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  • 12. Dezember 2005 38 1 Min.

Berlin (queer.de) - Nach vernichtenden Kritiken an einer Pressemitteilung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) haben deren Vorsitzender Roland Heintze und die CDU-Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler die Kritik am Beispiel eines "taz"-Berichtes zurückgewiesen. In einem Kommentar hatte Jan Feddersen überzogen-witzig die Pressemitteilung verrissen, in denen die LSU gefordert hatte, gesetzliche Schritte gegen die Barebacker-Szene zu prüfen. "Kontraproduktive Panikmache" attestierte Feddersen (und auch die Redaktionen von stadt.gay-web.de und queer.de kritisierten die Pressemitteilung aus verschiedenen Aspekten). Die LSU findet jedoch, sie hätte eine "überwiegend positive Diskussion" ausgelöst, Feddersen betreibe "verdrehte politische Agitation", entstelle die Wahrheit und mache Stimmung. In einem Leserbrief an die "taz" schrieb Köhler, die Kontraproduktivität liege angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen in der Verhamlosung von Bareback.
Der kontroverse Streit um Bareback geht indessen weiter, unter anderem in den Diskussionsforen von queer.de. In einer Umfrage, ob Bareback zu bestrafen sei, stimmten knapp über 50 Prozent der queer.de-Leser für eine Bestrafung - obwohl Bareback nicht näher definiert wurde. Auffallend ist indessen, dass sich die Homo-Organisationen der anderen Parteien aus dem Streit offiziell zurückhalten. (nb)

-w-

#1 LinkerCacheAnonym
  • 12.12.2005, 16:35h
  • Klar, positive resonanz, aber sicher doch! Panikmache und Meinungsmache ist das. Wenn das erste Verbot durchgesetzt ist, dauert es nicht lange, bis das zweite kommt! Ich denke mal, das die dösel in der LSU alles andere Als homos sind!

    Denn seien wir doch mal ehrlich: erstens, wie soll es kontrolliert werden und zweitens wird dann irgendwann Homosexualität wieder unter Strafe gestellt oder was? Gerade die Unioner müssen sich erregen, denn die hattren doch mal mitter der achtziger zwangstests und internierungslager gefordert!
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#2 LinkerCacheAnonym
  • 12.12.2005, 16:47h
  • Kleiner Hinweis noch: Der link zur TAZ ist ausgesprochen schön, denn so wie die taz da zur sache geht, hätte es manch andere seriöse zeitung nicht besser hinbekommen;-)
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#3 whk RheinlandAnonym
  • 12.12.2005, 17:38h
  • Norbert Blech schreibt:

    "Auffallend ist indessen, daß sich die Homo-Organisationen der anderen Parteien aus dem Streit offiziell zurückhalten."

    Diese Aussage trifft so nicht zu, denn das whk hat beispielsweise als erste und wohl bislang einzige Homo-Organisation sehr dezidierte Kritik an der Position der LSU geübt, mit der im Prinzip erstmal in der Geschichte der Schwulenbewegung eine Homgruppierung de facto die Schließung von Darkrooms, das Verbot von Sexparties und eine Bestrafung von HIV-Infizierten fordert - denn darauf laufen die Äußerungen der LSU konsequenterweise hinaus. (vgl. www.whk.de/whk3605.htm)

    Das whk hat sich (wiederum als einzige Homo-Organisation) auch mit der von Queer.de dankenswerterweise dokumentierten Erklärung des landesweiten NRW-Positiventreffens vom 10. November solidarisiert - auch diese Information hat Queer.de wohl "vergessen"?

    Es ist einigermaßen merkwürdig, wenn Queer.de die Stellungnahme des whk zur LSU - wie übrigens fast alle whk-bislang 36 (!) Presseerklärungen im Jahr 2005 - erst unterschlägt, sich aber bei Bedarf scheinheilig darüber wundert, daß sich in der Homoszene angeblich keine Diskussion mehr regt. Merkwürdig vor allem, weil Queer.de ja ganz offensichtlich von einem nicht unerheblichen Teil der Szene als Forum der Debatte akzeptiert ist.
    Organisationen wie des whk, dessen Positionen man teilen kann oder nicht, sollen aber offenbar auf Queer.de dauerhaft nicht stattfinden.

    Bedauerlich ist es insbesondere, daß die whk-Kritik an der LSU nicht einmal im Userforum von Queer.de Platz hatte: Ein entsprechender Kommentar, der die die LSU betreffenden Argumente aus der whk-Mitteilung vom 30. November noch einmal wiedergab, wurde von Queer.de ohne Begründung nicht online gestellt und verschwand irgendwo im virtuellen Nirwana - so kann man's natürlich auch machen, liebes Queer.de-Team.

    Nun darf Queer.de ihm nicht genehme Pressemeldungen und Meinungen gern bis zum Sankt Nimmerleinstag zensieren oder ignorieren. Es wäre dann allerdings hilfreich und ehrlich, wenn Queer.de zu dieser Praxis auch stehen würde. Mit mehreren Tagen Verzögerung lediglich einen Link zu einer whk-Pressemitteilung zu legen, kann wohl kaum ernsthaft als Form der Berichterstattung bezeichnet werden.

    Es wäre schön, wenn Queer.de bei Gelegenheit dem whk (und nicht zukletzt den Queer.de-Usern) einmal verbindlich mitteilen könnte, welchen sachlichen Grund es gibt, die Positionen des whk derart permanent und derart aufällig zu unterdrücken. Um es noch einmal anschaulich zu machen: Von den etwa 80 Pressemitteilungen des LSVD sind im Jahr 2005 sind nahezu alle auf Queer.de zitiert worden. Von den 36 Stellungnahmen des whk ganze drei!

    Dirk Ruder
    whk Rheinland

    Wir stellen alle Kommentare online, die die queer.de-Net(t)iquette nicht verletzen. Die besagte Pressemitteilung wurde in weniger als 24 Stunden im Artikel "LSU - Bareback unter Strafe stellen" verlinkt. Die Redaktion
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