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Polizeibericht

Zwei transfeindliche Übergriffe am Wochenende in Berlin

In Kreuzberg wurde eine trans Frau von einem Unbekannten geschlagen und gewürgt, in Prenzlauer Berg eine queere Person auf einem U-Bahnhof angespuckt und mit Reizgas besprüht.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: mbaumi / unsplash)

Gleich zwei Übergriffe mit transfeindlichem Hintergrund meldete die Berliner Polizei am Sonntag.

Der erste Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag in Kreuzberg. Aktuellen Informationen zufolge hatte ein unbekannt gebliebener Mann gegen 14.30 Uhr eine 42-jährige trans Frau am Waterloo-Ufer angegriffen. Dem Vernehmen nach soll der Täter die Frau erst mit Fäusten attackiert haben. Dann soll er ihr die Jacke entrissen und diese in den Landwehrkanal geworfen haben. Bis die Frau ihm entkommen konnte, soll er versucht haben, sie mit einem aufgefundenen Gürtel am Hals zu würgen.

Auf ihrer Flucht kamen ihr Mitarbeiter*innen und der Sicherheitsdienst einer nahe gelegenen Bibliothek zu Hilfe und verhinderten einen weiteren Übergriff. Der Unbekannte floh daraufhin unerkannt in Richtung Mehringplatz. Die Zurückgebliebene verspürte anschließend Schmerzen im Halsbereich, eine ärztliche Behandlung wollte sie noch überdenken. Der beschriebene Angriffsort wurde anschließend von der alamierten Polizei abgesucht. Beamt*innen fanden den Gürtel, der als mögliches Tatwerkzeug und Spurenträger beschlagnahmt wurde.

Zweite Attacke auf U-Bahnhof Eberswalder Straße

In Prenzlauer Berg wiederum attackierte in der Nacht zu Sonntag eine Männergruppe einen "55-Jährigen, der Frauenkleidung trug", wie es in der Polizeimeldung heißt. Die aus fünf oder sechs Personen bestehende Gruppe soll kurz vor Mitternacht auf dem U-Bahnhof Eberswalder Straße den Angriff mit Spucken begonnen haben. Anschließend sollen Mitglieder der Gruppe die 55-jährige Person mit Bier übergossen und mit Reizgas besprüht haben. Die Angreifer entkamen schließlich in unbekannte Richtung. Nähere Angaben zur Gruppe wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Zu beiden Vorfällen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Behörden sind für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/dpa/cw)



#1 Merkel und LaschetAnonym
  • 12.09.2021, 19:09h
  • Angela Merkel:
    Deutschland - Ein Land, in dem wir gut und gerne leben.

    Armin Laschet:
    Wegen einzelner Vorfälle ändert man doch nicht seine Politik.

    (Laschet sagt aber nicht, wieviele Menschen noch angespuckt werden müssen, mit Reizgas besprüht werden müssen, geschlagen und gewürgt werden müssen, bis es ausreicht, um vielleicht doch mal die Politik zu ändern...)
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#2 Endlich handelnAnonym
  • 12.09.2021, 22:23h
  • Es muss endlich gehandelt werden!!

    Wir brauchen:

    1. mehr Bildung und Aufklärung an Schulen

    2. einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie

    3. volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG, AGG, Abstammungsrecht, Transrecht, etc.) als starkes Zeichen, dass Diskriminierung nicht mehr geduldet wird. Denn wie soll die Gesellschaft sich ändern, wenn die Politik das Gegenteil vorlebt?!

    4. Die Behandlung homophob und transphob motivierter Straftaten als Hassverbrechen.

    5. konsequente Verfolgung von Hetze gegen Homo- und Transsexuelle als Volksverhetzung. Denn die Täter der Worte, die andere aufwiegeln sind keinen Deut besser als ihre Handlanger, die die Taten ausführen.

    Jede Partei und jeder Politiker, die das blockieren oder auch nur verzögern, machen sich mitschuldig an jeder einzelnen Tat.
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#3 canadianNordicSarahAnonym
  • 13.09.2021, 11:33h
  • Antwort auf #2 von Endlich handeln
  • Wir brauchen besseren Zugang zur medizinischen transition, ohne weitere Pathologisierungen durch ein Wort « T-Sexuell » (gladly refuse that label). Aufarbeitung der « Begutachtungen » des MDKs, besseren Zugang zu FFS. Bessere Informationen in der Gesellschaft.
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