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Kommentare zu:
Bareback: LSU verteidigt sich


#1 LinkerCacheAnonym
  • 12.12.2005, 16:35h
  • Klar, positive resonanz, aber sicher doch! Panikmache und Meinungsmache ist das. Wenn das erste Verbot durchgesetzt ist, dauert es nicht lange, bis das zweite kommt! Ich denke mal, das die dösel in der LSU alles andere Als homos sind!

    Denn seien wir doch mal ehrlich: erstens, wie soll es kontrolliert werden und zweitens wird dann irgendwann Homosexualität wieder unter Strafe gestellt oder was? Gerade die Unioner müssen sich erregen, denn die hattren doch mal mitter der achtziger zwangstests und internierungslager gefordert!
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#2 LinkerCacheAnonym
  • 12.12.2005, 16:47h
  • Kleiner Hinweis noch: Der link zur TAZ ist ausgesprochen schön, denn so wie die taz da zur sache geht, hätte es manch andere seriöse zeitung nicht besser hinbekommen;-)
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#3 whk RheinlandAnonym
  • 12.12.2005, 17:38h
  • Norbert Blech schreibt:

    "Auffallend ist indessen, daß sich die Homo-Organisationen der anderen Parteien aus dem Streit offiziell zurückhalten."

    Diese Aussage trifft so nicht zu, denn das whk hat beispielsweise als erste und wohl bislang einzige Homo-Organisation sehr dezidierte Kritik an der Position der LSU geübt, mit der im Prinzip erstmal in der Geschichte der Schwulenbewegung eine Homgruppierung de facto die Schließung von Darkrooms, das Verbot von Sexparties und eine Bestrafung von HIV-Infizierten fordert - denn darauf laufen die Äußerungen der LSU konsequenterweise hinaus. (vgl. www.whk.de/whk3605.htm)

    Das whk hat sich (wiederum als einzige Homo-Organisation) auch mit der von Queer.de dankenswerterweise dokumentierten Erklärung des landesweiten NRW-Positiventreffens vom 10. November solidarisiert - auch diese Information hat Queer.de wohl "vergessen"?

    Es ist einigermaßen merkwürdig, wenn Queer.de die Stellungnahme des whk zur LSU - wie übrigens fast alle whk-bislang 36 (!) Presseerklärungen im Jahr 2005 - erst unterschlägt, sich aber bei Bedarf scheinheilig darüber wundert, daß sich in der Homoszene angeblich keine Diskussion mehr regt. Merkwürdig vor allem, weil Queer.de ja ganz offensichtlich von einem nicht unerheblichen Teil der Szene als Forum der Debatte akzeptiert ist.
    Organisationen wie des whk, dessen Positionen man teilen kann oder nicht, sollen aber offenbar auf Queer.de dauerhaft nicht stattfinden.

    Bedauerlich ist es insbesondere, daß die whk-Kritik an der LSU nicht einmal im Userforum von Queer.de Platz hatte: Ein entsprechender Kommentar, der die die LSU betreffenden Argumente aus der whk-Mitteilung vom 30. November noch einmal wiedergab, wurde von Queer.de ohne Begründung nicht online gestellt und verschwand irgendwo im virtuellen Nirwana - so kann man's natürlich auch machen, liebes Queer.de-Team.

    Nun darf Queer.de ihm nicht genehme Pressemeldungen und Meinungen gern bis zum Sankt Nimmerleinstag zensieren oder ignorieren. Es wäre dann allerdings hilfreich und ehrlich, wenn Queer.de zu dieser Praxis auch stehen würde. Mit mehreren Tagen Verzögerung lediglich einen Link zu einer whk-Pressemitteilung zu legen, kann wohl kaum ernsthaft als Form der Berichterstattung bezeichnet werden.

    Es wäre schön, wenn Queer.de bei Gelegenheit dem whk (und nicht zukletzt den Queer.de-Usern) einmal verbindlich mitteilen könnte, welchen sachlichen Grund es gibt, die Positionen des whk derart permanent und derart aufällig zu unterdrücken. Um es noch einmal anschaulich zu machen: Von den etwa 80 Pressemitteilungen des LSVD sind im Jahr 2005 sind nahezu alle auf Queer.de zitiert worden. Von den 36 Stellungnahmen des whk ganze drei!

