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USA

Ex-Pornostar Trent Olsen zu 25 Jahren Haft verurteilt

Ein bekannter US-Darsteller in pornografischen Twink-Videos wird die nächsten beiden Jahrzehnte hinter Gittern verbringen, weil er seinen damals achtjährigen Bruder vergewaltigt und ein Video der Tat zum Verkauf angeboten hatte.


Trent Olsen in einem PR-Foto eines Porno-Anbieters (Bild: 8TeenBoy)

Der frühere Pornodarsteller Trent Olsen (bürgerlich: Andrew John Jemmett) ist vergangene Woche von einem US-Bundesgericht in Pocatello (Bundesstaat Idaho) zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt worden. Der 21-Jährige hatte sich zuvor der Verbreitung von Kinderpornografie schuldig bekannt. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststrafe für dieses Verbrechen beträgt 15 Jahre Haft.

Als Gegenleistung für das Schuldeingeständnis hatte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Anklagepunkte gegen Olsen vorgebracht. Richter Barry Lynn Winmill ordnete zudem an, dass Olsen für den Rest seines Lebens unter Aufsicht eines Bewährungshelfers steht und in ein Register für Sexualstraftäter eingetragen wird. Das "National Sex Offender Registry" ist eine Art Online-Pranger auf Lebenszeit, auf dem die Wohn- und Arbeitsadresse sowie Bilder der Verurteilten weltweit von jeder Person eingesehen werden können. Der verurteilte Täter darf außerdem nach seiner Freilassung keinen Kontakt mit Minderjährigen haben.

Vergewaltigung in Uni-Toilette

Laut der Anklageschrift habe Olsen 2019 in einer öffentlichen Toilette der Idaho State University, an der er eingeschrieben war, ein damals acht Jahre altes Kind anal und oral vergewaltigt und dies mit seinem iPhone gefilmt (queer.de berichtete). Bei dem Opfer soll es sich um den jüngeren Bruder des Angeklagten gehandelt haben.

Direktlink | Kurzer Bericht über die Verurteilung in einer Lokalnachrichtensendung
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Das Video sei auf dem Handy des Beschuldigten sichergestellt worden. Olsen habe einwandfrei identifiziert werden können, weil sein Gesicht in einem Spiegel zu sehen gewesen sei. Zudem habe er auf Snapchat ein Video der Vergewaltigung angeboten. Ein unbekannter Nutzer des Instant-Messaging-Dienstes habe zugestimmt, via Paypal 150 Dollar (rund 130 Euro) dafür zu bezahlen.

Damaliger Lebenspartner von Olsen alarmierte die Polizei

Olsen war bereits Anfang Januar 2020 in seiner Wohnung in Las Vegas festgenommen worden. Sein damaliger Freund, der Pornodarsteller Daniel Hausser, hatte eigenen Aussagen zufolge das Video auf Olsens Handy entdeckt und die Polizei alarmiert.

Schwulen Pornofans war Olsen insbesondere als Darsteller für die Label "8teen Boys" und "Helix" ein Begriff, die vor allem jung aussehende Models ab 18 Jahren unter Vertrag nehmen. Seine nach wie vor gegen Bezahlung erhältlichen Filme tragen Namen wie "Frisky Young Fuckers", "College Cuties" oder "Surplus Semen". Außerdem arbeitete er für das Label "Blacks On Boys", das Sex zwischen schwarzen Männern und weißen Twinks zeigt. (cw)



#1 AndiAnonym
  • 05.10.2021, 07:12h
  • Richtig so, das Strafmaß ist ein Vorbild auch für das deutsche Rechtssystem, welches eher Täterschutz betreibt.
    Übergriffe auf Kinder und andere Wehrlose sind auf keinen Fall zu akzeptieren.
    Bis er wieder aus dem Knast kommt, kann das Brüderchen zumindest frei von Furcht erwachsen werden und hat hoffentlich noch eine einigermaßen schöne Jugendzeit.
    Die Filme sollte man boykottieren. Gut, dass sie im Artikel erwähnt werden.
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#2 queergayProfil
  • 05.10.2021, 23:48hNürnberg
  • Antwort auf #1 von Andi
  • Ich habe mehrere Serien und Filme über USA-Justizverfahren gesehen. Daß dort immer "richtig" verfahren und geurteilt bzw. verurteilt wird, kann ich keinesfalls bestätigen.
    Die US-Justiz ist stark vom Rache-Gedanken geleitet. Nicht zuletzt eine frühere deutsche Justizministerin hat sich einmal sehr negativ über das "lausige" amerikanische Justizsystem - so nannte sie es nämlich - geäußert. Es war Herta Däubler-Gmelin.
    US-Justiz als Vorbild für die deutsche Justiz? Gott bewahre uns davor.
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