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Polizeibericht

Berlin: Trans Person zündet sich auf Alexanderplatz an

Schrecklicher Zwischenfall in Berlin-Mitte: Laut Polizei zündete sich eine trans Frau selbst an. Sie erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen.


Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag auf dem Alexanderplatz (Bild: Alban.py / flickr)

Auf dem Berliner Alexanderplatz hat sich am Dienstagnachmittag nach Angaben der Polizei eine trans Person angezündet. Laut Zeug*innen habe sich die 40-jährige Frau gegen 13.20 Uhr vor einem Kaufhaus wortlos aus einem Benzinkanister mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschließend selbst angezündet. Die Frau habe in Flammen gestanden – ein Mitarbeiter des Kaufhauses habe die Flammen dann aber schnell löschen können und die Berliner Feuerwehr alarmiert.

Ein mit einem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt behandelte die 40-Jährige, die dem Vernehmen nach keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitt. Mit einem Rettungswagen kam die Verletzte in ein Krankenhaus.

Warum sich die Frau angezündet hatte, sei nach Behördenangaben noch unklar. Der Alexanderplatz ist weiträumig abgesperrt worden. Ein extremistischer Hintergrund wird von der Polizei derzeit ausgeschlossen.

Die "Bild"-Zeitung hatte in einem ersten Bericht davon gesprochen, dass sich ein Mann angezündet habe. Gegenüber der "Berliner Morgenpost" versicherte aber eine Polizeisprecherin, dass es sich um eine Frau handle. Laut dem rbb-Inforadio gehe die Polizei von einem versuchten Suizid aus. (cw)

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Hilfsangebote bei Suizidgedanken

Eine generelle Notfall-Seelsorge für Menschen mit Suizidgedanken ist unter der kostenlosen Nummer 0800 111 0 111 zu erreichen (für Kinder und Jugendliche gibt es auch die kostenlose "Nummer gegen Kummer" unter 116 111).

Für trans Personen gibt es in Deutschland ein großes Netzwerk aus Treff-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten. So bietet etwa die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität mehrere Beratungsstellen. Weitere lokale Angebote lassen sich oft über Suchmaschinen finden.


#1 HexeAnonym
  • 14.09.2021, 17:54h
  • Die Selbstverbrennung wird meist aus politischen Protest ausgeübt.
    Wikipedia hat dazu einen langen Artikel.
    Ich denke das sollte man beachten wenn sich eine Transperson anzündet. Nur wenige Tode sind schmerzvoller und sie werden oft von Minderheiten ausgeübt die auf unaushaltbare Missstände aufmerksam machen wollen.

    Das die Bild misgendert ist erwartbar.

    Denn nichtmal wenn sich Transpersonen anzünden sind sie es Wert in der rechten Presse mit Respekt behandelt zu werden.

    Ich würde lieber ein Springerhaus als eine Transfrau brennen sehen.

    Aber leider ist es nicht verwunderlich das so etwas passiert. Es war nur eine Frage der Zeit.

    Ich verstehe das nicht als Aufruf zur Gewalt. Aber die Gewalt gegen sich selbst und gegen uns muss aufhören.

    Lieber die kaputt machen die uns kaputt machen.
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#2 MephalaAnonym
  • 14.09.2021, 19:07h
  • Was diesen Vorfall betrifft, glaube ich, daß jeder in Deutschland lebenden trans Frau - in diesem Fall sogar den Privilegierten zB in der Queerszene, die anderen trans Frauen die Luft zum Atmen abschnüren - sich sofort erschließt, wie diese trans Frau wohl zu diesem Entschluß gekommen ist.

    Ich mag Metaphern. Was sind mit der trans feindlichen Psychomedizin kooperierende Transmedikalistinnen zB bei den trans Verbänden anderes, was sind die sozialdarwinistischen Szene-Königinnen in der Queerszene anderes als diejenigen, die bei Schiffbruch andere vom Rettungsfloß treten?

    Nur daß trans Frauen in Deutschland nie ein Schiff hatten. Nur daß trans Frauen vom Schwulenschiff und vom cis lesbischen TERF-Schiff über die Planke geschickt wurden. Vierzig Jahre lang.

    Es gibt viele Arten zu verbrennen. Sich anzuzünden ist eine davon.
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#3 canadianNordicSarahAnonym
  • 14.09.2021, 19:14h
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Dann mach mal Vorschläge für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung von trans Leuten. Im keinem anderen Land in der EU werden trans Leute mit Alltagstests und Gutachten gegängelt wie in Deutschland. In keinem anderen Land sieht die Community nur zu, wenn es Gatekeeping von medizinischer Sicht gibt, wenn man die Anforderungen « nicht » erfüllt. Die « superguten » Gatekeeper tragen ne Mitschuld an der Gewalt gegen uns. Sie haben bei nichtfreigabe von HRT und VÄPÄ blut an den Händen. Alles Vermutungen, aber es gibt auch andere Faktoren.
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#4 LarsAnonym
  • 14.09.2021, 20:14h
  • Antwort auf #3 von canadianNordicSarah
  • Ich finde diese ganzen so von dir bezeichneten Gängelungen vor einer OP richtig; Es gibt immer mehr Berichte über Transpersonen, die ihre OP bereuen. Dies wurde bspw auch von Funk (öfftl rechtlicher Kanal) beleuchtet:
    youtu.be/7S7D6xxK6Go

    Von daher ist eine korrekte Überprüfung und Begutachtung dringend erforderlich.