    Dirk Ruder
    whk Rheinland

    Wir stellen alle Kommentare online, die die queer.de-Net(t)iquette nicht verletzen. Die besagte Pressemitteilung wurde in weniger als 24 Stunden im Artikel "LSU - Bareback unter Strafe stellen" verlinkt. Die Redaktion
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#4 GerdAnonym
  • 12.12.2005, 18:21h
  • Soso, das whk versteht sich also als eine der "Homo-Organisationen der anderen Parteien". Welcher Partei gehört das whk denn an, Herr Ruder? Der PDS?
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#5 Georg und JörgAnonym
  • 12.12.2005, 18:43h
  • das whk leidet offensichtlich an einer Mischung aus Verfolgungs- und Größenwahn.
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#6 holga-waldaAnonym
  • 12.12.2005, 19:19h
  • @ Georg und Jörg

    Wo seht ihr Leid ?
    Wo Größenwahn ?
    Wieso offensichtlich ?
    Laßt uns teilhaben !!!
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#7 LinkerCacheAnonym
#8 WolfgangAnonym
#9 fürstinAnonym
  • 12.12.2005, 19:28h
  • liebe redaktion,
    sind die pressemitteilungen des whk
    zu lang ?
    zu kurz ?
    zu oft ?
    oder mogelt ihr augenzwinkernd mal was
    weg für uns ?

    fragen über fragen
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#10 GerdAnonym
  • 12.12.2005, 19:57h
  • @Redaktion
    Hier schreiben offensichtlich Leute unter verschiedenen Pseudonymen (Fürstin und Holga-Wada sind die selbe Person, das ist klar am Stil zu erkennen). Es ist ja sehr freundlich, daß ihr das alles durchgehen läßt. Aber meinetwegen könntet ihr die Einträge von Leuten wie Fürstin/Holga-Wada ruhig löschen, die sind sowieso nur auf Klamauk und Krawall aus.

    Die whk-Sektierer sollte man am besten gar nicht mehr kommentieren. Wie kann eine Gruppe (bestehend aus einer Person?) nur so viel Schwachsinn produzieren?
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#11 Gernot BackAnonym
  • 12.12.2005, 21:24h
  • "Auffallend ist indessen, dass sich die Homo-Organisationen der anderen Parteien aus dem Streit offiziell zurückhalten"

    Auffallend ist auch, dass Queer.de selbst sich -anders als seine Online-Besucher- mit einer klaren Missbilligung von Bareback zurückhält und im Gegenteil sogar weiterhin aktiv für Bareback-Pornos wirbt! Ihr verdient weiter an der Ausnutzung der sozialen Notlage osteuropäischer Porno-Darsteller und an der Verharmlosung dieser lebensgefährlichen Sexualpraktiken mit!

    Wenn wir als Schwule hier nicht klare Grenzen ziehen, wird es der Gesetzgeber tun, und dann fürchte ich um schwule Medien und die schwule Subkultur im allgemeinen, angesichts einer großen Koalition mit verfassungsändernder Mehrheit.

    Wann bezieht ihr hierzu endlich Stellung, liebe Queer-Redaktion, wollt ihr euch weiter an diesen miesen Geschäftemachereien beteiligen, wollt ihr mit Rücksicht auf ein paar Bareback-Idioten gefährden, was wir uns an schwulen Freiheitsrechten in über dreißig Jahren erkämpft haben?

    Kündigt den sittenwidrigen Vertrag mit homoactive.com, den ihr offensichtlich habt, sofort und fristlos!

    Gernot Back
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#12 madridEUAnonym
  • 12.12.2005, 23:00h
  • @gerd: Meine nicht massgebliche Meinung über die Beiträge von Holga/Walda ist genau umgekehrt. Er legt Hintergründe frei, die wir als passives Fernsehvolk im Hauptstrom schwimmend gar nicht mehr erkennen.
    Man sollte wechselnde Pseudonyme nicht überbewerten und Kommentare auch dulden, wenn wir sie nicht gewohnt sind.
    Dafür sind wir doch hier im Forum und gegen aufkommende Langeweile kann Krawall mitunter ganz nützlich sein, oder ?
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#13 gerdAnonym
  • 12.12.2005, 23:49h
  • @Gerd
    Wobei kurz angemerkt sei, zwischen Gerd und gerd ist hier auch zu unterscheiden, dass sind jeweils zwei verschiedene Personen!!!

