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VelsPol-Reaktion

Queere Polizist*innen wollen Strafanzeigen gegen Björn Höcke stellen

Der AfD-Politiker hatte auf einer Veranstaltung von einer "verschwuchtelten" Polizei gesprochen.


Björn Höcke vor wenigen Wochen im MDR-Sommerinterview (Bild: TV-Screenshot)

Der Verband queerer Polizeibediensteter in Deutschland, VelsPol, hat am Mittwoch scharfe Kritik an dem AfD-Politiker Björn Höcke und seiner Partei geübt. Dessen Wahlkampfauftritt in Grimma zeige "auf besondere Weise, für welches menschenverachtende Bild die Partei steht. Und das I-Tüpfelchen daran: Aus der Partei selbst ist keine Gegenstimme zu Höckes Hassrede zu vernehmen."

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag hatte bei dem Auftritt am 9. September das Erscheinungsbild sächsicher Polizisten mit Baretten gelobt und dann zu seinem Bundesland gemeint: "Wenn ich in Thüringen Ministerpräsident werde, dann kriegen unsere Polizisten auch so ein Barett. (…) Wir möchten eine Polizei, die Recht und Ordnung durchsetzt. Dazu war sie heute noch nicht Manns genug, weil auch unsere Polizei verschwuchtelt worden ist. Das muss man auch mal deutlich sagen" (queer.de berichtete).

Höcke bediene sich "altbekannter Vorurteile, die nicht nur homophob sind, sondern auch die gesamte Polizei in ein negatives Licht rücken", kritisiert VelsPol. Der Jubel der Menge zu der Aussage habe "uns sehr erschreckt". "Viele Kolleg*innen werden bundesweit wegen dieser homophoben Beleidigung gegen Björn Höcke Strafanzeige erstatten. Dies unterstützen wir", so Diana Gläßer, Mitglied im Vorstand des Verbands.

VelsPol: AfD und Polizeiberuf nicht vereinbar

"Homophobie verstößt gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung, da die freie Entfaltung der Persönlichkeit, also auch die sexuelle Orientierung eine Säule des Demokratieprinzips ist", so Gläßer weiter. Es sei folgerichtig, dass die AfD "endlich" unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. "Im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl müssen nun wirklich die letzten Polizist*innen, die den Treueeid geschworen haben, verstanden haben, dass diese Partei nicht wählbar ist, geschweige denn, dass man Mitglied bei Ihnen sein kann." Für VelsPol sei "klar, dass die AfD und der Polizeiberuf in keinster Weise vereinbar sind. Diese offene Homophobie von Björn Höcke beweist das einmal mehr."

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Die Polizei in Deutschland sei "vielfältig und offen", stellt VelsPol dem AfD-Weltbild entgegen. "Genau dadurch arbeitet sie so professionell und erbringt Tag und Nacht besonders außergewöhnlich gute Leistungen, um die Bürger*innen und unsere Demokratie zu schützen." (cw/pm)



#1 AtreusProfil
  • 22.09.2021, 12:09hSÜW
  • Deutschland 2021: Ein anerkannter Faschist ist Mitglied des Landtages, wird also durch Steuergeld finanziert, relativiert den Holocaust und übernimmt beinahe wortgleich Satzbausteine von Adolf Hitler und Joseph Goebbels für seine Reden auf Wahlkampf- und Parteibühnen, fordert Bürger*innen zur Revolution auf, diskreditiert die Coronabekämpfung und vermag es, trotz Ankündigung, die Thüringer Demokratie während der Ministerpräsidentenwahl ins Wanken zu bringen.

    Das Wording im konkreten Fall ist dummfrech und verletzend, aber ehrlich gesagt mein geringstes Problem bei dieser Personalie. In einem gesunden Land, wäre der Herr schon unlängst aus der Politik entfernt worden, in einem idealen Land wäre er nie in diese Position und solcher Machtfülle gelangt.
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#2 Julian SAnonym
  • 22.09.2021, 12:11h
  • "Und das I-Tüpfelchen daran: Aus der Partei selbst ist keine Gegenstimme zu Höckes Hassrede zu vernehmen."

    Was aber auch wieder zeigt, dass es eben KEINE gemäßigten Kräfte in der AfD gibt, sondern dass die alle diese homophoben und transphoben Positionen teilen.
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#3 PuschoAnonym
  • 22.09.2021, 12:16h
  • Sehr gute Idee von VelsPol! Bei einem entsprechenden Richter*innenspruch würde auch klar, dass "verschwuchtelt" u. Ä. Hetzrede und damit nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt ist.
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#4 userer
  • 22.09.2021, 12:26h
  • "Und das I-Tüpfelchen daran: Aus der Partei selbst ist keine Gegenstimme zu Höckes Hassrede zu vernehmen."

    Wieso ist das das "I-Tüpfelchen"? Ich hatte bislang den Eindruck, dass solche LGBT*IQ-feindlichen Hassreden Blut und Boden der Partei darstellen und nicht nur irgendwo "obendrauf" kommen.
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#5 Black CatAnonym
  • 22.09.2021, 14:13h
  • Ach ja, der Bernd. Adolfs Enkel im Geiste. Der Foehrer wäre begeistert.
    Extra3 hat die ideologischen Nachfolger der NSDAP mal als Aufmerksamkeit für Dackel parodiert.
    Ich finde es super, wenn es zu einer Anzeige gegen den Bernd, am besten noch gegen mehrere aus dieser Politmeschpoke kommt.
    Denke aber, man sollte sich nicht nur auf einzelnen Scheiss konzentrieren, sondern gemeinsame Konzepte entwickeln, damit es nicht wieder zum Vogelschiss in der Geschichte kommt, um den Herrn Gauleiter zu zitieren.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 22.09.2021, 19:05h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Sicher, in einer idealen Welt wäre auch der Anstreicher aus Braunau damals nie Führer geworden. Andererseits nahm er aller Unvollkommenheit der Welt zum Trotz ein böses Ende, das im Einklang mit dem stand, was er heraufbeschwor. Früher oder später wird es Höcke ähnlich ergehen. Und vielleicht begegnet er ja ein paar dieser queeren Polizisten zufällig in einer dunklen Ecke.
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#7 swimniAnonym
  • 22.09.2021, 20:28h
  • wo ist denn nun die weidel mit ihrer grossen klappe? verneigt sich vor dem mann aus der mitte der partei ---hahaha
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#8 MarkKerzmanProfil
  • 23.09.2021, 01:28hPrinceton
  • Antwort auf #5 von Black Cat
  • >> Ich finde es super, wenn es zu einer Anzeige gegen den Bernd, am besten noch gegen mehrere aus dieser Politmeschpoke kommt. <<

    Dem stimme ich zu.
    Ich fände es aber auch super, wenn wir im Zusammenhang mit der AfD auf das hebräische Wort >Mispahah< (Familie) bzw. auf die jiddische Derivation >Mishpoche< verzichten könnten; die deutschen Wörter >Sippschaft< und >Gesindel< tun es auch.
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