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Berlin

Trans Person bespuckt, beschimpft und mit Verkehrsschild gejagt

In der Karl-Marx-Straße im Berliner Bezirk Neukölln kam es am frühen Freitagabend zu einem Angriff auf eine 39 Jahre alte trans Person. Als ein Zeuge dazwischenging, flüchteten die männlichen Angreifer.


Der Vorfall ereignete sich in der Karl-Marx-Straße (Bild: Udo / flickr)

Zu einem Angriff auf eine trans Person kam es späten Freitagnachmittag in Berlin-Neukölln. Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Person gegen 17.45 Uhr zu Fuß in der Karl-Marx-Straße unterwegs, als sie von mehreren unbekannten Männern zunächst transfeindlich beleidigt wurde. Die Abneigung wurde mit Spucken auf den Boden unterstrichen.

Einer der Unbekannten entnahm dann ein mobiles Verkehrsschild aus der Halterung, hob es bedrohlich in die Höhe und lief auf die trans Person zu. Diese rannte davon, während der Mann sie mit dem schlagbereiten Schild verfolgte. Als die flüchtende Person stolperte und zu Boden fiel, bildete sich eine Menschentraube um sie, woraufhin ein Zeuge dazwischen ging und sich die Gruppe unerkannt entfernte.

Das Opfer erlitt Hautabschürfungen

Die Absuche der Umgebung nach den Angreifern durch alarmierte Einsatzkräfte blieb erfolglos. Die 39 Jahre alte trans Person erlitt bei dem Sturz Hautabschürfungen, lehnte jedoch eine medizinische Versorgung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat – wie bei Hasskriminalität üblich – die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 HexeAnonym
  • 25.09.2021, 18:49h
  • Ich bekomme irgendwie das Gefühl daß sich die Menschenfeinde absprechen um ein bisschen auf Menschenjagd zu gehen.

    Auf der anderen Seite ist es halt Deutschland. Wenn alle Bundesländer queerphobe Attacken melden würden.. was dann wohl zu sehen wäre?
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#2 canadianSarahAnonym
#3 HexeAnonym
  • 26.09.2021, 08:50h
  • Antwort auf #2 von canadianSarah
  • Hab ich auch schon viel drüber nachgedacht.
    Wobei ich durch Teile meiner Verwandtschaft weiß das es dort leider auch viel rechtes Gedankengut gibt.
    Um es mal meiner Erfahrung nach nett auszudrücken..

    Aber eigentlich sind wir genug Leute um ne ganze Stadt zu bilden.
    Das wäre schön.

    New transilvanien!

    Die einzige Stadt ohne Diskriminierung und Gewalt. Fuck. Wir hätten ein Schwimmbad in das wir gehen könnten!
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#4 MagsAnonym
#5 LisaAnonym
  • 26.09.2021, 11:25h
  • Mir tut das Opfer sehr leid.
    Was ich mich frage ist wie erkennen solche Verbrecher immer so treffsicher Trans Personen?
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#6 oh jaAnonym
#7 MagsAnonym
  • 26.09.2021, 12:12h
  • Antwort auf #5 von Lisa
  • Ich glaube das nennt sich "Passing". Nicht jede hat die finanziellen Mittel sich so anpassen zu lassen dass es nicht mehr auffällt (bzw. will das auch nicht). Oder ist, so wie ich, knapp 1,90 groß. Da fällt Frau halt einfach auf. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht dass sich viele Transfrauen in der Öffentlichkeit "wegducken", also versuchen krampfhaft nicht aufzufallen und bewirken so leider genau das Gegenteil. Das wiederum entsteht wegen genau solcher Situationen. Ist also so ein wenig ein Teufelskreis. Wo soll Selbstbewusstsein herkommen wenn man überall eine drauf bekommt.

    Daher wäre es wichtig und vor allem richtig uns endlich rechtlich mit anderen Menschen gleichzustellen. Solange wir die "Freaks" sind wird es immer wieder Leute geben die uns das handfest vor Augen halten wollen.
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#8 HexeAnonym
  • 26.09.2021, 16:28h
  • Antwort auf #7 von Mags
  • Du hast vollkommen Recht.
    Passing an sich ist ja aber schon ein krankes Konstrukt.

    Ich bin voll für zurück schlagen.
    Diese Leute müssen checken das wir uns wehren.
    Ansonsten bleibt man halt Opfer.
    Jede queere Person sollte einen Selbstverteidigungskurs besuchen.

    Da lernt man laut werden, Körpersprache und natürlich ein paar Tricks. Das hilft dem Selbstbewusstsein und man geht mit der Zeit ganz anders durch die Gegend.
    Mir wird oft von Leuten gesagt ich würde wie ein Mann laufen.
    Ich weiß jetzt nicht wie ein Mann läuft oder eine Frau, aber daran sieht man ja wie beknackt "passing" ist. Bzw Geschlechterrollen.
    Was ich aber sehe ist das Macker es sich zweimal überlegen sich mit mir anzulegen.

    Und bei der kleinsten Provokation sollte man laut werden. Das schockt. Denn diese Leute sind es nicht gewohnt das man sich wehrt. Das sind Feiglinge die ne Art "Opferradar" haben.

    Natürlich darf man ne Risikoeinschätzung machen. Ist eine Sache 1:1 laut werden. Gegen ne ganze Gruppe sollte man vielleicht doch lieber das weite suchen. Aber niemals in dem man sich klein macht. In dem Moment hat man verloren.
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#9 MagsAnonym
  • 26.09.2021, 17:05h
  • Antwort auf #8 von Hexe
  • 12 Jahre Kampfsport. Durch die Größe viel Reichweite und einen körperlich sehr fordernden Beruf. Was mich betrifft bin ich relativ entspannt. Mir ist auch derartiges noch nicht passiert. Aber du hast recht: laut werden, und eventuelle Zeugen direkt ansprechen. Was bestimmt auch hilft ist ein Foto des Angreifers mit dem Handy machen mit dem Hinweis dass das Foto direkt in der Cloud gelandet ist. Umdrehen und laufen ist das letzte Mittel. Denn Feiglinge greifen gerne von hinten an. Und solche Taten sind immer Taten von Feiglingen.
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#10 HexeAnonym