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Jahresvergleich

Queeres Travel-Ranking: Kanada an der Spitze

Die Redaktionen von "männer*" und "Spartacus" haben ihren jährlichen Gay Travel Index vorgestellt. Deutschland teilt sich den zehnten Platz.


Kanadas Premier Justin Trudeau, hier 2017 bei einem CSD, sei "maßgeblich für das queer­freundliche Image seines Landes mitverantwortlich", so die "Spartacus"-Redaktion. Er habe Kanada "Schritt für Schritt immer diverser und liberaler" geformt (Bild: Justin Trudeau / twitter)

  • 20. September 2021, 12:06h 8 2 Min.

Kanada ist derzeit das queerfreundlichste Reiseland der Welt – das ist das Ergebnis des neuesten jährlichen "Spartacus Gay Travel Index". In der Punkteauswertung der rechtlichen und gesellschaftlichen Lage sowie von Faktoren wie "LGBT Marketing" durch die Redaktionen von "männer*" und "Spartacus" konnte sich das Land mit 13 Punkten den Spitzenplatz allein sichern.

Im Vorjahr teilte sich das Land den ersten Platz noch mit Malta und Schweden. Zu der Neubewertung (Platz zwei nun Malta, Portugal und Spanien, Schweden gemeinsam mit anderen Platz fünf) führten auch verschärfte Punkteregeln im Bereich der Rechte trans- und intergeschlechtlicher Menschen. Für das am Montag veröffentlichte Ranking ist der rechtliche Stand Ende März 2021 maßgeblich.


Ausschnitt aus dem aktuellen Ranking

Deutschland bewegt sich dank des (Teil-)Verbots von Homo-"Heilung" zwar um einen Punkt aufwärts und teilt sich mit Australien, Island und Taiwan den 10. Platz, muss sich aber immer noch Ländern wie Uruguay und sogar dem Nachbarn Österreich unterordnen. Die Schweiz, die am Sonntag über die Ehe für alle abstimmt, liegt derzeit auf Platz 14.

Weitere Aufsteiger: Wegen Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz, beim Adoptionsrecht und bei Trans*-Rechten konnte Taiwan von Rang 23 auf Rang 10 vorpreschen. In Costa Rica wurde im Mai 2020 die Ehe für alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Das bescherte dem Land einen Punktezuwachs und den 32. Platz (Platz 56 im Vorjahr).

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Schlusslichter in der Liste aus 202 Ländern und Destinationen sind wegen der staatlichen Tötung von LGBTI Iran, Saudi-Arabien, Somalia und Tschetschenien, eine teilautonome Republik Russlands, das selbst auf Platz 176 kommt. Katar, Gastgeber der Fußball-WM 2022, steht auf Platz 190. Die Redaktion weist darauf hin, dass einige Länder durch eine formale "Datenbereinigung" im Vergleich zu Vorjahren mehr Punkte bekommen haben, auch wenn sich die Lage nicht verbessert habe. Das betreffe etwa die weder positive noch negative Punktezählung bei der Frage eines gleichen bzw. unterschiedlichen Schutzalters, wenn Homosexualität per se unter Strafe stehe.


Die Webseite zum "Gay Travel Index" bietet eine interaktive und chronlogisch verschiebare Weltkarte

Im seit 2020 wieder aufgenommenen USA-Bundesstaatenvergleich konnte sich Kalifornien mit elf Punkten behaupten, muss sich den Spitzenplatz aber nun mit Illinois teilen, das durch die neue, einfache Anerkennung eines dritten Geschlechtseintrags zwei Punkte gut machen konnte. New York teilt sich den dritten Platz mit Colorado, Nevada und Washington DC. (cw/pm)

-w-

#1 nico94Anonym
  • 20.09.2021, 15:56h
  • Na ja, bullshit-ranking halt... wenn man der deutschen Bevölkerung einfach mal pauschal Schwulenhass unterstellt (minus 1) den es in Österreich (0) und Großbritannien (plus 1) natürlich nicht gibt...
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#2 canadianSarahAnonym
  • 20.09.2021, 18:25h
  • Ich kann es bestätigen. War gut dadrüben. Die haben informed consent, während Deutschland Konversionstherapien bei trans Leuten mag.
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#3 LiberalidadAnonym
  • 21.09.2021, 08:28h
  • Und wer regiert in Kanada seit Jahren und hat auch gerade wieder die Wahl gewonnen?
    Die Liberalen.
    Wer lag auch hier bei queer.de bei Trans- und Bi-Rechten mit den Grünen vorne?
    Die FDP.
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