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"Vincent"-Sängerin

Sarah Connor: Bei Homophobie muss man dagegen halten

Die Pop- und Soulsängerin stellt vor dem Coming Out Day klar, dass der Kampf gegen Homosexuellenfeindlichkeit noch nicht gewonnen ist.


Sarah Connor ist bereits seit 20 Jahren aus der deutschen Musikindustrie nicht mehr wegzudenken (Bild: Jacqueline Nolting / wikipedia)

Die 41-jährige Sängerin Sarah Connor hält das Thematisieren von nicht-heterosexueller Liebe in Filmen, Serien und der Musik für gesellschaftlich wichtig. "Ich habe viele schwule Freunde, die lange gebraucht haben, bis sie sich ihren Familien gegenüber geoutet haben und zu ihrer Sexualität gestanden haben", sagte Connor der Deutschen Presse-Agentur.

Sie selbst habe viele positive Nachrichten auf ihren Song "Vincent" (2019) bekommen, in dem es auch um ein schwules Liebespaar geht (queer.de berichtete). Eine Frau namens Jana habe ihr geschrieben, sie habe den Song im Autoradio laut mit ihrer Mutter mitgesungen und ihr danach erstmals erzählt, eine Frau zu lieben. "Wenn ich einen Teil dazu beitragen konnte, dass Homosexualität in der Gesellschaft präsenter und normaler wird, dann freue ich mich."

Connor sagte weiter, sie komme vom Land und wisse, dass gleichgeschlechtliche Liebe dort teilweise noch immer verpönt sei. "Und so lange das so ist, muss man dagegen halten", erklärte die Sängerin aus Delmenhorst anlässlich des Coming Out Day am kommenden Montag. Die Musikerin ist seit Donnerstag als Coach in der ProSieben-Sat.1-Show "The Voice of Germany" zu sehen.

"Vincent" war 2019 überaus erfolgreich, das Lied erreichte die Top Ten der deutschen und österreichischen Single-Charts. Es führte aber auch zu einigen Kontroversen: Einigen privaten Radiosendern wie Hitradio Antenne 1 oder Antenne Bayern war die schwule Thematik zu heiß und sie kürzten das Lied – oder spielten es erst gar nicht. Insbesondere erregten sich die Radiomacher*innen über die Liedzeile "Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt". Öffentlich-rechtliche Sender hatten dagegen weniger Probleme (queer.de berichtete).

Connor bedauerte daraufhin, dass es beim Thema Homosexualität immer noch Ressentiments in Deutschland gebe (queer.de berichtete). Aus der queeren Community wurde der Sängerin allerdings auch vorgeworfen, mit dem Lied Klischees über Schwule zu vertiefen. (dpa/dk)



#1 WahrheitIstRelativAnonym
  • 07.10.2021, 12:02h
  • Wieso erzählen eigentlich so viele, dass sie viele schwule Freunde haben, aber nie lesbische Freundinnen oder bisexuelle Freund*innen etc? Klar ist jedenfalls, dass schwule Männer sehr viel eher einen Draht zu Heterofrauen haben als lesbische Frauen zu Heteromännern.
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#2 WahrheitIstRelativAnonym
  • 07.10.2021, 12:35h
  • Habe mir das Lied gerade angehört. Das ist ein typisches Sarah Conner Lied. Es handelt hauptsächlich davon, wie schwerkrank man sich im verliebten Zustand fühlt. Auch meine Mutter hat mir mal erklärt, dass man über Liebeskummer hinwegkommt auch wenn man es sich in gegebenen Zustand nicht vorstellen kann und auch ich würde meine Kinder auf diese Art versuchen aufzumuntern, denn das kann man sich zuerst wirklich nicht vorstellen und hat meist auch noch nichts schwierigeres erlebt, als den ersten Liebeskummer zu meistern.
    Also, wo sind da jetzt bitte schön Klischees gegenüber Schwulen? Liebe ist Liebe, heißt es doch immer oder brauchen M&M da eine Sonderbehandlung?
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#3 Girlygirl
  • 07.10.2021, 14:06h
  • Antwort auf #1 von WahrheitIstRelativ
  • Das liegt daran, dass Frauen Schwulen ein ähnliches Vertrauen und Offenheit entgegenbringen wie gegenüber anderen Frauen und Schwule nehmen dies dankend an, da heterosexuelle Frauen nicht als Gefahr gelten. Umgekehrt haben aber lesbische Frauen zu heterosexuellen Männern oft ein ähnliches Verhältnis wie Hetero Frauen mit Hetero Typen. Ein Schwuler ist in Beziehung mit einer Frau in erster Linie schwul, also "ungefährlich". Eine lesbische Frau ist in Beziehung mit einem Hetero Mann aber in erster Linie eine Frau. Ich würde meinen, dass die meisten Hetero Frauen lesbische Freundinnen haben, nur spielt die sexuelle Orientierung meist gar keine Rolle und ist gar nicht der Rede wert. Meine heterosexuellen Freundinnen erwähnen meine Sexualität meist nicht, da es für den Gegenüber keinen Mehrwert hat. Bei Männern hat man immer im Hinterkopf, dass seine sexuelle Orientierung alle seine Beziehungen beeinflusst (nach dem motto: er hat eine beste Freundin? bestimmt will er mit ihr ins Bett). Natürlich gibt es auch viele Beispiele von anderen Fällen, aber die Gesellschaft ist immer noch gespalten in Hetero Männern und "den anderen", vor allem bei älteren und Konservativen.
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#4 WahrheitIstRelativAnonym
#5 SvenAnonym
#6 DorfelseAnonym
  • 08.10.2021, 21:57h
  • Die Connerin bleibt sich seit Jahrzehnten treu. Das finde ich toll.
    Mit ihrem Look, diesem hochwertigen Make-Up und allen Accessoires behält sie ihren totalen Dorftussi-Charme wie eine aus der platten Pfalz, die denkt, Koblenz wäre ne Großstadt.
    Herrlich.
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