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Jahresvergleich

Queeres Travel-Ranking: Kanada an der Spitze

Die Redaktionen von "männer*" und "Spartacus" haben ihren jährlichen Gay Travel Index vorgestellt. Deutschland teilt sich den zehnten Platz.


Kanadas Premier Justin Trudeau, hier 2017 bei einem CSD, sei "maßgeblich für das queerfreundliche Image seines Landes mitverantwortlich", so die "Spartacus"-Redaktion. Er habe Kanada "Schritt für Schritt immer diverser und liberaler" geformt (Bild: Justin Trudeau / twitter)

Kanada ist derzeit das queerfreundlichste Reiseland der Welt – das ist das Ergebnis des neuesten jährlichen "Spartacus Gay Travel Index". In der Punkteauswertung der rechtlichen und gesellschaftlichen Lage sowie von Faktoren wie "LGBT Marketing" durch die Redaktionen von "männer*" und "Spartacus" konnte sich das Land mit 13 Punkten den Spitzenplatz allein sichern.

Im Vorjahr teilte sich das Land den ersten Platz noch mit Malta und Schweden. Zu der Neubewertung (Platz zwei nun Malta, Portugal und Spanien, Schweden gemeinsam mit anderen Platz fünf) führten auch verschärfte Punkteregeln im Bereich der Rechte trans- und intergeschlechtlicher Menschen. Für das am Montag veröffentlichte Ranking ist der rechtliche Stand Ende März 2021 maßgeblich.


Ausschnitt aus dem aktuellen Ranking

Deutschland bewegt sich dank des (Teil-)Verbots von Homo-"Heilung" zwar um einen Punkt aufwärts und teilt sich mit Australien, Island und Taiwan den 10. Platz, muss sich aber immer noch Ländern wie Uruguay und sogar dem Nachbarn Österreich unterordnen. Die Schweiz, die am Sonntag über die Ehe für alle abstimmt, liegt derzeit auf Platz 14.

Weitere Aufsteiger: Wegen Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz, beim Adoptionsrecht und bei Trans*-Rechten konnte Taiwan von Rang 23 auf Rang 10 vorpreschen. In Costa Rica wurde im Mai 2020 die Ehe für alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Das bescherte dem Land einen Punktezuwachs und den 32. Platz (Platz 56 im Vorjahr).

Schlusslichter in der Liste aus 202 Ländern und Destinationen sind wegen der staatlichen Tötung von LGBTI Iran, Saudi-Arabien, Somalia und Tschetschenien, eine teilautonome Republik Russlands, das selbst auf Platz 176 kommt. Katar, Gastgeber der Fußball-WM 2022, steht auf Platz 190. Die Redaktion weist darauf hin, dass einige Länder durch eine formale "Datenbereinigung" im Vergleich zu Vorjahren mehr Punkte bekommen haben, auch wenn sich die Lage nicht verbessert habe. Das betreffe etwa die weder positive noch negative Punktezählung bei der Frage eines gleichen bzw. unterschiedlichen Schutzalters, wenn Homosexualität per se unter Strafe stehe.


Die Webseite zum "Gay Travel Index" bietet eine interaktive und chronlogisch verschiebare Weltkarte

Im seit 2020 wieder aufgenommenen USA-Bundesstaatenvergleich konnte sich Kalifornien mit elf Punkten behaupten, muss sich den Spitzenplatz aber nun mit Illinois teilen, das durch die neue, einfache Anerkennung eines dritten Geschlechtseintrags zwei Punkte gut machen konnte. New York teilt sich den dritten Platz mit Colorado, Nevada und Washington DC. (cw/pm)



#1 nico94Anonym
  • 20.09.2021, 15:56h
  • Na ja, bullshit-ranking halt... wenn man der deutschen Bevölkerung einfach mal pauschal Schwulenhass unterstellt (minus 1) den es in Österreich (0) und Großbritannien (plus 1) natürlich nicht gibt...
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#2 canadianSarahAnonym
  • 20.09.2021, 18:25h
  • Ich kann es bestätigen. War gut dadrüben. Die haben informed consent, während Deutschland Konversionstherapien bei trans Leuten mag.
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#3 LiberalidadAnonym
  • 21.09.2021, 08:28h
  • Und wer regiert in Kanada seit Jahren und hat auch gerade wieder die Wahl gewonnen?
    Die Liberalen.
    Wer lag auch hier bei queer.de bei Trans- und Bi-Rechten mit den Grünen vorne?
    Die FDP.
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#4 canadianSarahAnonym
  • 21.09.2021, 12:21h
  • Antwort auf #3 von Liberalidad
  • Wer versteht nichts von innerkanadischer Politik? Wir alle hier.

    Die FDP (dank denen haben wir das TSG, btw), werde ich garantiert nicht wählen.

    Du kannst nicht die Liberal Party mit der Wirtschaftsliberalen FDP vergleichen.
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#5 LiberalidadAnonym
#6 canadianSarahAnonym
  • 21.09.2021, 17:43h
  • Antwort auf #5 von Liberalidad
  • Weniger Bürokratie?

    Noch vor gut 10 Jahren mussten trans Leute zum CAMH, um für alles Freigabe zu bekommen (HRT, GaOP). Namensänderung war oft nicht drinne. Du hast in Kanada fast 13 unterschiedliche Gesundheitsversicherungen, die unterschiedlich auch übernehmen. Die Ontarische OHIP soll sogar Operateure im Ausland übernehmen, aber seitdem Doug Ford (Progressive Conservatives, leicht transphob) in Ontario Premier ist, soll das schwer sein. Kanada ist nur föderal liberal minderheitsregiert. Das heisst, jedes Gesetz am Parliament hill muss mit allen Parteien verhandelt werden. Und der rest unterliegt den Provinzen. In Quebec konnten trans Leute ohne kanadischen Pass mit Aufenthaltsrecht ihren Namen jahrelang nicht ändern, weil es dort nur eingebürgerten und geborene durften. In Ontario musst du zwei Jahre gewohnt haben, um den Namen geändert zu haben. Ganze Zwei Jahre. Ohne sonderlich viele Arbeitnehmerrechte (sehr kurze Arbeitsverträge) und Urlaubstage.

    Es gibt viel mehr Bürokratie, als du denkst. Jede Provinz hat sogar eigene Führerscheinesysteme.

    Ich war temp resident in Toronto und Montreal, nette Leute und Community dort. Hormone bekommt man ohne viel Bürokratie. Aber nicht mehr. Die sind genauso bürokratisch wie wir. Kanadier wollen am Liebsten keine Leute über 30 mehr einbürgern. Das Einwanderungssystem ist eines der unfairsten überhaupt. Was ist daran unbürokratisch?
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#7 KenshiroProfil
  • 21.09.2021, 18:36hBerlin
  • Antwort auf #3 von Liberalidad
  • Justin Trudeau und seine Partei mit Christian Lindner und der FDP zu vergleichen und Parallelen zu sehen, ist um es milde auszudrücken sehr gewagt. Das ungefähr so als würde ich Gunter Gabriel mit Johnny Cash vergleichen, kann man machen, ist aber sehr befremdlich.
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#8 vulkansturmAnonym
  • 21.09.2021, 20:15h
  • Wenn man Repressalien gegen Sexarbeiter und ihre Kunden nicht berücksichtigt, dann hat Schweden seinen guten Platz wohl verdient. Bei einem Gay Travel Index sollte man das aber berücksichtigen, da unter den Reisenden sich sowohl Sexarbeiter wie auch deren Kunden sich befinden können.
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