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"Einfach normal"

Belgien: Soko ermittelt wegen homophoben Aufklebern

Offenbar nach polnischem Vorbild versuchen Unbekannte in Flandern, homophobe Ressentiments zu wecken. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.


Wollen belgische Homo-Hasser*innen die polnische Homophobie importieren? (Bild: Instagram / Fleur Pierets)

In den beiden größten Städten Belgiens, in Antwerpen und Gent, sind am Wochenende mehrere LGBTI-feindliche Aufkleber aufgetaucht. Auf ihnen ist eine durchgestrichene Regenbogenfahne und die flämische Aufschrift "gewoon normaal" ("einfach normal") abgebildet.

Laut dem belgischen Sender VRT habe die Sonderkommission Diversität der Antwerpener Polizei die Ermittlungen aufgenommen. "Es werden auch Strafverfahren aufgenommen. Nicht nur wegen eines Hassvergehens, sondern auch wegen Vandalismus. Denn diese Sticker werden auch auf Schaufenstern von Geschäften und auf Straßenmobiliar gefunden", erklärte Polizeisprecher Willem Migom. Jede Person, die einen solchen Sticker im öffentlichen Raum sehe, solle dies der Polizei melden.

Bart De Wever, der rechtsliberale Bürgermeister von Antwerpen, bezeichnete die Aufkleber laut der Zeitung "De Morgen" als inakzeptabel: "Antwerpen war schon immer ein Pionier bei LGBT-Rechten. Botschaften wie diese widersprechen den Werten unserer offenen und toleranten Stadt."

Bart Abeel, der Organisator des CSDs in Antwerpen, erklärte, es sei das erste Mal, dass derartige Aufkleber in der Stadt auftauchten. LGBTI-Aktivistin Fleur Pierets ergänzte, dass sich die Aufkleber an einem polnischen Vorbild orientierten. 2019 hatte das polnische Politik-Magazin "Gazeta Polska" einen ähnlichen Aufkleber mit durchgestrichenem Regenbogen und dem Aufdruck "LGBT-freie Zone" verteilt (queer.de berichtete). Damit heizte das Magazin die queerfeindliche Rhetorik der rechtspopulistischen Regierung noch weiter an.

Belgien gilt als äußerst LGBTI-freundliches Land – so öffnete es als zweiter Staat nach den Niederlanden bereits 2003 die Ehe für Schwule und Lesben. Trotzdem gab es zuletzt immer wieder Berichte über LGBTI-feindliche Vorfälle. Erst im März erschütterte der offenbar hassmotivierte Mord an einem 42-Jährigen Schwulen unweit von Antwerpen das Land. Drei Jugendliche sollen damals mit Hilfe einer Dating-App ihr Opfer an einen abgelegenen Ort gelockt und dort umgebracht haben (queer.de berichtete). (dk)



#1 DerWindDrehtAnonym
  • 14.09.2021, 13:33h
  • Das fortschrittliche Europa wird zunehmend vergiftet durch den Ungeist der aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Lettland, Litauen oder Ungarn usw. herüberweht.
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#2 SebiAnonym
  • 14.09.2021, 15:40h
  • Schön, dass man in Belgien so entschieden reagiert. In Deutschland bleiben ja sogar Plakate hängen, auf denen "Hängt die Grünen" und andere Mordaufrufe stehen.

    So ist das in Deutschland - "ein Land, in dem wir gut und gerne leben" (O-Ton Merkel).
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#3 dellbronx51069Anonym
  • 14.09.2021, 16:57h
  • Antwort auf #1 von DerWindDreht
  • Bei der Aufnahme der Oststaaten in die EU habe ich von Anfang gleich gesagt dass es Riesenprobleme geben wird. Die Saat geht nun auf und vergiftet die übrigen Staaten. Gut nur das Belgien so entschieden reagiert.
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