    Da hat wohl einer den gleichen Vornamen wie ich...jedenfalls sind meine Kommentare immer vom kleingeschriebenen gerd.
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#14 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 01:56h
  • @gerd und andere: Offensichtlich haben die meisten hier den Kommentar des whk zur Bareback-Debatte gar nicht gelesen, denn sonst hätten sie feststellen können, dass er einige sehr bedeutende Punkte anführt, deren Thematisierung gerade auch von Seiten des LSVD dringend erforderlich wäre. Dort beschäftigt man sich aber in konservativ-kleinbürgerlicher Manier weiterhin nur mit Homo-Ehe und ADG und blendet fundamental wichtige Fragen wie die der Sexualerziehung und natürlich auch der medialen Behandlung bestimmter Themen weitgehend aus.

    Es ist schon erstaunlich, dass viele Homosexuelle immer an erster Stelle diejenigen anfeinden, die mit dem notwendigen kritischen Bewusstsein für gesellschaftliche Veränderung eintreten - und zwar in der Schärfe, die bei dieser Auseinandersetzung mehr als geboten ist!
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#15 blumen-freundAnonym
  • 13.12.2005, 01:57h
  • @Gerd:
    bist du im wahren leben ein germanist, der sich auf die erkennung von stil-gemeinsamkeiten spezialisiert hat?
    pass bitte auf mit solchen aussagen.
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#16 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 02:22h
  • @Gernot Back: Deine immer wieder kehrenden Phrasen in allen Ehren, aber engagiere dich doch bitte ebenso sehr auf allen heterosexuellen Internetseiten dieses Landes, die massenweise Filmmaterial ungeschützten Geschlechtsverkehrs zwischen Mann und Frau anpreisen. Worin besteht hier der Unterschied? Dass im Zweifelsfall "nur" die Frauen ein erhöhtes Infektionsrisiko in Kauf zu nehmen haben, während die Ansteckungsgefahr für die Männer wenigstens nicht so hoch ist wie bei schwulem Barebacking?

    Eben diese Logik, die von den Massenmedien wieder einmal in zunehmendem Maße propagiert wird, müssen wir bekämpfen und dürfen nicht aus Angst vor der übermächtigen großen Koalition der Generalverurteilung aller Homosexuellen nach dem Mund reden. Denn Homosexuelle sind alleine weder für den Anstieg von HIV-Infektionen noch für das bei jungen Menschen INSGESAMT (d.h. auch bei heterosexuellen Jugendlichen) abnehmende Bewusstsein gegenüber den Gefahren von AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten "verantwortlich".

    Nein, hier müssen wir uneingeschränkte GLEICHbehandlung einfordern und uns zudem darann erinnern, dass der einzige messbare Erfolg, der in der AIDS-Prävention jemals zu verzeichnen war, durch eine breit angelegte Aufklärungskampagne erzielt wurde - nicht durch billige Law-and-Order-Rhetorik. Und genau hier müssen wir ansetzen: Breite Information und Aufklärung im Rahmen einer Sexualerziehung, die sich gezielt der sexuellen Vielfalt und gerade auch homosexuellen Jugendlichen zuwendet. Allerdings sehe ich dafür keine besonders guten Perspektiven, solange viele Homosexuelle vor lauter Minderwertigkeitskomplexen schon bei der ersten Attacke aus der reaktionären Ecke den moralischen Zeigefinger gegen ihresgleichen erheben und zudem alle Grundsätze des Rechtsstaates und einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung auf den Müllhaufen der Geschichte werfen wollen.
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#17 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 02:28h
  • Sorry, mein Posting Nr. 14 bezieht sich selbstverständlich auf

    Gerd,

    nicht auf gerd!
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#18 wolfAnonym
  • 13.12.2005, 07:31h
  • es ist doch erstaunlich, wieviel begeisterung die barebacking-debatte der lsu auslöst ? offensichtlich haben wir schwulen den ungeschützten verkehr gepachtet ! ähnlich wie aids !
    würden wir uns wie mündige bürger verhalten und uns um unsere bürgerlichen rechte kümmern, wäre dieser, mehr als fragwürdige verein, längst vergangenheit, weil überflüssig !
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#19 Gernot BackAnonym
  • 13.12.2005, 11:35h
  • @Sascha

    Du hast Recht, meine Stellungnahmen haben inzwischen etwas von "Ceterum censeo". Das werde ich aber auch fortführen, solange sich die Szene nicht klar in Wort und Tat von Bareback distanziert.

