Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39986

Polizeibericht

Berlin: Trans Person zündet sich auf Alexanderplatz an

Schrecklicher Zwischenfall in Berlin-Mitte: Laut Polizei zündete sich eine trans Frau selbst an. Sie erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen.


Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag auf dem Alexanderplatz (Bild: Alban.py / flickr)

  • 14. September 2021, 14:12h 25 2 Min.

Auf dem Berliner Alexanderplatz hat sich am Dienstagnachmittag nach Angaben der Polizei eine trans Person angezündet. Laut Zeug*innen habe sich die 40-jährige Frau gegen 13.20 Uhr vor einem Kaufhaus wortlos aus einem Benzinkanister mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschließend selbst angezündet. Die Frau habe in Flammen gestanden – ein Mitarbeiter des Kaufhauses habe die Flammen dann aber schnell löschen können und die Berliner Feuerwehr alarmiert.

Ein mit einem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt behandelte die 40-Jährige, die dem Vernehmen nach keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitt. Mit einem Rettungswagen kam die Verletzte in ein Krankenhaus.

Warum sich die Frau angezündet hatte, sei nach Behördenangaben noch unklar. Der Alexanderplatz ist weiträumig abgesperrt worden. Ein extremistischer Hintergrund wird von der Polizei derzeit ausgeschlossen.

Die "Bild"-Zeitung hatte in einem ersten Bericht davon gesprochen, dass sich ein Mann angezündet habe. Gegenüber der "Berliner Morgenpost" versicherte aber eine Polizeisprecherin, dass es sich um eine Frau handle. Laut dem rbb-Inforadio gehe die Polizei von einem versuchten Suizid aus. (cw)

/ bv_trans
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Hilfsangebote bei Suizidgedanken

Eine generelle Notfall-Seelsorge für Menschen mit Suizidgedanken ist unter der kostenlosen Nummer 0800 111 0 111 zu erreichen (für Kinder und Jugendliche gibt es auch die kostenlose "Nummer gegen Kummer" unter 116 111).

Für trans Personen gibt es in Deutschland ein großes Netzwerk aus Treff-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten. So bietet etwa die Deutsche Gesellschaft für Trans­identität und Intersexualität mehrere Beratungsstellen. Weitere lokale Angebote lassen sich oft über Suchmaschinen finden.

#1 HexeAnonym
  • 14.09.2021, 17:54h
  • Die Selbstverbrennung wird meist aus politischen Protest ausgeübt.
    Wikipedia hat dazu einen langen Artikel.
    Ich denke das sollte man beachten wenn sich eine Transperson anzündet. Nur wenige Tode sind schmerzvoller und sie werden oft von Minderheiten ausgeübt die auf unaushaltbare Missstände aufmerksam machen wollen.

    Das die Bild misgendert ist erwartbar.

    Denn nichtmal wenn sich Transpersonen anzünden sind sie es Wert in der rechten Presse mit Respekt behandelt zu werden.

    Ich würde lieber ein Springerhaus als eine Transfrau brennen sehen.

    Aber leider ist es nicht verwunderlich das so etwas passiert. Es war nur eine Frage der Zeit.

    Ich verstehe das nicht als Aufruf zur Gewalt. Aber die Gewalt gegen sich selbst und gegen uns muss aufhören.

    Lieber die kaputt machen die uns kaputt machen.
  • Direktlink »
#2 MephalaAnonym
  • 14.09.2021, 19:07h
  • Was diesen Vorfall betrifft, glaube ich, daß jeder in Deutschland lebenden trans Frau - in diesem Fall sogar den Privilegierten zB in der Queerszene, die anderen trans Frauen die Luft zum Atmen abschnüren - sich sofort erschließt, wie diese trans Frau wohl zu diesem Entschluß gekommen ist.

    Ich mag Metaphern. Was sind mit der trans feindlichen Psychomedizin kooperierende Transmedikalistinnen zB bei den trans Verbänden anderes, was sind die sozialdarwinistischen Szene-Königinnen in der Queerszene anderes als diejenigen, die bei Schiffbruch andere vom Rettungsfloß treten?

    Nur daß trans Frauen in Deutschland nie ein Schiff hatten. Nur daß trans Frauen vom Schwulenschiff und vom cis lesbischen TERF-Schiff über die Planke geschickt wurden. Vierzig Jahre lang.

    Es gibt viele Arten zu verbrennen. Sich anzuzünden ist eine davon.
  • Direktlink »
#3 canadianNordicSarahAnonym
  • 14.09.2021, 19:14h
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Dann mach mal Vorschläge für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung von trans Leuten. Im keinem anderen Land in der EU werden trans Leute mit Alltagstests und Gutachten gegängelt wie in Deutschland. In keinem anderen Land sieht die Community nur zu, wenn es Gatekeeping von medizinischer Sicht gibt, wenn man die Anforderungen « nicht » erfüllt. Die « superguten » Gatekeeper tragen ne Mitschuld an der Gewalt gegen uns. Sie haben bei nichtfreigabe von HRT und VÄPÄ blut an den Händen. Alles Vermutungen, aber es gibt auch andere Faktoren.
  • Direktlink »