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Nachtruhe

Schlafen ohne Schadstoffe – gesunde Ausstattung im Schlafzimmer

Ein Drittel ihrer Lebenszeit verbringen Menschen durchschnittlich im Bett. Wenig beachtet wird, wie hoch Schadstoffbelastungen im Schlafzimmer sein können und was sich dagegen tun lässt.


Eine Schadstoffbelastung der Raumluft im Schlafzimmer hat diverse Ursachen (Bild: Wokandapix / pixabay)
  • 28. September 2021, 14:19h, noch kein Kommentar

Bestehen Schadstoffbelastungen im Schlafzimmer, wirkt sich das langfristig auf die Gesundheit aus. Sie gelangen während des Schlafs auf zwei Wegen in den menschlichen Körper. Zum einen ist das über Hautkontakt möglich, wenn Bettwäsche chemische Rückstände enthält. Zum anderen werden Schadstoffe aus der Luft über die Atmung aufgenommen.

Schadstoffe in der Bettwäsche

Textilwaren von der Kleidung bis zur Bettwäsche durchlaufen eine lange Kette von Produktion, Verarbeitung, Transport und Lagerung. Bei jedem dieser Schritte besteht ein Risiko für eine Schadstoffbelastung. Bei Naturmaterialien wie Baumwolle beginnt das schon bei Anbau und Ernte, falls Pestizide oder Entlaubungsmittel eingesetzt werden. Weitere Risiken für chemische Rückstände entstehen, wenn die Fasern chemisch gereinigt werden, in einer Chlorbleiche entfärbt oder mit schadstoffhaltigen Farben eingefärbt werden. Imprägnierungen oder Mottenschutzmitteln für Transport und Lagerung sind weitere mögliche Quellen für Schadstoffrückstände.

Bettwäsche ohne Schadstoffbelastung verwenden

Ratsam ist es, sich generell für hochwertige Bettwäsche zu entscheiden, deren Hersteller auf gesunde Qualität Wert legen. Das gilt unter anderem für Textilien aus biologisch erzeugter Baumwolle ohne Pestizideinsatz. Doch ökologische Erzeugung allein garantiert keine Schadstofffreiheit. Optimale Schlafbedingungen bieten schadstoffgeprüfte Betttextilien. Um sie zu finden, helfen diverse Textilsiegel. Das GOTS-Siegel zertifiziert schadstofffreie Qualität bei Produkten aus ökologischem Baumwollanbau. Das OEKOTEX-Siegel Standard 100 prüft alle Arten von Bettwäschegeweben. Es umfasst zusätzlich die Prüfung von Nähgarnen, Knöpfen, Reißverschlüssen und Appreturen. Unabhängig von einer Schadstoffprüfung sollte jede Bettwäsche vor der ersten Verwendung gewaschen werden.

Schadstoffe aus dem Mobiliar vermeiden

Eine Schadstoffbelastung der Raumluft im Schlafzimmer hat diverse Ursachen. Eine davon betrifft das Mobiliar. Es sorgt nicht selten für Ausdünstungen, die Formaldehyd, Terpene oder Bisphenol A enthalten. Deshalb ist die Entscheidung für schadstoffgeprüfte Einrichtungsgegenstände und Möbel ein wichtiger Faktor für gesunden Schlaf. Diverse Siegel helfen bei der Auswahl. Dazu gehören die TÜV-Siegel, der Blaue Engel oder das FSC-Siegel. Wer Holzmöbel bevorzugt, sollte sich außerdem für Massivholz entscheiden. Es hat eine gesündere Qualität als Faserplatten-Möbel und setzt auch optisch mehr Highlights. Gesunde Raumtextilien wie Gardinen oder Teppiche mit OEKOTEX Standard 100 Siegel besitzen ebenfalls schadstoffarme Qualität.

Baumaterialien für gesunden Schlaf auswählen

Die Raumluft wird nicht zuletzt durch Baumaterialien negativ beeinflusst. Dazu gehören Wandfarben, Parkettkleber oder Harze zur Bodenversiegelung. Farben ohne Lösungsmittel minimieren das Risiko für ungesunde Raumluft. Noch besser sind Farben aus Naturmaterialien wie die mineralischen Kalkfarben. Sie haben eine hohe Atmungsaktivität und senken gleichzeitig das Schimmelrisiko. Wer Holzböden schätzt, kann sie mit natürlichen Wachsen schadstofffrei versiegen und auf den Einsatz ungesunder Kunstharze verzichten. Wenn möglich, sollten keine Klebestoffe bei der Verlegung von Parkett, Laminat und anderen Bodenbelägen verwendet werden.

Lüften und Pflanzen zur Luftreinigung einsetzen

Tatsächlich liegt die Schadstoffbelastung in Innenräumen durchschnittlich höher als in der Außenluft – selbst in der Großstadt. Um schadstofffrei zu schlafen, ist regelmäßiges Lüften unverzichtbar. Zusätzlich unterstützen ausgewählte Pflanzen die gute Raumluft im Schlafzimmer. Formaldehyd absorbieren beispielsweise Zimmerfarne, Efeutute und Dieffenbachie. Die Flamingoblume nimmt es zusätzlich mit Ammoniak, Xylolen und Tylolen auf. Insgesamt gibt es eine ganze Reihe von Pflanzen, die während des Schlafs für eine gesunde Atemluft sorgen. (ak)