    Dass auch in Heteropornos und da noch viel häufiger als in Homopornos ungeschützter Geschlechtsverkehr vermarktet wird, dass damit auch Heterosexuelle zu höchst risikoreicher Nachahmung verleitet werden, ist natürlich ebenso zu missbilligen, das ist doch gar keine Frage!

    Aber erst wenn wir als Schwule vor unserer Tür gekehrt haben, können wir die Frage nach der Sauberkeit vor anderen Türen stellen.

    Meine Haltung vertrete ich übrigens auch nicht erst seit den jüngsten Medienberichten.

    Gegen Slogans wie "Ich habe Sex - Safe oder Unsafe!" habe ich auch schon vor zwei Jahren bei denen protestiert, die sie in Umlauf brachten.

    www.herzenslust.info/herzenslust/upload/anzeigen/07_septembe
    r_2003.jpg


    Und jetzt nochmal, liebes Queer.de-Team:

    Wie haltet ihr es mit dem Barebacking?

    Gernot Back
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#20 wolfAnonym
  • 13.12.2005, 12:01h
  • @gernot back
    wie schön, dass wir solch engagierten moralisten in diesem forum haben ?

    mach dir doch einfach klar, dass jeder für sein verhalten verantwortlich ist, wer mit unverantwortlichen deppen pennt, ist sebst schuld !
    die schulmeisterei mit dem erhobenen zeigefinger, meistens aus ner dorfaue, für süddeutsche : anger, ist einfach nur saudumm !
    nimm ne alditüte und dein problem hat sich erledigt.
    um es auf den punkt zu bringen, dass problem ist viel zu ernst, um es mit solch blöden "strafmassnahmen" wieder mal dem staat zu überlassen.
    das merkwürdige daran, wir haben gar kein problem, jeder klar denkende mensch, ob homo oder hetero, wird, genau wie beim essen, überlegen was er macht, oder nicht ?
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#21 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 12:22h
  • @Gernot Back: Wer erhebt denn hier den Zeigefingen gegen wen? Sind es etwa wir, die Heterosexuelle pauschal an den Pranger stellen und eklatante Eingriffe in ihre Freiheitsrechte als "Lösung" für die AIDS-Problematik propagieren? Ich denke nicht!

    Und mit dieser Logik werden wir auch der tatsächlichen Problemlösung nicht einen Schritt näher kommen - ganz im Gegenteil. Wenn du schon darüber redest, wer hier gefälligst was "zuerst" zu tun hat, dann sprechen wir zunächst über die weiterhin verklemmte und homophobe Sexualerziehung an den Schulen, die sexuelle Vielfalt weitgehend ignoriert, und darüber, dass die Finanzmittel für Aufklärungskampagnen in den letzten Jahren deutlich zusammen gestrichen worden sind. Außerdem sehen sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender eher dazu berufen, pauschale Stimmungsmache gegen schwulen Sex zu betreiben, als eine offene, aber vorurteilsfreie und permanente Aufklärungsarbeit zu betreiben.

    Wie ermutigend für solche reaktionären Tendenzen, dass selbsternannte Vorzeige-Schwule ihnen auch noch lautstark Beifall klatschen!
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#22 News aus dem Bimbestag:Anonym
  • 13.12.2005, 15:06h
  • Alles, was hier so von denen rüber kommt, ist nur ein gigantisches Ablenkungsmanöver. es geht wieder einmal nur darum, von den wirklichen Problemen abzulenken!