    Ich wünsche der Person, die sich selbst angezündet hat, gute Besserung sowohl körperlich, als auch vor allem psychisch.
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#5 LarsAnonym
  • 14.09.2021, 20:16h
  • Im Übrigen hat BILD die Aussage, dass es sich um einen Mann handelt korrigiert, nachdem hierzu weitere Informationen vorlagen. Es hat sich somit nicht um misgendern gehandelt, sondern um eine fehlerhafte Information.
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#6 DQ24Anonym
  • 14.09.2021, 20:27h
  • Antwort auf #3 von canadianNordicSarah
  • Diese Aussage stimmt nicht!
    Transsexuelle Menschen (oder die, die sich dafür ausgeben, um ihr Leben zu schützen), erleben dasselbe in Iran, in einigen Staaten der USA (zum Beispiel in Arkansas), sowie in einigen osteuropäischen Ländern, wo es entweder strengere Regeln, oder sogar Verbote von Operationen gibt. Toilettenverbote, Sportverbote, etc., würde es in Deutschland nie geben.
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#7 Sarah_SAnonym
  • 14.09.2021, 21:14h
  • Antwort auf #4 von Lars
  • Wow, also sind wir deiner Meinung nach doch nur psychisch Kranke, dass man uns schützen und gängeln muss ja? Vor nicht allzulanger Zeit galt auch Homosexualität als psychische Störung. Wollen wir da jetzt auch wieder hin? Wirklich einen Funk-Beitrag zu sehen oder mal irgendwo einen Artikel zu lesen macht jemanden noch lange nicht zum Experten. Der Riss in der Community wird wirklich immer größer. Ich finde das sehr schade. Aber wie hieß es schon früher teile und herrsche. Traurig das das mittlerweile auch hier passiert.
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#8 SchonAnonym
  • 14.09.2021, 21:39h
  • Antwort auf #4 von Lars
  • Vielleicht wäre eine nüchterne, ehrliche Aufklärung besser als eine Gängelung. Ich bin gegen eine Gängelung von Menschen, ob das jetzt Tranmenschen, Flüchtlingsmenschen, Frauen oder andere Menschengruppen sind.
    Ich gehe bei einem Menschen erst einmal davon aus, dass er Herr/Herrin ihrer/seiner Sinne ist (auch wenn es "Irre" gibt). Ich trete Menschen erst einmal mit Respekt und Achtung gegenüber.
    Die Frau, die sich versucht hat, zu verbrennen hat das für sich entschieden und mutmaßlich war das in der Situation die beste Option, so schlimm das für Außenstehende, glücklich privilegierte klingen mag. Wer nie in der Situation war, kann es nicht nachvollziehen und auch nicht darüber "gutachten".
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#9 SchonAnonym
  • 14.09.2021, 21:53h
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Selbstverbrennung ist ein Wort wie Holophob. Vielleicht hat die Frau schon lange vorher gebrannt - innerlich. Wenn sie in de Spiegel schaute, wenn sie beim Gutachter entwürdigt wurde und um ganz normalen Alltag. Vielleicht ist sie schon vorher ausgebrannt, war verzeifelt und niemand hat geholfen. Gefangen in einem Körper, und alle um sie herum finden das ok, tun alles, das so bleibt. Vielleicht war der Schmerz, der Verbrennung eine Kompensation, oder die Hoffnung darauf, dass die Unendlichkeit und Perspektivlosigkeit des inneren Schmerzes endlich aufhört.
    Oder es war auch ein Hilferuf. Ich hoffe, dass es nicht auf taube ohren und verhärtete Herzen trifft.
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#10 Indigo73Anonym
  • 15.09.2021, 00:27h
  • Antwort auf #4 von Lars
  • Um Himmels Willen nein!
    All die Begutachtungen, Zwangspsychotherapien, Gängelungen, die Probleme und Schwierigkeiten, die man uns macht, beruhen auf dem TSG. Das TSG wiederum beruht auf der FALSCHEN Annahme, "Transsexualität" wäre eine psychiatrische Erkrankung. Und obwohl trans endlich von der Liste der psychiatrischen Krankheiten gestrichen wurde, gibt es das TSG immer noch!
    Es mag Transgender geben, die ihre Anpassungen später bereuen, aber der Mehrzahl wäre geholfen, wenn jeder frei entscheiden könnte, was er/sie machen lassen möchte - oder auch nicht. Ohne den ganzen Psychoscheiß. Kein cis-Gender-Psychoheini kann "transerfahren" sein und beurteilen, ob die Person ihm/ihr gegenüber trans ist. Und ich kann auch keinen "Alltagstest" bestehen, wenn ich keine Hormone nehmen darf. Das ist alles totaler Schwachsinn!
    Jede cis-Frau, kann sich Silikonkissen einsetzen oder die Lippen aufspritzen lassen, aber wir dürfen nicht mal unseren Namen ändern, ohne uns blöde Fragen gefallen lassen und durch einen ewig langen, entwürdigenden Prozess gehen zu müssen,
    Als ob wir tatsächlich unmündige Verrückte wären, die nicht wüssten, wer oder was wir sind, und keine eigenen Entscheidungen treffen könnten.

    Um dir einen Vergleich zu geben - das TSG ist nicht viel anders als §175, und du wirst mir zustimmen, dass 175 boshaft, falsch und verleumdend und nur dazu da war, Homosexuelle zu stigmatisieren, zu gängeln, zu kriminalisieren und zu diskriminieren. Aus keinem anderen Grund. Und vergiss auch nicht, dass Homosexualität ebenfalls lange auf der Liste der "psychiatrischen Krankheiten" stand. Gehörte das da hin? Ich bin sicher, deine Antwort lautet Nein.
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