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Mittel fast halbiert

#ohneuns: Brandenburger LGBTI-Vereine kritisieren Kürzungen

Über Jahre aufgebaute und "nie hinreichend finanzierte Strukturen" stünden zur Disposition, beklagen wichtige Institutionen der Szene.


Das Parlament in Potsdam schmückt sich jährlich mit der Regenbogenflagge (Bild: Landtag Brandenburg)

In einem gemeinsamen Offenen Brief an die Brandenburger Landesregierung und die demokratischen Fraktionen des Landtages kritisieren queere Verbände und Vereine aus dem Land Brandenburg die derzeitigen Kürzungspläne der rot-schwarz-grünen Koalition. Im kommenden Jahr sollen die finanziellen Mittel für konkrete Maßnahmen im queeren Bereich demnach um knapp 110.000 Euro geringer ausfallen als im laufenden Jahr. Das wären fast 50 Prozent weniger.

Derzeit stünden im Bereich des "Aktionsplans Queeres Brandenburg" 224.000 Euro bereit, 2022 sollen es 114.700 Euro sein. "Die über Jahre aufgebauten und nie hinreichend finanzierten Strukturen werden damit in despektierlicher Weise zur Disposition gestellt und deren Zerstörung billigend in Kauf genommen", heißt es in dem Offenen Brief.


Das Logo zum Offenen Brief

Der Offene Brief kann online mit unterzeichnet werden. Zu den Erstunterzeichnenden gehören der Landesverband AndersARTiG, der LSVD Berlin-Brandenburg (LSVD), der CSD Cottbus, die AIDS-Hilfe Lausitz, die Fachstelle für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt, das Projekt "Regenbogenfamilien in Brandenburg stärken" sowie die Queere Hochschulgruppe UPride der Universität Potsdam.

Die Lebenssituation queerer Menschen habe sich auch durch Covid zugespitzt, während die registrierte Gewalt zunehme. Damit sei sich der psychosoziale Beratungsbedarf gestiegen, so der Offene Brief, während ehrenamtliche Strukturen auch aufgrund der Pandemie wegbrechen würden und die finanzielle und strukturelle Ausstattung der Vereine seit Jahren unzureichend sei.

Im Vergleich zum Haushalt 2021 habe man einen Mehrbedarf von 500.000 Euro, so die Vereine und Verbände. "Wir sind empört über die Geringschätzung unserer Arbeit und werten dies als fatales politisches Signal der rot-schwarz-grünen Landesregierung hinsichtlich des Stellenwertes der Rechte, Sicherheit und Lebensqualität queerer Menschen im Land Brandenburg." Der Aktionsplan sei nie seinen Anforderungen entsprechend ausgestattet worden.

Das Ende des Regenbogens? #ohneuns In einem gemeinsamen offenen Brief an die Brandenburger Landesregierung und die...

Posted by CSD Cottbus on Tuesday, September 28, 2021
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Der Offene Brief fordert die "sofortige Rücknahme sämtlicher Kürzungsvorschläge im Bereich Frauen, Gleichstellung, Antidiskriminierung und queere Lebensweisen", die "Zusicherung einer regelmäßigen und langfristig abgesicherten Finanzierung" in diversen konkret benannten Bereichen bestehender Angebote und die Zusicherung einer Regelfinanzierung. Zusagen aus dem Koalitionsvertrag und öffentliche Bekenntnisse etwa zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie müssten eingehalten werden. (cw)



#1 fuepetProfil
  • 29.09.2021, 10:19hBad Wildungen
  • Männer ich sage es nur ungern:
    Der Staat sieht uns nicht als wichtig gebug an. Wenn wir nicht um uns selber kümmern wird es niemand machen.
    Mein Vorschlag:
    1. Eine Stelle in dem alle Vereine gelistet sind und einen gemeinsamen Topf in dem wir hinein Spenden und die Vereine partizipieren können.
    2. Eine Visakarte, von dem ein Teil des Umastz in den Spendentopf geht.
    ......
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