    "Don’t ask, don’t tell"
    Nichts fragen, nichts sagen: Wie sich die Bundesregierung aus der CIA-Affaere herauszuschwindeln versucht
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/003.php

    Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg protestiert gegen "Kumpanei der Bundeswehr mit der US-Army"
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/017.php

    Telekom kriegt Stress
    Beschaeftigte des Kommunikationsriesen protestierten bundesweit gegen Vernichtung von 32000 Arbeitsplaetzen. Lafontaine forderte Verbot von Aktienoptionen fuer Manager
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-13/001.php
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#23 gerdAnonym
  • 13.12.2005, 16:50h
  • @whk
    Zunächst vorweg, die Kritik am LSVD kann ich in keinster Weise teilen: beim LSVD sind viele thematische Forderungen vorhanden, die halt nicht immer in der öffentlichen Wahrnehmung ankommen (z.B. Reform des Transsexuellengesetzes, Änderung der Richtlinien der Bundesärztekammer zur heterologen Insemination, ...). Der Vorwurft der LSCD sei "kleinkariert",da er sich nur auf die Themen "Homo-Ehe" und "ADG" konzentriert, ist daher schlichtweg falsch.

    Zudem kommt hinzu, dass die Themen "Hom-Ehe" und "ADG" halt die wichtigsten Reformthemen für homosexuelle Menschen sind ("es ist halt für homosexuelle Paare von hoher Bedeutung, wieiviel Geld sie am Ende des Monats in der Tasche haben, und wo sie überall steuerlich stärker als ein Ehepaar abkassiert werden").

    ---
    Zum Thema der LSU: Verschärfung der Rechtslage

    Da bin ich halt der Auffassung, dass dieses Thema "nicht so ganz locker und easy" mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Organisationen wie der LSVD sind meines Erachtens "gut" beraten, wenn sie nicht vorschnell sich äußern, sondern genauer drüber nachdenken und diskutieren, was die Forderung des LSU in der Konsequenz und im Alltag auslöst.

    Es kann doch nicht sein, dass wir am Ende der Diskussion durch eine Verschärfung des Rechts aufgrund von Barebacking wieder in eine Situation aus früheren Jahrzehnten geraten, wo die "Sittenpolizei" unterwegs ist.

    Meine abschliessende Meinung hatte ich bereits geäußert:

    Zwar sehe ich durchaus die bedenkenswerten Argumente der LSU, aber letzlich ist die Gefahr einer Einschränkung der Privatsphäre und der Freiheit des Einzelnen mir zu hoch.
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#24 bäume-freundAnonym
#25 Adlaw AglohAnonym
  • 13.12.2005, 18:02h
  • @ bäumefreund:

    du hast recht, oskar ab ins saarland,
    dort kann er bei

    www.saar-echo.de/,

    topstories:
    Von Clearstream bis Yukos: (Eine Hinführung)
    Der kalte russisch-amerikanische Ölkrieg,
    nachlesen wie und warum sein alter
    Freund Schröder jetzt knete macht.
    Westerwelles Lambsdorff kommt da auch vor.
    bareback politisch, der rest ist theater.
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#26 Georg und JörgAnonym
  • 13.12.2005, 18:14h
  • Mein Gott, welch Diskussion! Erst mal fällt "man" tüchtig übereinander her und erkennt sich dabei (selbst), um anschließend off-topic-links zu empfehen.

    Hey, kriegt euch mal wieder ein. Wenn ihr was vernünftiges tun wollt, dann schaut euch doch mal die site

    www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID970580_REF2488,00.html

    an.

    Es handelt dabei sich um eine sehr lesenswerte Beschreibung des Umgangs "der" Medien mit unsereins. Nach der Lektüre erwägen wir, Strafanzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu erstatten. Gegen Herrn Franz-Josef Wagner, BILD-Schreiber.

    Zum Schluss gibts zur Belohnung der Aufmerksamkeit noch eine schöne Karikatur aus dem Kreuz.net zum Papa-Ratzi-Bann, das wir im Angaysicht der drohenden Fußballweltmeisterschaft "Eigentor" taufen:

    www.kreuz.net/article/article.2363.jpg

    Der zugehörige Artikel hat folgende Adresse:

    www.kreuz.net/article.2363.html

    In Rechtschreiben und Kunst gibts heute eine Eins. Für alle, egal ob oben oder unten.
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#27 Gernot BackAnonym
  • 13.12.2005, 19:21h
  • @Sascha + Wolf:

    ich finde es längst überfällig, dass wir Schwule endlich klarmachen, dass diejenigen, die meinen Analverkehr, ob mit oder ohne Kondom, das sei doch egal, bei uns eine Minderheit sind, von der wir uns klar distanzieren.

