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Polizeibericht
Homophober Angriff in Berliner Klassenzimmer
In einem Oberstufenzentrum in Berlin-Wittenau beschimpften zwei 17-Jährige einen 19-Jährigen schwulenfeindlich, drohten ihm mit dem Tod und schlugen mehrfach auf ihn ein.

Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: TechLine / pixabay)
- 11. September 2021, 13:57h 2 Min.
Ein junger Mann ist am Freitagmittag in einer Schule in Berlin-Wittenau schwulenfeindlich bedroht und geschlagen worden. Der 19-Jährige war in seinem Klassenraum in einem Oberstufenzentrum an der Cyclopstraße, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zwei Jugendliche gingen zu ihm, bedrohten ihn mit dem Tod und schlugen ihm gegen den Oberkörper.
Lehrkräfte alarmierten die Polizei, die zwei 17-jährige Tatverdächtige festnahmen. Der Junge und das Mädchen wurden später entlassen, nachdem ihre Identität festgestellt worden war. Gegen sie wird jetzt wegen des Verdachts der homophoben Bedrohung und Körperverletzung ermittelt. Ob die beiden dieselbe Schule besuchten wie der 19-Jährige, war zunächst unklar. Wie bei vermuteter Hasskriminalität üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.
Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert
Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.
Erst vor wenigen Tagen wurden in der Kleiststraße rund 40 vor einem Nachtlokal feiernde Menschen aus einem Auto heraus schwulenfeindlich beleidigt und mit Eiern attackiert (queer.de berichtete). Im August meldete die Polizei unter anderem einen hommophoben Übergriff auf einen 28-Jährigen durch zwei 18-Jährige in Prenzlauer Berg. Auch wurde eine 21-Jährige in einem Zug der Linie S9 von einem unbekannten Mann bedroht, queerfeindlich beleidigt, getreten und angespuckt. In Lichtenberg wurde eine nicht-binäre Person mit einer Schusswaffe bedroht. Nur einige Fälle werden von der Polizei der Öffentlichkeit gemeldet, zugleich wird nur ein Teil angezeigt. (pm/cw)















Gut, dass sich das (stellenweise) geändert hat.