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Ungarn
Katholische Kirche lobt Ungarns queerfeindlichen Kurs
Der Vorsitzende der Ungarischen Bischofskonferenz begrüßt in einer deutschen Zeitung das Vorgehen Ungarns gegen "LGBTIQ-Propaganda" – Regierungsschef Orbán verteidigt es erneut im Parlament.

Kirchenführer András Veres (l.) und Regierungschef Viktor Orbán (Bild: Thaler Tamas / wikipedia, European People's Party)
- 20. September 2021, 14:43h 3 Min.
András Veres, der Vorsitzende der römisch-katholischen Bischofskonferenz Ungarns, hat die Politik der rechtsnationalen Regierung seines Landes gelobt. "Wir Bischöfe sind sehr damit zufrieden, dass die Regierung Ungarns die Ehe und die Familie hochhält und sich für den Schutz des menschlichen Lebens einsetzt", sagte der 61-Jährige auf eine Frage der "Tagespost", wie die Kirche den Einsatz der Regierung "für eine Stärkung der Familie" bewerte. "Es sind Christen in der Regierung, die in eigener Verantwortung solche Gesetze machen."
Die in Würzburg erscheinende katholische "Tagespost", die selbst immer wieder gegen LGBTI-Rechte kämpft und für Homo-"Heilung" bzw. -Abstinenz wirbt, betonte in dem am Sonntag veröffentlichten Interview, aus der EU gebe es "scharfe Kritik an den ungarischen Kinderschutzgesetzen": "Der Vorwurf lautete, diese würden LGBTIQ-Personen diskriminieren."

Ungarns antiqueere Rhetorik findet auch in Deutschland Verbreitung
Veres antwortete darauf, das sei eine falsche Interpretation: "Wer die Gesetze liest, kann das nicht behaupten. Die ungarische Regierung hat nichts gegen diese LGBTIQ-Personen unternommen. Sie haben ihre Rechte. Vielmehr geht es darum, dass diese Propaganda nicht in den Schulen stattfinden darf." Damit sei die Kirche "ganz einverstanden": "Hier geht es um das Erziehungsrecht der Eltern. Alle Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Das sehen die Eltern am besten – nicht die Lehrer oder die LGBTIQ-Organisationen."
Der Papstbesuch vor wenigen Wochen in Budapest sei wichtig gewesen, "weil er dem Papst zeigt, dass die ungarische Nation an den christlichen Werten festhält", so der Bischof von Gyor an anderer Stelle des Interviews. "Unabhängig davon, ob man im Westen anders denkt: Uns ist es wichtig, die christliche Ehe, die Familie und das Recht auf Leben zu bewahren!"
Orbán verteidigt "Propaganda"-Gesetz im Parlament
Im Juni hatte das ungarische Parlament Last-Minute-Zusatzanträge der regierenden Fidesz-Partei zu einem Gesetzentwurf gegen Kindesmissbrauch beschlossen, die den Zugang von Minderjährigen zu Büchern, Filmen und anderen Medien verbieten, bei denen "Geschlechtsidentität abweichend vom bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht, Geschlechtsoperationen und Homosexualität dargestellt und beworben" werden (queer.de berichtete). Die Einschränkungen, die über das Vorbild des russischen Gesetzes gegen "Homo-Propaganda" hinaus gehen, gelten auch für die Werbung von Unternehmen, entsprechende Inhalte dürfen auch nicht im Unterricht "beworben" werden.
Die rechtspopulistische Regierung hält trotz internationaler Kritik an dem Gesetz fest – und will sich in einem Streit mit der EU, die ein Vertragsverletzungsverfahren einleitete, Rückhalt durch ein Referendum holen (queer.de berichtete). "Sie greifen Gesetze an, die sexuelle Propaganda in Kindergärten, Schulen, im Fernsehen und in der Werbung nicht zulassen", beklagte sich Ungarns Regierungschef Viktor Orbán am Montag erneut über die EU.
Zur Eröffnung der Herbst-Session des Parlaments sagte der Fidesz-Politiker, die Forderungen der EU seien "absurd" und man sei erstaunt darüber, dass diese nicht die Meinung des Volkes abwarte und respektiere, sondern dass Brüssel "erpresst, mit Klagen droht und Ungarn seine eigene Meinung aufzwingen will, für das ihm noch nie jemand Autorität gegeben hat." Die Position der Regierung in Budapest sei "klar und grundsolide": "Wir lassen keinen Raum für sexuelle Propaganda gegen Kinder." (nb)















Ist ja auch klar: glückliche, zufriedene Menschen brauchen keine Heilsprediger, die ihnen Erlösung versprechen. Sie sind damit eine Gefahr für den Allmachtsanspruch der Kirche und deren Einnahmen.
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Und deren politischer Arm, der ihnen Macht und Einfluss sichert, die CDU/CSU, sollte auch nicht mehr im Regierungsverantwortung kommen.
Liebe statt Hass.
Freiheit statt Bevormundung und Unterdrückung.