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Polizeibericht

Berlin: Von Falschparkern schwulenfeindlich beleidigt und geschlagen

Nach einer Beschwerde über sein Parkverhalten griffen ein PKW-Fahrer und dessen Begleiter zwei junge Männer an.


Symbolfoto: Die Berliner Polizei macht Taten mit einem möglichen queerfeindlichen Hintergrund gezielt öffentlich (Bild: René Mentschke / flickr)

In Berlin ist es am Mittwochabend zu einem weiteren mutmaßlich schwulenfeindlichen Vorfall gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag meldete, hatte gegen 23 Uhr ein auf dem Gehweg parkendes Auto die Aufmerksamkeit zweier Passanten in Adlershof geweckt. Die beiden Männer im Alter von 16 und 21 hätten sich entschieden, den Fahrzeugführer und dessen Begleiter auf deren Fehlverhalten in der Dörpfeldstraße aufmerksam zu machen, und seien infolgedessen in einen Streit mit den unbekannt gebliebenen Insassen geraten.

Um weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen, hätten die Fußgänger ihren Weg fortgesetzt, so der Polizeibericht. Daraufhin seien sie von den mutmaßlichen Falschparkern im Auto verfolgt und kurz darauf auf dem Parkplatz eines Supermarktes verbal und körperlich angegangen worden: Fahrer und Beifahrer hätten ihr Fahrzeug verlassen und die jungen Männer homophob beleidigt.

Dann habe der Fahrzeugführer dem 16-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen, bevor das Duo mit dem Wagen geflüchtet sei.

Die Ermittlungen wegen Beleidigung und Körperverletzung übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes, wie es mei mutmaßlicher Hasskriminalität üblich ist. Ebenfalls wie üblich enthielt die Erstmeldung keine weiteren Angaben zu den Beteiligten.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)