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Stimmungsmache

Katholischer Bischof: "Niemand 'ist' transgender"

In der katholischen Kirche wird weiter die Existenz von trans Personen geleugnet – am deutlichsten drückt sich Bischof Michael Francis Burbidge in einem Hirtenbrief aus.


Papst Franziskus (li.) hatte Michael Francis Burbidge 2016 zum Bischof von Arlington ernannt (Bild: Catholic Diocese of Arlington)

  • 17. September 2021, 08:13h 106 2 Min.

Michael Francis Burbidge, der Bischof des katholischen Bistums Arlington bei Washington, D.C., hat in einem Hirtenbrief behauptet, dass es keine trans oder inter Menschen gibt. "Die Kirche lehrt, dass eine Person als Mann oder Frau geschaffen wird. Niemand 'ist' transgender", erklärte der 64-Jährige. "Eine Person, die sich als trangender identifiziert, kann beunruhigende Gefühle haben, verwirrt sein oder dem falschen Glauben anhängen, dass er oder sie etwas anderes 'werden' kann."

Zwar seien "Personen, die eine Geschlechtsdisphorie erleben", nicht "unmoralisch oder schlecht". Aber wenn jemand "aus freien Stücken seine oder ihre gegebene Identität" ablehne, sei dies "objektiv falsch", urteilte Burbidge. In dem umfangreichen Hirtenbrief nutzte der Bischof auch mehrfach die Kampfworte "Gender-Ideologie" und "Transgender-Ideologie", die angeblich Kindern aufgezwungen würden.

Auch Papst Franziskus verurteilt trans Personen

Die katholische Kirche macht seit Jahren aktiv Stimmung gegen trans Menschen. 2017 erklärte Papst Franziskus etwa, geschlechtsanpassende Operationen seien eine gefährliche "Manipulation" (queer.de berichtete). 2019 betonte der Vatikan in einem offiziellen Dokument, dass Transsexualität und Intergeschlechtlichkeit "Gender-Ideologie" seien (queer.de berichtete).

Insbesondere die US-Kirche macht – in Einklang mit der augenblicklich extrem transphoben Haltung der Republikanischen Partei – gerne Stimmung gegen trans Menschen. So bezeichnete Erzbischof Charles J. Chaput im Juni Geschlechtsanpassungen als "endgültige Rebellion gegen Gott" (queer.de berichtete). Die katholische US-Bischofkonferenz wollte sogar die Einführung einer kostenlosen nationalen Hotline für Menschen mit Suizid-Gedanken verhindern, weil damit auch homo- und transsexuellen Menschen geholfen werden sollte (queer.de berichtete).

Auch in der deutschen Kirche ist Transphobie weit verbreitet: Im Dezember behauptete der Passauer Bischof Stefan Oster etwa in einer Predigt: "Ich habe noch von keinem Fall gehört, dass durch Operation oder Hormontherapien, wirklich eine ganze Umwandlung des Geschlechtes stattgefunden hätte" (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 DQ24Anonym
  • 17.09.2021, 10:18h
  • Soso, lieber Pfaffe, Intersexualität gibt es nicht? Auch nicht bei Tieren?
    Und Transsexualität ebenfalls nicht, weil beides der Kirchenlehre widerspricht?
    Komisch, dass die Wissenschaft was anderes sagt. Vielleicht sollte die RKK mal über etwas nachdenken? Zum Beispiel darüber, wie überholt ihre Ansichten sind!
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#2 Sarah_SAnonym
  • 17.09.2021, 10:37h
  • Jetzt wird es bunt, erst glauben die Katholiken an jemanden dessen Existenz nicht bewiesen werden kann und jetzt glauben sie nicht an Menschen die man sehen, hören und anfassen kann. Die leben echt in einer eigenen Well in der Männer Kleider Tragen, Zauberwesen echt sind und echte Menschen nicht existieren. Also Weihrauch muss wirklich reinhauen, vielleicht sollte man den mal lieber verbieten. Ich muss mal an unsere Drogenbeauftragte schreiben.
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#3 MagsAnonym
  • 17.09.2021, 10:46h
  • Wow, so viel Schwachsinn auf einmal. Ich behaupte einfach mal dass es Gott nicht gibt. Das es uns (Transpersonen) gibt lässt sich beweisen - wie schaut's denn mit dem Zeug aus das die Kirche so predigt? Also abgesehen von einem tausende Jahre altem Märchenbuch.
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