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Polizeibericht

Homophober Angriff in Berliner Klassenzimmer

In einem Oberstufenzentrum in Berlin-Wittenau beschimpften zwei 17-Jährige einen 19-Jährigen schwulenfeindlich, drohten ihm mit dem Tod und schlugen mehrfach auf ihn ein.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: TechLine / pixabay)

Ein junger Mann ist am Freitagmittag in einer Schule in Berlin-Wittenau schwulenfeindlich bedroht und geschlagen worden. Der 19-Jährige war in seinem Klassenraum in einem Oberstufenzentrum an der Cyclopstraße, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zwei Jugendliche gingen zu ihm, bedrohten ihn mit dem Tod und schlugen ihm gegen den Oberkörper.

Lehrkräfte alarmierten die Polizei, die zwei 17-jährige Tatverdächtige festnahmen. Der Junge und das Mädchen wurden später entlassen, nachdem ihre Identität festgestellt worden war. Gegen sie wird jetzt wegen des Verdachts der homophoben Bedrohung und Körperverletzung ermittelt. Ob die beiden dieselbe Schule besuchten wie der 19-Jährige, war zunächst unklar. Wie bei vermuteter Hasskriminalität üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/dpa/cw)



#1 AtreusProfil
  • 11.09.2021, 17:10hSÜW
  • Zu meiner Zeit hätte kein Lehrer die Polizei gerufen. Die hätten die Angreifer weggeschickt und mich im Anschluss gefragt, mit was ich die beiden provoziert habe. Im Unterricht haben sie sich auch alle Mühe gegeben, die unüberhörbaren Schwuchtelrufe zu überhören.

    Gut, dass sich das (stellenweise) geändert hat.
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#2 YannickAnonym
  • 11.09.2021, 17:30h
  • "drohten ihm mit dem Tod und schlugen mehrfach auf ihn ein"

    Bestimmt nur ein "Lausbubenstreich" wie manche hier gerne bei LGBTI-feindlich motivierter psychischer und körperlicher Gewalt die Sache runterspielen.

    Aber jeder, der nicht die Untätigkeit seiner Partei rechtfertigen will, sondern der genug historisch-gesellschaftliche Sensibilität hat, um Zeichen der Zeit zu erkennen, weiß, dass das die Warnsignale sind, die sehr schnell noch viel drastischeres zur Folge haben, wenn man jetzt nicht endlich etwas unternimmt.
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#3 zundermxeAnonym
  • 11.09.2021, 19:14h
  • Während meiner Zeit auf allgemein bildendender Schule (frühe 80er) sind Schläger, egal aus welchem Grund Sie geprügelt haben, direkt von der Schule geflogen.

    Auch, wenn das Thema Homosexualität ansonsten nie im Unterricht erwähnt wurde, gab es ein paar Lehrer*innen, die bei dummen Sprüchen sofort Konsequenzen angedroht haben (und das von den Lehrer*innen, die jeweils auf ihre Art Autorität besaßen).
    So gab es dass, was mittlerweile wohl trauriger Normalzustand ist, zu meiner Schulzeit schlicht nicht.
    Relatives Glück in der Provinz halt.
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#4 marcocharlottenburgAnonym
  • 11.09.2021, 19:52h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • Das ist sicher kein Lausbubenstreich. Aber es ist nun einmal nur das bestrafbar, was tatsächlich passiert ist und nicht irgendwie hineininterpretiert wird. Das was an strafbarer Handlung vorliegt, ist aber mit aller Härte des Gesetzes zu ahnden und, sollten es Schüler der Schule gewesen sein, ist hier ein Schulausschluss fällig und Wechsel an eine andere Schule. Gut, das hier Lehrkräfte entschlossen gehandelt haben.
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#5 seb1983
  • 11.09.2021, 21:16h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Ich bin in den 90ern auf ein recht kleines Gymnasium mit grade mal 600 Schülern gegangen.
    Es gab eine Handvoll Schwuler, das Thema war quasi nicht existent.
    Was es auch nicht gab war Gewalt, Hass, Mobbing oder Drogen.
    Wer sich Wochenends kotzend auf Weinfesten sehen ließ konnte mit ziemlicher Sicherheit mit einem Anruf bei den Eltern rechnen, Rauchen auf dem Schulgelände war ebenso wie Alkohol Tabu oder ein Verlassen des Geländes.
    Es gab einfach weder bei Lehrern noch Eltern oder Schülern diese allgemeine sch...egal Stimmung bei Missständen und Fehlverhalten wie heute oft.
    Vielleicht manchmal etwas spießig aber auch recht behütet im Nachhinein.
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#6 BrainAnonym
  • 11.09.2021, 23:11h
  • So weit sind wir leider gekommen. Lehrer müssen die Polizei rufen. Würde ein Lehrer, solche Schüler disziplinieren, wären gleich deren Eltern zur "Verteidigung" ihrer "braven" Kinder vor Ort. Ich spreche hier von verbaler Disziplinierung, denn selbst vor der müssen sich Lehrer heute scheuen. Wenn die Eltern dann auftreten, weiß der Lehrer warum die Kinder so sind wie sie sind. Nicht alle - zum Glück - leider aber immer mehr.
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