäste auf der Tanzfläche und feierten zu Pop- und Chartmusik. "Mit der Aktion wollen wir unsere Gäste anregen, die Impfquote zu erhöhen und so für mehr Sicherheit und vor allem Lebensqualität sorgen", erläuterte Strehlitz.

"WunderBar" befürwortet Hamburgs 2G-Modell

Die Crew des Kiez-Lokals ist durchweg geimpft. Seit zwei Wochen praktiziert die "WunderBar" das so genannte 2G-Modell, wonach nachts nur noch Genesene und Geimpfte hineindürfen – dafür aber ohne Abstand und mit Tanz. Dieser Hamburger Sonderweg sorgte in den letzten Wochen bundesweit für Schlagzeilen.

Laut "WunderBar" nehmen die Gäste nehmen das Konzept dankbar an. Die Umsätze würden wieder signifikant steigen. Das sei ein Indiz dafür, dass Sicherheit und Kontrolle einen Weg aus der Pandemie ebneten. "Wir wollen bewusst auch zur Diskussion unter den Gästen und innerhalb der Community anregen und freuen uns, dass wir mit der Aktion Aufmerksamkeit fürs Thema schüren", so der 54-jährige Inhaber. (pm/dk)