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TV-Premiere

ZDF zeigt "Uferfrauen"

Zum Tag der Deutschen Einheit strahlt der Mainzer Sender die Dokumentation über lesbisches Leben und Lieben in der DDR aus.


Das Langzeit-Paar Sabine und Gisela: Ihre Liebe begann 1974, als Gisela noch verheiratet war (Bild: ZDF / Julia Hönemann)

Wie lebte es sich als Lesbe in der DDR? Davon erzählt der Dokumentarfilm "Uferfrauen", den das ZDF anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in der Nacht zum Dienstag, 5. Oktober 2021, um 0.30 Uhr im "Kleinen Fernsehspiel" zeigt. Bereits ab Sonntag um 10.00 Uhr ist der Film in der Mediathek des Senders verfügbar.

Regisseurin Barbara Wallbraun begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten. Sie erzählen auf offene und ehrliche Art und Weise ihre Lebensgeschichten und lassen ein Stück unerzählter ostdeutscher Geschichte lebendig werden.

Christiane, Carola, Pat, Elke sowie Langzeitpaar Sabine und Gisela berichten von ihrem Lebensalltag in der DDR, ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. Die porträtierten Frauen blieben sich selbst treu, richteten sich damit jedoch gegen die staatlichen Dogmen und waren deshalb Repressionen ausgesetzt.

"Uferfrauen" vermittelt das omnipräsente Gefühl von der Einsamkeit als Außenseiterin, der gesellschaftlichen Tabuisierung von Homosexualität, dem Zwang nach Konformität und der Anpassung in einem repressiven Staat – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt, ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren Ufer zu bleiben. Dabei verfolgten die Protagonistinnen in ihrer Verschiedenheit doch das gleiche Ziel: die Suche nach dem persönlichen Glück.

Der vom ZDF koproduzierte Film hatte 2019 den Publikumspreis bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen Hamburg gewonnen (queer.de berichtete), im letzten Herbst startete er regulär in den deutschen Kinos. (pm/cw)