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Das Zurich Film Festival bleibt queer
Ab 23. September lädt die Schweizer Metropole zum 17. Zurich Film Festival. Auch in diesem Jahr sind einige queere Highlights im Programm. In "Swan Song" etwa soll Udo Kier als zickiger schwuler Friseur im Ruhestand einer toten Diva die Haare richten.

Udo Kier in "Swan Song" (Bild: Chris Stephens / Magnolia)
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19. September 2021, 04:58h 3 Min.
Im letzten Jahr sorgten queere Hochkaräter wie "Falling" von Viggo Mortensen oder "Supernova" mit Colin Firth beim Zurich Film Festival für cineastische Highlights. Das österreichische Drama "Hochwald" kam mit dem "Goldenen Auge für den besten Film in der Sektion Fokus" davon (bei uns ab 7.Oktober im Kino).
Dessen charismatischer Hauptdarsteller Thomas Prenn, gerade mit dem Österreichischen Filmpreis für diese Rolle gekürt, ist erneut in Zürich präsent. In dem in Cannes gefeierten Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" von Sebastian Meise spielt der 27-jährige Südtiroler an der Seite von Franz Rogowski und Georg Friedrich (hierzulande ab 18. November im Kino).
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Ein letzter Auftrag für Udo Kier
Dem angesagten Nachwuchsstar aus Südtirol folgt der Kölsche Jung mit Kultstatus: Udo Kier (76) gibt an der Seite von "Denver Clan"-Lady Linda Evans (78) in "Swan Song" einen ziemlich zickigen Friseur im Ruhestand, dem ein letzter Auftrag angetragen wird: Sehr viel Geld, um einer toten Diva die Haare zur Beerdigung zu richten. Die lebende Diva ziert sich sehr, doch finanzklamm wie sie ist, begibt sich der Coiffeur auf die Reise. Ein bisschen schwächelt dieses Werk von Todd Stephens schon. Aber Udo Kier mit rosarotem Hütchen gibt dem Affen gehörig Zucker und macht das kleine Filmchen zum großen Vergnügen.
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Benedict Cumberbatch als schwuler Rancher
Schluss mit lustig ist im neuen Drama der oscarprämierten Jane Campion. Die präsentiert Benedict Cumberbatch (45) in "The Power of the Dog" als sadistischen Rancher, der im Montana der 1920er Jahre eine Beziehung mit dem jüngeren Peter (dargestellt vom australischen Schauspieler Kodi Smit-McPhee) entwickelt (ab 1. Dezember auf Netflix). Cumberbatch hatte sich öffentlich verteidigt, dass er als Hetero erneut eine schwule Rolle spielt.
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Früherer Flüchtling heiratet seinen Mann
Vielversprechend ambitioniert klingt "Flee" in der Reihe "Border Line". Darin erzählt der dänische Filmemacher Jonas Poher Rasmussen die wahre Geschichte seines Freundes Amin, der 1989 mit seiner Familie aus Afghanistan flüchtete. Zwanzig Jahre später, inzwischen ein angesehener Akademiker, will der Held seinen Mann heiraten. Da tauchen alte Ängste und Erinnerungen an die Flucht auf.
Um die Anonymität von Amin zu wahren, greift der Film auf Animation und Archivmaterial zurück. Der Katalog gibt sich vollmundig: "Entstanden ist ein zutiefst berührender, bahnbrechender animierter Dokumentarfilm über Flucht, Migration und Identitätssuche im gegenwärtigen Europa."
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Das 17. Zurich Film Festival findet als Publikumsfestival vom 23. September bis zum 3. Oktober 2021 statt. Tickets sind für Interessent*innen relativ einfach online über die Homepage zu buchen.
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Folge 6: Das Adoptivkind – Film über den zwölfjährigen Ben, der vor kurzem noch beliebt war und inzwischen der meistgehasste Junge der Schule ist, auch dabei der schwule Tierarzt Eric.
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Das obige Foto erschreckt mich geradezu, weil es den drastischen Alterungsprozess gnadenlos offenlegt, wenn man es mit Fotos von Udo Kier aus dem damaligen Skandalfilm vergleicht.
Der junge Schönling von damals ist Geschichte geworden. Es tut schon irgendwie weh.
Möge Udo Kier trotzdem noch lange interessante Filmrollen spielen - ob queer oder nicht.