    Ich bin auch nicht unbedingt für Verbote, aber ich will, dass wir als schwule Community klar machen dass uns das nicht gleichgültig ist, wenn Leute mit ihrem Leben spielen.

    Ich will, dass unsere Mehrheitsmeinung, die wir doch ohnehin haben, endlich auch in der allgemeinen Öffentlichkeit klar wahrgenommen wird: "Bareback tötet"!

    Entsprechende Aufdrucke auf Zigarettenpackungen nebst einer Bestrafung der Leute am Geldbeutel haben übrigens durchaus dazu geführt, dass weniger Leute rauchen und das ist gut so!

    Der Vergleich mit dem Tabak hinkt natürlich, allerdings zu meinen Gunsten: Während eine gelegentliche Zigarette sicherlich nicht gleich zu Lungenkrebs führt, kann der eine ungeschützte Analverkehr eben der eine ungeschützte Analverkehr sein, der zu vorzeitigem Tode und zuvor zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.

    Entsprechend bin ich dafür, zumindest zu unterbinden, dass man aus der Vermarktung und Verharmlosung von Bareback einen materiellen Vorteil hat, ja da würde ich notfalls auch ein Engagement des Gesetzgebers befürworten, wenn wir unser schwules Haus nicht alleine in Ordnung bekommen!

    Es ist genau die Gleichgültigkeit der schwulen Szene, die viele Schwule veranlasst zu denken, es sei ja alles nicht so schlimm, wenn man es ohne Kondom triebe, sei auch nicht so schlimm, wenn man halt ggf. auch "Smarties" schlucken muss, sei auch nicht so schlimm, wenn man nur vierzig oder fünfzig wird, denn danach hätte man ja doch ohnehin kaum noch Fleischmarktwert.

    Wo bleiben hier eigentlich die Stellungnahmen der Komitees, die sich den Humanismus auf die Fahnen geschrieben haben?

    Wenn man reaktionär ist, weil man auf Fehlentwicklungen reagiert, dann bin ich gerne ein Reaktionär! Ein Moralist bin ich ohnehin, denn ich stehe ohne wenn und aber zu meiner Moral, zu der übrigens auch unkomplizierter Sex in Darkrooms und Saunen gehören, die ich mir nicht nehmen lassen will. Aber das sagte ich ja auch schon an anderer Stelle in diesem Forum.

    Gernot Back
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#28 seb1983
  • 13.12.2005, 20:14h
  • Also ein Verbot bringt meiner Meinung nach rein gar nichts und es ist lächerlich Sexarten zu verbieten.
    Was das Ganze mit sexueller Vielfalt (wird ja von einigen Leuten inflationär gebraucht*g*) zu tun weiß ich nicht. Wo sind denn die Probleme?? In den Städten, nicht im kleinen bayerischen Bergdorf. Und in Köln bekomme ich ja schnell genug Infos über Sexualität.

    Die Sache mit den Heteros: MORALISCH!! halte ich das für absolut gerechtfertigt, auch Heteros können Aids bekommen.
    Aber bei wem fallen denn die meisten Infektionen an?? Homos. Heteros bei dem Thema mit einzubeziehen ist absolut legitim, aber selbst wenn man bei den Heteros die Infektionen halbiert wird man die gesamte Infektionsrate kaum senken können weil die nicht stark ins Gewicht fallen. Der moralische Zeigefinger ist unangebracht, sicher.
    Mal durchfegen kann man in der Szene trotzdem.
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#29 SaschaAnonym
  • 13.12.2005, 22:49h
  • @gerd: Offenbar beziehst du dich auf meine Kritik an der Arbeit des LSVD (ich stehe in keinerlei Verbindung zum whk).

    Welche Themen für Homosexuelle die wichtigsten sind, darüber sollten wir vielleicht einmal ernsthaft diskutieren. Ich bestreite doch überhaupt nicht, dass der rechtlichen, d.h. gesetzlichen Gleichstellung fundamentale Bedeutung zukommt. Aber effektive Gleichberechtigung wird sich nicht allein über diesen eher konservativ-technokratischen Ansatz herstellen lassen - gleiche Rechte per Gesetz sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Sie sind eine notwendige, aber noch lange keine hinreichende Bedingung für wirkliche Gleichberechtigung!

    Vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich gibt es wesentlich mehr Homosexuelle da draußen, für die die Frage ihres Coming Out im Pubertätsalter (während die heterosexuellen Altersgenossen froh und munter in aller Öffentlichkeit ihre knutschigen Spielchen treiben dürfen) mindestens ebenso wichtig ist wie die Frage der Homo-Ehe. Oder besser gesagt: Die erfolgreiche Selbstfindung und der selbstbewusste Umgang mit der eigenen Identität ist eine Voraussetzung dafür, dass junge Homosexuelle jemals in die Verlegenheit kommen, einen Menschen ihres Geschlechts heiraten zu wollen und zu können.

    Wir sollten nicht vergessen, dass ein nicht geringer Teil der Homosexuellen ein Leben lang größte Probleme mit partnerschaftlichen Beziehungen hat - und dies nicht etwa, weil Schwule eben von Natur aus nicht so beziehungsfähig sind wie Heteros, sondern weil die meisten Schwulen erst sehr spät überhaupt beginnen, partnerschaftliche Beziehungen einzuüben. Und wenn es doch schon früher losgeht, dann mit einen hohen Maß an Selbstverleugnung und gesellschaftlich vermittelten Einschränkungen.

    Deshalb muss ich ganz deutlich sagen: Die Frage einer neuartigen Sexualerziehung, die der gesellschaftlichen und menschlichen Vielfalt endlich gerecht wird, ist für mich DIE zentrale Herausforderung, wenn wir jemals die effektive Gleichberechtigung von Homosexuellen in allen Lebensbereichen und -lagen erreichen wollen. Leider wird dieser Umstand vom LSVD nicht im entferntesten hinreichend gewürdigt, sonst hätte man die rot-grüne Regierung nicht erst nach sieben Jahren und kurz vor der letzten Bundestagswahl dazu gebracht, eine (freilich auf inhaltslose Phrasen beschränkte) Initiative zu diesem Thema in den Bundestag einzubringen!
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#30 LinkerCacheAnonym
#31 CDU abschaffen!Anonym
#32 madridEUAnonym
  • 14.12.2005, 10:31h
  • @sascha: Am Beispiel Spaniens als Land mit der EU-höchsten HIV+/Rate (70% Heteros) kann man nachvollziehen, wie auch die schwul-lesbische Gleichstellung einen Wandel in der Gesellschaft vollzieht. Ob wir allerdings die auch dringend notwendige Sexualerziehung in den Schulen noch erleben werden, bleibt dahingestellt. Seit Monaten tobt nach der Homo-Ehe nun auch der Hassgesang auf die sozialistischen Schulgesetze, wo z.B. das Religionsfach freiwillig werden soll. Wieder einmal mischt sich der Klerus mit seinen unentwegten Opus-Dei-Kreuzrittern im Parlament ein, um Zapatero noch vor Ende der Legislaturperiode zu Fall zu bringen.Hier läuft so etwas weitaus deutlicher ab als in Deutschland !
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#33 dragonwarriorAnonym
  • 14.12.2005, 11:57h
  • @ sascha

    deine kritik am LSVD bzgl. der vernachlässigung des sexualkundeunterrichtes läuft ins lehre.

    zunächst einmal: das ganze ist ländersache - leider, denn das macht es mühsam, weil mann sich da eben nicht mit der bundesregierung auseinandersetzen muss, sondern mit den 16 landesregierungen.

    zum zweiten ist es längst in den lehrplänen drin. der punkt ist nur: das reicht so nicht, denn im unterricht kommts trotzdem nicht angemessen vor, weil die lehrer es nicht adäquat umsetzen (können?!)

    hier gabs zum beispiel hilfe durch die handreichung für lehrer die in zusammenarbeit mit anderen internationalen partnern von NRW herausgegeben wurden. als diese broschüre zurückgezogen werden sollte haben sowohl der landesverband, als auch der bundesverband druck gemacht.

    vielleicht noch eine frage an dich: in welchen zusammenhängen setzt du denn deine kritik in tatsächliches engagement um?

    der LSVD ist nur so gut, kann auch nur so gut sein, wie seine mitstreiterInnen. mann kann schnell von aussen sagen, was alles wichtiger und besser zu erledigen wäre. es dann auch zu tun ist und bleibt die eigentliche herausforderung.
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#34 SaschaAnonym
  • 14.12.2005, 15:32h
  • @Dragonwarrior: Solange meine Kritik nicht ins Leere läuft, sondern in die Lehre, kommt sie genau dorthin, wo sie hingehört!

    Aber Spaß beiseite: Dass Bildungssache "Ländersache" ist stimmt nur insofern, als die Bundesländer über eine so genannte Bildungshoheit verfügen. Das heißt aber noch lange nicht (auch wenn viele Konservative es gern hätten - siehe Föderalismusreform), dass der Bund in gesellschaftspolitisch relevanten Bereichen nicht aktiv auf die Aufnahme entsprechender Lerninhalte in die Lehrpläne hinwirken und zum Beispiel ein umfassendes Aktionsprogramm zur Behandlung des Themas "sexuelle Vielfalt" in fächerübergreifendem, alle Jahrgangsstufen einbindendem Unterricht und zur Realisierung spezifischer Projekte für homosexuelle Jugendliche gerade auch an den Schulen implementieren könnte.

    In zahlreichen CDU-geführten Bundesländern kommt das Thema übrigens überhaupt nicht als Pflichtthema in den Lehrplänen vor. Dagegen hätte eine rot-grüne Bundesregierung zumindest massiv Front machen und eigene Initiativen entwickeln müssen. Freilich gehört dazu dann auch die Bereitstellung entsprechender zusätzlicher Finanzmittel sowie gezielte Partnerschaften mit Homo-Organisationen auf unterschiedlichen Ebenen. Die rot-grüne Regierung hat ja - im Angesicht des nahenden Wahlkampfes - im Juni diesen Jahres noch einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht, der freilich außer schönen Phrasen und ein paar netten Pressemitteilungen nichts weiter bewirken konnte.

    Das Problem besteht also trotz aller Limitationen unseres föderalistischen Systems vor allem in mangelndem politischen Willen. Was soll man aber auch erwarten, wenn WIR nicht an vorderster Front für Veränderung gerade in diesem Bereich kämpfen?
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#35 madridEUAnonym
  • 14.12.2005, 23:43h
  • @alle: Zwischendurch eine für schwul-lesbische Spanier(innen) äusserst erfreuliche Nachricht: Heute hat das Verfassungsgericht die Klage einiger Gegner der völligen Homo-Gleichstellung abgewiesen. Viva Zapatero und natürlich WIR !
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#36 SaschaAnonym
  • 15.12.2005, 13:34h
  • @madridEU: Das ist in der Tat eine für uns alle sehr erfreuliche und ermutigende Nachricht, die beweist, dass man mit dem entsprechenden politischen Willen in sehr kurzer Zeit sehr viel bewegen kann! Grüße nach Madrid!
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#37 LinkerCacheAnonym
  • 15.12.2005, 16:34h
  • Seien wir doch mal ganz ganz ehrlich, die "lsu" und einige ihres schlages wollen doch ne diktatur haben. Zumindest fängt die derzeitige Regierung schon ganz gut damit an! "Vorratsspeicherung von TK-Daten: "Privatsphäre wird zum Luxusgut"

    www.heise.de/newsticker/meldung/67386

    Branchenverbände, Datenschützer, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie linksliberale Politiker reagieren voller Empörung auf den Beschluss des EU-Parlaments zur massiven Ausdehnung der Telekommunikationsüberwachung."
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#38 UlliAnonym
  • 17.12.2006, 09:52h
  • der antrag ist nur ein weiteres zeichen dafür, dass diejenigen, die ein rollback in der aids-politik wünschen, immer mehr den mund aufmachen - teils (das ist besonders bitter) auch mit "vor-arbeit" durch genau jene journalisten, die nun das ergebnis kritisieren. wären sie doch vorher bedachter geswesen...

    ondamaris.blogspot.com/2006/12/regierung-plant-gesetz-gegen-fahrlssige.html
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